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Freitag, 11.08.2017

Auch in Sachsen wahrscheinlich Fipronil-Eier verkauft

Zwar haben Lebensmittelprüfer in Sachsen noch keine mit Fipronil belasteten Eiprodukte gefunden. Trotzdem dürften betroffene Eier an Verbrauchern im Land gelangt sein. Sie gingen über drei Ei-Packstationen - auch an sächsische Handelsketten.

Ein Mitarbeiter eines Chemischen Veterinäruntersuchungsamtes untersucht ein Ei auf Friponil-Rückstände.
Ein Mitarbeiter eines Chemischen Veterinäruntersuchungsamtes untersucht ein Ei auf Friponil-Rückstände.

© Symbolfoto: dpa

Dresden. Auch in Sachsen wurden nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums wahrscheinlich mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier verkauft. An drei Ei-Packstellen im Freistaat seien betroffene Eier verpackt worden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitagabend. Die Chargen seien dann vorrangig in andere Bundesländer gelangt, zum Teil aber auch an Handelsketten in Sachsen gegangen. „Sobald die belasteten Chargen identifiziert waren, wurden sie aus dem Handel genommen“, betonte die Sprecherin.

Jedoch seien noch keine belasteten Eier gefunden worden. „Es gibt bisher noch keinen positiven Befund“, sagte die Sprecherin. Die zuständigen Lebensmittelüberwachungsämter prüften derzeit vorrangig in eiverarbeitenden Betrieben und bei Fleisch. Ein Teil der Proben sei negativ, bei anderen stehe das Ergebnis noch aus. „Deshalb können wir auch nicht ausschließen, dass künftig positive Befunde in Sachsen auftauchen“, sagte die Sprecherin. „Die Auswertung läuft.“

Fipronil wird etwa bei Hunden gegen Hautparasiten wie Läuse, Milben und Flöhe eingesetzt. Die Anwendung bei Tieren, die Lebensmittel liefern, ist in der EU aber verboten. Bislang wurden in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und in Deutschland Höfe von Geflügelzüchtern gesperrt, weil dort mutmaßlich Fipronil verwendet wurde. In hohen Dosen kann die Substanz für Menschen gefährlich sein. (dpa)

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