• Einstellungen
Dienstag, 02.01.2018

Ermittlungen nach Brand wegen versuchten Mordes

Vor drei Tagen stand ein Wohnhaus in Plauen in Flammen. Nun wird gegen einen Ex-Mieter wegen versuchten Mordes in mehreren Fällen ermittelt.

Plauen/Zwickau. Drei Tage nach dem Brand in einem Wohnhaus in Plauen mit vier Schwerverletzten ermittelt die Polizei gegen einen Ex-Mieter wegen versuchten Mordes in mehreren Fällen. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft Zwickau am Dienstag auf Anfrage mitteilte, hat der mutmaßliche Brandstifter bis vergangenen Oktober in dem Haus gewohnt. Dem 25-Jährigen werde auch schwere Brandstiftung sowie schwere Körperverletzung in mehreren Fällen vorgeworfen.

In einer ersten Anhörung habe der Deutsche die Tat bestritten. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Motiv für die Tat soll ein Streit zwischen dem Mann und dem Vermieter gewesen sein, weil ihm wegen ausstehender Mietzahlungen die Wohnung gekündigt worden war.

Somit sei davon auszugehen, dass das Tatmotiv eher im persönlichen Bereich liege, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zunächst war auch ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen worden, weil neben Deutschen auch zahlreiche Slowaken in dem Haus wohnten.

Das Feuer in dem fünfstöckigen Wohnhaus war in der Nacht zum Samstag im Erdgeschoss ausgebrochen. Die Feuerwehr hatte 40 Menschen in Sicherheit gebracht. Die vier Schwerverletzten befinden sich weiter in Kliniken in Dresden, Leipzig und Halle (Sachsen-Anhalt). Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist das Haus nicht mehr bewohnbar. (dpa)

Desktopversion des Artikels