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Mittwoch, 13.09.2017

Jeder Dritte würde auch nach Sachsen ziehen

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Sachsen kann auf mehr Einwohner hoffen. Denn Sachsen ist schön, so wie hier die Albrechtsburg in Meißen.
Sachsen kann auf mehr Einwohner hoffen. Denn Sachsen ist schön, so wie hier die Albrechtsburg in Meißen.

© dpa

Dresden. Sachsen kann auf mehr Einwohner hoffen. Mehr als ein Drittel aller über 18-Jährigen, die momentan nicht in Sachsen leben, könnten sich vorstellen, in den Freistaat zu ziehen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des sächsischen Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vdw). Im August 2017 wurden mehr als 5 000 Menschen in Deutschland – außer Sachsen – befragt.

Unter den Ostdeutschen können sich sogar etwa 43 Prozent grundsätzlich vorstellen herzuziehen. Unter den jungen Menschen bis 29 Jahre sind es fast 40 Prozent. Als Hauptkriterien für einen Umzug nach Sachsen nannten die Befragten gute Berufsaussichten und attraktive Wohnbedingungen, Ostdeutschen sind auch familiäre Bindungen wichtig.

„Dieses Ergebnis ist für Sachsen und die Wohnungswirtschaft sehr ermutigend“, sagt Verbandsdirektor Rainer Seifert. Entscheidend sei, dass von diesem Wachstumspotenzial nicht allein die sächsischen Metropolen Leipzig, Dresden und Chemnitz profitierten.

Damit der Freistaat attraktiv für neue Einwohner ist, schlägt der Verband vor, auch in den ländlichen Regionen den Neubau und die Sanierung von Wohnungen zu fördern. Der Fokus müsse auf familien- anstatt altengerechten Wohnungen liegen. Der Verband fordert, Ausländern den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern und Ganztagsbetreuung von der Krippe bis zur Grundschule zu garantieren. Städte, Kommunen, Regionen und das Land Sachsen müssen aktiv und offensiv Akzente setzen und für sich werben, hieß es. (SZ/sca)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 9 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Mkm

    Was für eine sinnlose Umfrage: Können Sie sich vorstellen, nach Sachsen zu ziehen? Anwort: "Ja, vorstellen schon, aber mein unbefristetes Arbeitsverhältnis in Hamburg macht es extrem unwahrscheinlich, dass das passiert." - Schön, dann verkünden wir mal, dass Sie bald nach Sachsen ziehen. Mal ehrlich: Ich könnte mir auch "grundsätzlich vorstellen", nach Hamburg, Bremen, Niedersachsen oder ins Saarland zu ziehen - aber dass ich das tatsächlich tue, ist extrem unwahrscheinlich. Wer solch eine Umfrage macht, der will ein bestimmtes Ergebnis haben, und sonst nichts.

  2. elbgeistDD

    "Der Fokus müsse auf familien- anstatt altengerechten Wohnungen liegen" - wie wäre es mit familien- UND altengerechten Wohnungen... Nunja es ist sowieso ein Nullinformationsartikel, wahrscheinlich schon automatisch generiert.

  3. Andre

    Da sehe ich ähnlich wie oben. Es geht nur um die Vorstellung. Sobald sich die Leute nach Arbeit umsehen und nur befristet und Mindestlohn vorfinden wird diese Vorstellung wohl in weite Ferne rücken.

  4. Berg

    Da wollen wir mal hoffen, dass unter den Rückkehrwilligen auch Bauunternehmer sind, die dann hier diesen "attraktiven Wohnraum" für aus dem Westen wieder Heimgekehrte aufbauen. Oder sind das alles nur Arbeitnehmer, die das Heimweh überkommt?

  5. Vom Mond

    "Mehr als ein Drittel aller über 18-Jährigen, die momentan nicht in Sachsen leben, könnten sich vorstellen, in den Freistaat zu ziehen." - 7 Milliarden Menschen gibt es, keine Ahnung wie viele davon über 18 sind, aber bestimmt genug, damit Sachsen alle Wohnungen voll kriegt. Man müsste sie nur lassen. Ich habe mich auch gefragt, was der Artikel soll, der ist ja selbst für eine Provinzzeitung schwach.

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