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Freitag, 21.04.2017

Auf die Straße für die Wissenschaft

Weltweit findet am Samstag der „March for Science“ statt. Auch in Dresden und Leipzig wird demonstriert. Doch wofür und wogegen eigentlich?

Eine kleine Version des nun anstehenden Protests gab es schon. Hunderte Forscher demonstrierten Mitte Februar in der US-Ostküstenstadt Boston gegen US-Präsident Donald Trump und für die Anerkennung der Wissenschaft.
Eine kleine Version des nun anstehenden Protests gab es schon. Hunderte Forscher demonstrierten Mitte Februar in der US-Ostküstenstadt Boston gegen US-Präsident Donald Trump und für die Anerkennung der Wissenschaft.

© dpa

Dresden. Auch in Sachsen wollen am Samstag Menschen für die Freiheit der Wissenschaft auf die Straße gehen. Die sehen sie besonders durch US-Präsident Donald Trump bedroht. Den Klimawandel hatte dieser einst als „Ente“ bezeichnet und auch sonst scheint er kein Fan der Wissenschaft zu sein.

Forscher weltweit sind besorgt und wollen deshalb zu Tausenden auf die Straße gehen - für die Wissenschaft und gegen Donald Trump. Mittlerweile sind auf der Webseite marchforscience.com Demonstrationen in mehr als 600 Städten angekündigt. Vorbild für die Demonstration ist der „Women’s March on Washington“, bei dem Ende Januar weltweit Millionen Menschen für Frauenrechte und gegen die Politik des neuen US-Präsidenten protestierten. Auch die Hauptveranstaltung des „March for Science“ wird in Washington am Weißen Haus vorbeiführen.

In Deutschland wird in 17 Städten für die Wissenschaft „marschiert“, darunter Dresden und Leipzig. Auf Facebook haben hier je etwas mehr als 200 Menschen ihre Teilnahme zugesagt, mehrere Hundert sind interessiert. TU Dresden und Uni Leipzig aber auch weitere Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen unterstützen die Demonstrationen.

„In der Wissenschaft sind Menschen aller Nationalitäten, Hautfarben, Religionen, Gender, sexueller Orientierungen, sozialer Schichten, politischer Ansichten, mit und ohne Behinderungen vertreten“, heißt es von den Veranstaltern des Dresdner „March for Science“. Diese Vielfalt sei die größte Stärke der Wissenschaft: „Eine Fülle von Meinungen, Ansichten und Ideen und eine unersättliche Neugier sind entscheidend für den wissenschaftlichen Fortschritt.“

Auch die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange hat ihre Teilnahme an der Dresdner Demonstration zugesagt. „Die Freiheit von Forschung und Lehre ist zurecht im Grundgesetz und in der Sächsischen Verfassung verankert und ein hohes Gut in einer Demokratie“, so Stange zu ihrer Teilnahme. Am Samstag wird sie neben weiteren Sprechern wie Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden, eine Rede halten. Und weil spätestens seit der steigenden Popularität sogenannter „Science Slams“ Wissenschaft auch lustig sein kann, haben die Physikanten ihre Teilnahme angekündigt. Das Team aus Wissenschaftlern, Schauspielern und Moderatoren will eine „spektakuläre Wissenschaftsshow“ bieten. (szo/rom/dpa)

Dresden: 13:30 Uhr Theaterplatz
Leipzig: 13:00 Uhr Naturkundemuseum

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