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Freitag, 17.02.2017

Audi kracht in Polizeiwagen auf A14

Der ramponierte Streifenwagen von der A14.
Der ramponierte Streifenwagen von der A14.

© Roland Hallkasch

Nossen. Die Polizei erhält um kurz nach 8 Uhr einen Notruf von der A14: Nach der Kollision eines Golfs mit einem Viehtransporter krachte der Pkw in die Leitplanke und blieb liegen. Sofort machte sich ein Streifenwagen auf den Weg zu Unfallstelle, um diesen abzusichern und den Unfall aufzunehmen.

Der Doppel-Unfall von der A14

Doch kaum stand der Streifenwagen vor Ort, da rammte unvermittelt ein Audi das Polizeiauto. Der 46-jährige Fahrer verlor bei einem hektischen Bremsmanöver die Kontrolle über sein Auto, geriet ins Schleudern und krachte mit der rechten Seite gegen das Heck des Streifenwagens, der auf dem Seitenstreifen parkte.

Durch die Wucht des Aufpralls erlitten die beiden im Wagen sitzenden Polizisten schwere Verletzungen, wie Polizeisprecherin Katharina Geyer sagte: Ein Hubschrauber flog die am Rücken verletzte 32-jährige Polizeimeisterin ins Krankenhaus, wo sie die Nacht über zur Beobachtung bleibt, und eine Ambulanz brachte ihren 40-jährigen Kollegen mit einer Kopfverletzung in eine Klinik, wo ihn die Ärzte ambulant behandelten.

Auch der 46-jährige Lenker des Audis und seine 45-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen und kamen zur Versorgung ins Krankenhaus. Gegen den Fahrer ermittelt die Polizei nun wegen „fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall“, so laute der offizielle Vorwurf, sagt Katharina Geyer.

Erschwerend könnte für den Fahrer noch hinzukommen, dass die Polizei bei ihm einen Promillewert von 0,18 feststellte. Grundsätzlich seien Werte unter 0,3 Promille strafrechtlich nicht relevant, doch könne ein Gericht auch anders entscheiden, so die Polizeisprecherin.

Die beiden Beteiligten des ursprünglichen Unfalls kamen glimpflich davon, bei der Kollision entstand nur Sachschaden entstanden.

Eine Streifenwagen-Besatzung aus Dresden nahm sich der Verunglückten und demolierten Fahrzeuge an und veranlasste eine vorübergehende Vollsperrung der A 14 in Richtung Leipzig wegen der Bergungsarbeiten zwischen dem Dreieck Nossen und der Anschlussstelle Nossen-Ost. Mittlerweile ist die Strecke aber wieder auf allen Spuren freigegeben. (stb/szo)

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