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Montag, 23.04.2018

Blut und Kot in der Ferienwohnung

Ein Vermieter in Görlitz muss seine Unterkunft renovieren lassen, nachdem ein Besucher des Neonazi-Festivals in Ostritz dort genächtigt hat.

Symbolbild.
Symbolbild.

© Friso Gentsch/dpa

Görlitz. Der Betreiber einer Ferienwohnung in Görlitz hat am Sonntagvormittag wegen eines „anrüchigen“ Fundes die Polizei gerufen. Ein 45-jähriger Gast aus Amerika, der Teilnehmer des „Schild- und Schwert“-Festivals gewesen war, hatte seine Unterkunft mit Blut und Kot ruiniert, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Mann kam bereits am Samstagnachmittag aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus.

Die Höhe des Schadens ist noch nicht genau abzusehen. Allerdings, so die Polizei, bedarf es einer gründlichen Reinigung und Renovierung. Gegen den Amerikaner laufen zudem bei der Kripo Ermittlungen wegen Sachbeschädigung. (SZ/tc)

>> Hintergründe, Videos, Bilder und Informationen zum Wochenende in Ostritz finden Sie in unserem Dossier zum Thema

Aus dem (Bundes-)Polizeibericht vom Montag

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Bundespolizei verhindert Einreisen

Zittau/Hirschfelde. Die Bundespolizei hat am Wochenende die unerlaubte Einreise mehrerer Personen verhindert. Am Sonnabend kontrollierten Beamte in Hirschfelde einen Opel Astra mit polnischen Kennzeichen. Einer der Insassen war ein 36-jähriger Moldauer, der sich lediglich mit einem moldauischen Heimreisedokument ausweisen konnte, der nicht zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland berechtigt. So folgte eine Anzeige wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts. Zudem erhält der Mann eine zweijährige Einreisesperre. Am Folgetag übernahm ihn der polnische Grenzschutz.

Am Sonntagvormittag geriet ein MB Sprinter mit serbischer Zulassung in eine Kontrolle in Zittau, als es von Polen kommend nach Deutschland einreiste. Alle fünf Männer legten serbische Reisepässe vor, die einen visafreien Kurzaufenthalt im Schengengebiet für touristische Zwecke erlauben. Sie gaben an, nach Berlin zu wollen. Bei der Befragung stellten sich jedoch einige Ungereimtheiten heraus und die Männer im Alter von 26 bis 44 Jahren machten widersprüchliche Angaben zu ihrem Reisezweck. Ermittlungen brachten schließlich zu Tage, dass drei zur Arbeitsaufnahme eingereist sind. Somit erhärtete sich der Verdacht der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts. Die drei Serben mussten nach Polen zurück.

Brandstifter in Leuba unterwegs

Leuba. Unbekannte Brandstifter haben in der Nacht zum Sonntag in Leuba an einem parkenden Kia auf zwei Reifen ein Feuer entzündet und wenige Meter entfernt vermutlich der- oder dieselben Täter die Plastikscheiben einer Bushaltestelle in Brand gesteckt. Eine 46-jährige Zeugin löschte die Flammen an dem Auto und verletzte sich dabei leicht. Das Feuer in der Bushaltestelle nahe des Dorfteiches löschte eine alarmierte Polizeistreife. Die Ortsfeuerwehr rückte an und übernahm das weitere Löschen. Der Sachschaden belief sich in Summe auf mindestens 1000 Euro. Erste Ermittlungen haben ergeben, dass die beiden Brände vorsätzlich gelegt wurden. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass die Straftat mit den Veranstaltungen im benachbarten Ostritz in Verbindung steht.

Blut und Kot in der Ferienwohnung

Görlitz. Der Betreiber einer Ferienwohnung in Görlitz hat am Sonntagvormittag die Polizei gerufen. Ein 45-jähriger Gast aus Amerika, der Teilnehmer des Schild- und Schwert-Festivals gewesen war, hatte die Räume mit Blut und Kot ruiniert. Der Beschuldigte kam bereits am Sonnabendnachmittag aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus. In welcher Höhe Schaden entstand, ist noch nicht geklärt. Die Ferienwohnung muss nun gereinigt und renoviert werden. Die Kriminalpolizei führt die Ermittlungen zu der Sachbeschädigung.

Militärfahrzeug bleibt liegen

Zgorzelec/Görlitz. Ein amerikanischer Militärkonvoi aus 30 Fahrzeugen hat am Sonnabendvormittag etwa 100 Meter vor der deutschen Grenze auf der polnischen Autobahn einen unfreiwilligen Stopp einlegen müssen. Ein Wagen blieb mit einem technischen Defekt in der rechten Fahrspur liegen. Da der Konvoi zusammen blieb und alle Fahrzeuge stoppten, entstanden Verkehrsbeeinträchtigungen. Sechs Einsatzfahrzeuge der Feldjäger der Bundeswehr, die ihn begleiteten, warteten auf dem Parkplatz An der Neiße. Diese durften das Nachbarland nicht ohne weiteres befahren. Beamte der deutschen und polnischen Autobahnpolizei schoben das defekte Fahrzeug auf den Standstreifen, sodass es repariert werden konnte. Danach erfolgte die ungehinderte Weiterfahrt des gesamten Trosses.

Radlerin verstirbt nach Unfall

Rothenburg. Eine 61-jährige Radfahrerin ist am Sonntagnachmittag auf der Grabenstraße in Rothenburg in Richtung Noes unterwegs gewesen, als sie in Höhe der Hausnummer 33 offenbar ohne Fremdeinwirkung stürzte und noch vor Ort verstarb. Nach ersten Einschätzungen eines Notarztes war ein medizinisches Problem möglicherweise die Ursache dafür. Aufgrund des Falls kamen aber weitere schwere Verletzungen hinzu. Zeugen, die den Unfall gegen 14.40 Uhr beobachtet haben, sollen sich bei der Verkehrspolizeiinspektion unter 035913670 oder jeder anderen Dienststelle melden.

Randalierer in der Oberschule

Reichenbach. An der Schulstraße in Reichenbach haben sich Randalierer gewaltsam Zutritt zur Oberschule verschafft. Die Täter verwüsteten ein Archiv, entwendeten aber offenbar nichts. Der Sachschaden belief sich allerdings auf 4000 Euro. Kriminaltechniker sicherten Spuren, deren Auswertung noch aussteht.

Diebe knacken Schloss

Waltersdorf. Unbekannte haben am Sonntagnachmittag die kurze Abwesenheit eines 52-Jährigen an der Hauptstraße in Waltersdorf genutzt und ein E-Bike entwendet. Der Mann schloss dieses vor einem Haus an und ließ es für einen Augenblick außer Acht. Die Täter knackten offenbar das Schloss und fuhren mit dem Haibike davon. Das ein Jahr alte Pedelec hat einen Wert von 1800 Euro. Nach diesem wird nun gefahndet.

Zwei Fußgänger werden schwer verletzt

Zittau. Eine 59-jährige Audi-Fahrerin ist am Sonntagmittag in Zittau mit zwei Seniorinnen kollidiert. Sie bog bei grün von der Arndtstraße nach rechts in die Schillerstraße ab. Allerdings übersah die Dame offenbar die beiden 82-jährigen Frauen, welche die Straße ebenfalls bei grün von links nach rechts querten. Die beiden Rentnerinnen erlitten bei der Kollision mit dem Wagen schwere Verletzungen. Rettungswagen brachten sie in ein Krankenhaus. Der Schaden am A4 belief sich auf etwa 5000 Euro. Wer den Unfall beobachtet hat oder andere Hinweise geben kann, soll sich bei der Verkehrspolizeiinspektion unter 035913670 oder jeder anderen Dienststelle melden.

Polizei schnappt Tankstellen-Dieb

Löbau. Die Polizei hat am Sonntagnachmittag einen Ladendieb geschnappt, der sich in einer Tankstelle an der Äußere Bautzener Straße in Löbau bediente. Der 25-jährige Deutsche nahm sich ein alkoholfreies Getränk aus der Warenauslage, ohne dieses an der Kasse zu bezahlen. Eine Streife des örtlichen Reviers stellte den jungen Mann an der Laubaner Straße fest und nahm ihm das Getränk ab. Die weiteren Ermittlungen zu dem Diebstahl übernimmt die Kripo.

Autodiebe stehlen Audi

Oybin. Unbekannte haben offenbar in der Nacht zum Montag einen Audi in Oybin entwendet. Der A6 parkte an der Liststraße, als die Täter zuschlugen. Nach dem drei Jahre alten Wagen mit schwäbischen Kennzeichen wird international gefahndet. Der Zeitwert betrug etwa 60000 Euro. Die Soko Kfz befasst sich mit den Ermittlungen.

Randalierer ziehen durch Trebendorf

Trebendorf. Unbekannte Randalierer sind offenbar in Trebendorf unterwegs gewesen. Sonntagmorgen meldeten sich mehrere Einwohner beim Revier in Weißwasser, um Sachbeschädigungen anzuzeigen. Die Täter haben offenbar bei ihrem nächtlichen Streifzug durch die Gemeinde mehrere Briefkästen zerstört, Kanaldeckel aus ihrer Halterung genommen, ein Verkehrszeichen umgekippt sowie ein Werbeschild beschädigt. Der Gesamtschaden bewegte sich insgesamt in einem dreistelligen Bereich.