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Donnerstag, 04.01.2018

Sturmschaden: Das zahlt die Versicherung

Sturmschäden am Haus sind in der Regel über die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung abgesichert. Voraussetzung aber ist, dass der Sturm tatsächlich die Ursache des Schadens ist. Darauf weist der Bund der Versicherten (BdV) hin.

Die Gebäudeversicherung zahlt zum Beispiel bei abgedeckten Dächern, zerstörten Schornsteinen oder Schäden am Haus durch umgefallene Bäume. Sie kommt auch für Folgeschäden auf, wenn durch das vom Sturm beschädigte Dach oder kaputte Fenster Regen eindringt – allerdings nur für Schäden unmittelbar am Haus selbst. Für Mobiliar und andere bewegliche Gegenstände ist die Hausratversicherung zuständig.

Betroffene melden sich am besten schnellstmöglich bei ihrer Versicherung. Grundsätzlich reicht ein Anruf, zur Sicherheit rät der BdV aber zu einem Einschreiben mit Rückschein. Zur Dokumentation der Schäden sollten Versicherte einige Fotos machen und mögliche Zeugen benennen. Wichtig ist: Ohne Rücksprache sollten Betroffene die Schäden nicht beseitigen. Allerdings kann es sich lohnen, kleinere Schäden selbst zu tragen. Denn eine Versicherung kann den Vertrag auch kündigen, wenn Kunden immer wieder Schäden melden. Die Suche nach einer neuen Police wird dann mitunter schwierig – eine Versicherung kann Kunden mit vielen Vorschäden ablehnen.

Wenn ein Unwetter ein Auto beschädigt hat, sollten Besitzer dies umgehend ihrer Kfz-Teilkaskoversicherung melden. Oft müssen sie die Meldung dann durch Angaben des Wetteramtes ergänzen, erläutert der ADAC. Denn der Wind muss zum Zeitpunkt der Beschädigung mindestens die Windstärke acht gehabt haben. Bei Schäden durch herunterfallende Äste oder Dachziegel ist in jedem Fall die Teilkaskoversicherung der richtige Ansprechpartner. Denn hier findet in der Regel keine Rückstufung statt. (dpa)

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