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Dienstag, 14.11.2017

150 Kilo Sprengstoff

Mehr als eine Stunde dauerte das Entschärfen des Blindgängers in Heidenau. Das Problem dabei: Es war eine deutsche Bombe mit russischem Zünder.

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Diese Weltkriegsbombe wurde in Heidenau entschärft.
Diese Weltkriegsbombe wurde in Heidenau entschärft.

© Polizei Sachsen/Twitter/dpa

Heidenau. Die Heidenauer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Nacht von Holger Klemig und Peter Schmidt entschärft. Eine Stunde und 15 Minuten haben die beiden Männer an den 100 Kilogramm Eisen und 150 Kilogramm Sprengstoff gearbeitet. Es war Klemigs 219. Bombe und seine zweite in diesem Jahr.

Jede ist besonders, sagt er. Die Besonderheit der Heidenauer ist, dass es eine deutsche mit russischem Zünder ist. Die Russen haben die Bombe irgendwo erbeutet, ohne Zünder. Den haben sie dann „abenteuerlich reingebaut“, sagt Klemig. Und zwar so fest, dass Klemig kurz davor war, aufzugeben. Die Alternative wäre sprengen gewesen. Das hätte Schäden vor Ort bedeutet und passiert bei etwa jeder 20. Bombe. Tendenz aufgrund des zunehmenden Alters der Funde steigend. Mitunter ist auch ein Weitertransport möglich.

Von all diesen Varianten blieb Heidenau verschont. Die Heidenauer atmen auf und danken den Sprengmeistern und allen Helfern, Rettern, Einsatzkräften. Die Bombe wird nun in der zentralen Sammelstelle in Zeithain in Scheiben zersägt und der Sprengstoff unschädlich gemacht. (SZ/sab)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Grischan

    Bei jedem neuen Bericht über Bombenentschärfungen frage ich mich wieder was diese Menschen "reitet" ihren Beruf auszuüben. Um so größer ist der Dank an sie, dass sie sich der Überreste des Wahnsinns des letzten Jahrhunderts annehmen. Jeder der heute eine Bombe wirft oder eine Miene vergräbt sollte zwangsverpflichtet werden, hier mal eine gefundenen Bombe zu entschärfen.

  2. Max

    Diese Leute verdienen wirklich unseren Dank und allegrößte Anerkennung. Der Job ist aber auch nicht gefährlicher als täglich im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Der Sprengmeister kann das Risiko abschätzen und entscheiden, dass gesprengt wird, wenn ihm das Risiko zu hoch ist. Im Straßenverkehr kann ich das Risiko "anderer Verkehrsteilnehmer" leider nicht beeinflussen.

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