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Freitag, 29.12.2017

Keine Spur von verschwundenem Görlitzer

Adrian Lukas wurde zuletzt in Österreich Ende September gesehen. Freiwillig sei er nicht abgetaucht, vermutet jetzt seine Schwester.

Von Matthias Klaus

Vermisstenaushang an der Aral-Tankstelle in Königshufen: So wurde in Görlitz nach Adrian Lukas gesucht.
Vermisstenaushang an der Aral-Tankstelle in Königshufen: So wurde in Görlitz nach Adrian Lukas gesucht.

© Archivfoto: Nikolai Schmidt

Das Verschwinden des jungen Mannes aus Görlitz in Österreich – es bleibt ein großes Rätsel. Was ist an diesem 25. beziehungsweise 26. September in Sankt Anton am Arlberg in Tirol passiert? Zuletzt wurde Adrian Lukas dort im Hotel Nassereinerhof gesehen. Dort war er von seiner Firma untergebracht. Nach Angaben von Bekannten trug er noch seine Arbeitssachen, seine Arbeitshose, eine dunkle Fleecejacke, schwarze Schuhe und einen grauen Gürtel, als er zum letzten Mal gesehen wurde.

Johanna Lukas kann sich das plötzliche Verschwinden nicht erklären. Sie ist die Schwester von Adrian, betreibt in der badisch-württembergischen Doppelstadt Villingen-Schwenningen einen Kosmetiksalon. Dass ihr Bruder freiwillig abgetaucht sein könnte, schließt sie aus. „Das würde er nie machen, so ist er nicht“, sagt Johanna Lukas. Auch Schwierigkeiten in der Familie, die das plötzliche Verschwinden hätten auslösen können, habe es keine gegeben. „Wir haben ein gutes Verhältnis untereinander in unserer Familie“, sagt die Kosmetikerin der SZ. Die Familie stammt ursprünglich aus Lauban. 2005 kam sie aus Nordrhein-Westfalen nach Görlitz. Adrian Lukas zog es wegen eines neuen Jobs nach Österreich. Über sein Verschwinden haben inzwischen Medien in Polen, Österreich und Deutschland berichtet. Weiterhin gab es Zeugenaufrufe in den sozialen Medien, etwa auf Facebook, außerdem öffentliche Aushänge wie beispielsweise an der Aral-Tankstelle an der Nieskyer Straße in Görlitz. Aber Hinweise aus der Bevölkerung gab es zu dem mysteriösen Fall keine.

Bisher hat die Landespolizeidirektion Tirol das Verschwinden des 35-jährigen Görlitzers so rekonstruiert: Adrian Lukas verließ am 25. September seine Arbeitsstelle gegen 14 Uhr wegen eines angeblichen Magen-Darm-Infektes. Er habe sich im Hotel in seiner Unterkunft wohl hinlegen wollen. Seitdem wurde der junge Mann nicht mehr gesehen. Die ursprüngliche Vermutung der Polizei in Österreich ging von einem Unfall aus. Eine erste Suchaktion am 27. September blieb erfolglos. Inzwischen läuft eine europaweite Fahndung nach Adrian Lukas aus Görlitz.

Hinweise zum Verbleib von Adrian Lukas nimmt die Polizei in Görlitz an, ebenso die Polizei in Österreich. Die Polizei in Sankt Anton direkt ist unter 0043 591337148 zu erreichen.

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