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Dienstag, 05.12.2017

Die Sachsen sind zu dick

(Symbolfoto)
(Symbolfoto)

© David-Wolfgang Ebener/dpa

Dresden. Rechtzeitig vor den kalorienhaltigen Feiertagen hat das Statistische Landesamt auf das Übergewicht vieler Sachsen hingewiesen. Seit der Jahrtausendwende habe der Body Mass Index (BMI) bei Frauen und Männern zugelegt, sagte Behördenchef Burkhard Müller am Dienstag bei der Vorlage des statistischen Jahrbuchs in Dresden. Der sogenannte BMI setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße.

„Wir haben, was den BMI betrifft, noch einen gewissen Anpassungsbedarf nach unten“, so Müller. Denn sowohl Männer als auch Frauen lägen über dem Bundesdurchschnitt. Allerdings seien die sächsischen Männer „noch etwas übergewichtiger als ihre Partnerinnen“, was möglicherweise mit deren Kochkünsten zusammenhänge.

Hintergrund: der Body Mass Index

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Ein häufig verwendetes Kriterium für Fettleibigkeit ist der sogenannte Body Mass Index (BMI), der das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Dabei wird das Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Größe (in Metern) im Quadrat.

Wer einen Body Mass Index von 25 oder höher hat, gilt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als übergewichtig, bei einem BMI ab 30 sogar als fettleibig.

Einige Wissenschaftler kritisieren diesen Index allerdings als zu vereinfachend. Er berücksichtige zum Beispiel nicht, zu welchen Anteilen ein Körper aus Fett und Muskeln bestehe. Außerdem werde vernachlässigt, wo am Körper die Fettpolster liegen. (dpa)

Übergewicht droht schon im Kindesalter. Unter den sächsischen ABC-Schützen waren im Schuljahr 2015/2016 bei der Schulaufnahmeuntersuchung 9,2 Prozent übergewichtig oder bereits adipös - also krankhaft fettleibig.

Hier zeigten sich Müller zufolge deutliche regionale Unterschiede: In den großen Städten gebe es nicht so viele übergewichtige Schulanfänger wie auf dem Land. In Dresden waren nur 5,3 Prozent von ihnen übergewichtig. Und mit einem Übergewichtsanteil von über 11,1 Prozent leben die dicksten Kinder in einem ländlichen Speckgürtel rund um Leipzig. (dpa)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. Dresdner

    Der Sachse wird immer dicker und träger. Und dann glauben hier dennoch einige, dass ihnen ein paar Flüchtlinge die Butter vom Brot klauen? Daran sieht man, dass das nur Missgunst ist, denn dem Sachsen gehts (viel zu?) gut.

  2. Juliane

    Vermutlich hätte kein Gegner der unzähligen "Flüchtlinge" hier ernsthaft den Spagat zwischen dem Thema des Artikels und den einreisenden Fachkräften geschafft. "Dresdner" hat's dennoch übernommen. Geht's auch mal ohne? Bitte? Danke! P. S. Jule geht jetzt brav ihre 6 km joggen, damit das leckere Stollenkonfekt gar nicht erst ansetzt. :-D

  3. Sarina

    Was ist das denn schon wieder für ein Murks? Die Sachsen sind zu dick? Weil einige paar Kilos mehr haben sind "Die", also alle Sachsen dick? Tss ...

  4. Principal

    Na Juliane, der von Dresdner mit einem Schmunzeln geschaffene Bezug ist doch ein angenehmer. Karikiert er doch die Mär, die Flüchtlinge würden uns tatsächlich die Butter vom Brot - pardon - den Zucker vom Stollen nehmen. Somit ist ja Dresdner auch kein Gegner... also nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, bitte!? :)

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