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Mittwoch, 13.09.2017

100 Verfahren zu Kornmarkt-Krawallen

Im September 2016 kam es in Bautzen zu Ausschreitungen zwischen Deutschen und jungen Flüchtlingen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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Nur durch ein massives Polizeiaufgebot verhinderte vor einem Jahr die Eskalation der Krawalle auf dem Kornmarkt.
Nur durch ein massives Polizeiaufgebot verhinderte vor einem Jahr die Eskalation der Krawalle auf dem Kornmarkt.

© SZ

Bautzen. Ein Jahr nach den Ausschreitungen zwischen rechten Deutschen und jungen Flüchtlingen auf dem Bautzener Kornmarkt werden derzeit bei der Staatsanwaltschaft Görlitz nach Behördenangaben 98 Verfahren der Ermittlungsgruppe „Platte“ gesichtet. „Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte ein Sprecher. Darüber hinaus liefen bei der Polizei noch Ermittlungen zu weiteren 71 Straftaten, die mit dem Kornmarkt in Verbindung stehen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Das betrifft Taten zwischen März 2016 bis Anfang 2017.

An die Auseinandersetzungen im September 2016 erinnert derzeit eine „Aktionswoche gegen das Vergessen“. In ihrem Rahmen gibt es unter künstlerische Aktionen, eine Ausstellung, eine Podiumsdiskussion und am Sonnabend die Mahndemonstration „Laufend Erinnern“. Mitorganisatoren der Woche sind die Parteijugend von Linke und SPD, das Stadtmuseum Bautzen, das Steinhaus sowie das Bürgerbündnis „Bautzen bleibt bunt“. (dpa)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 15 Kommentare

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  1. Radebeuler

    Erfreulich, dass das juristisch nicht in Vergessenheit gerät. Hier muss auf beiden Seiten klar gestellt werden, was in einer demokratischen Gesellschaft geht und was nicht. Vorallem den Rechtsverdrehten müssen Grenzen gesetzt werden. Dies und die Aktionswoche zeigen, dass es auch anders und vernünftiger geht.

  2. Müller

    Wenn ich sehe, wer die Aktionswoche organisiert, ist schon klar, dass diese sehr einseitig wird und das Geschehene falsch dargibt, so nach dem Motto "Böser Rechter, lieber Asylant" - Fakt ist, das hier die Asylanten die Auslöser waren und damit die Haupttäter, aber das darf ja nicht sein!

  3. J.A.Woll

    @1Radebeuler, Satz 1 und 2 kann ich zustimmen, aber was soll der Hinweis auf " Vor allem den Rechtsvertreten müssen Grenzen gesetzt werden " ? Gibt es ein Recht für Deutsche und eins eines für Asylanten ? Fordern sie damit eine Gesinnungsjustitz ? Ich hoffe die genannten Zahlen beinhalten ebenso die Straftaten von Asylsuchenden, denn die waren wohl auch Auslöser der Krawalle soweit ich mich erinnere.

  4. Graf von Henneberg

    Zitat aus dem MDR vom September 2016 "Polizei: Gewalt ging von Asylsuchenden aus" - Das sind also die "Rechtsverdrehten"? So wie Herr "Radebeuler" meinen? Außerdem wäre es für das Seelenheil des "Radebeuler" hlifreich, daß er sich mal mit dem Begriff "Demokratie" befasst. Wenn er dann noch die Zustände in Deutschland mit dem vergleichen kann was dieser Begriff bedeutet wäre es gut. Wer mit Schwarz - Weiß - Gut und Böse arbeitet, macht was falsch. So einfach ist es nicht.

  5. Robert

    @ J.A.Woll, #3: Wenn ich Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen darf, Auslöser für die Krawalle waren Machtkämpfe zwischen Einheimischen und Asylsuchenden. Es ging um die Oberhoheit des Platzes. Die im Artikel genannten Zahlen betreffen nur die Ermittlungen vor Ort. Bleiben wir doch einfach bei diesem Thema, ja?

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