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Mittwoch, 16.05.2018

Wunden heilen besser feucht

Experten raten bei Wunden zu Pflastern.
Experten raten bei Wunden zu Pflastern.

© Hansaplast/dpa

München. „An Wunden muss Luft drankommen“ - dieser Rat hält sich hartnäckig, stimmt so aber nicht. „Grundsätzlich ist eine offene Wundheilung nicht so ideal“, sagt der Münchner Hautarzt Christoph Liebich vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. „Eine feuchte Wundheilung ist heute Standard.“ Trocknet die Wunde nämlich aus, bildet sich eine harte Kruste, die die Heilung eher behindert.

Gerade für Schürfwunden eignen sich sogenannte Hydrokolloid-Pflaster, die sich an die Haut anschmiegen. „Eine Art Plastikfolie hält die Feuchtigkeit“, erklärt Liebich. Nachdem die Wunde von grobem Dreck gereinigt wurde, werden die Pflaster aufgeklebt und können bei Bedarf nach ein, zwei Tagen erneuert werden. Bei Schnittwunden reichen meist gewöhnliche Pflaster aus. (dpa)

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