• Einstellungen
Mittwoch, 15.11.2017

So bleiben Radfahrer sichtbar

Gerade in der dunklen Jahreszeit werden Radfahrer im Straßenverkehr häufig übersehen – trotz Scheinwerfern und Rückstrahlern. Diverse Produkte schaffen preiswerte Abhilfe.

5

Sehen und gesehen werden? Mit letzterem haben viele Radfahrer im Dunkeln Probleme. Zu den vorgeschriebenen Strahlern und Reflektoren können sie aber zusätzlich auf sich aufmerksam machen.
Sehen und gesehen werden? Mit letzterem haben viele Radfahrer im Dunkeln Probleme. Zu den vorgeschriebenen Strahlern und Reflektoren können sie aber zusätzlich auf sich aufmerksam machen.

© dpa/Arne Dedert

Die Tage werden kürzer, die Straßen glatter, die Temperaturen niedriger. Trotzdem wollen viele auch in der dunklen Jahreszeit nicht aufs Radfahren verzichten. Doch neben Wegen voller Laub und Schnee stehen Radler oft vor einem weiteren Problem: nicht gesehen zu werden.

Vorgeschrieben sind neben nicht verrutschbarem Scheinwerfer und Rückstrahler auch je ein Reflektor nach vorne und hinten sowie gelbe Reflektoren an den Pedalen, betont der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Zusätzlich müssen beide Laufräder beleuchtet sein, etwa durch klassische Reflektoren zwischen den Speichen oder einen durchgehenden Reflexstreifen an der Flanke.

Weiterhin empfiehlt der ADFC bei Dunkelheit, helle Kleidung zu tragen. Wer sich immer noch nicht sicher fühlt, kann auf zusätzliche Mittel zurückgreifen, um sich bei Dämmerung und nachts sichtbarer zu machen. Die müssen nicht einmal teuer sein, zeigt eine Übersicht.

Fünf praktische Produkte für Radfahrer gegen das Übersehenwerden

Warnweste: Ein simples und sehr günstiges Mittel, um mehr aufzufallen. Auf einer Warnweste in Neongelb oder Orange sind in der Regel Reflexstreifen integriert. Käufer sollten bedenken, dass unter ihre Weste unter Umständen noch ein dicker Wintermantel passen sollte. Besser: spezielle größenverstellbare Warnwesten für Radfahrer. Kosten: im einstelligen Bereich, oft sogar unter 5 Euro.

Reflektorbänder: Gibt es in verschiedensten Größen und Farben. Sie können zum Beispiel um Handgelenke, Oberarme oder Schenkel gebunden werden. Bei manchen Modellen sind zusätzlich LED-Lämpchen integriert. Kosten: einstellig, je nach Stückzahl und Art etwa zwischen 3 und 15 Euro.

Speichenreflektoren: Bestehen aus Kunststoff und sind mit einer reflektierenden Schicht überzogen. Sie werden einfach an die Speichen geklemmt und werfen zum Beispiel das Licht von Autoscheinwerfern zurück, haben aber keine eigene Leuchtkraft. Die Reflektoren gibt es in der Regel im Set mit mehreren Dutzend Stücken. Kosten: unter 10 Euro.

Reflektorspray: Ein transparentes Spray, das bei Tageslicht in der Regel nicht gesehen wird. Nur bei einigen Textilien kann es laut Herstellern als grau wahrgenommen werden. Gibt es entweder für Kleidung oder als Universalspray, das auch aufs Fahrrad gesprüht werden kann. Im Dunkeln reflektiert das Spray Lichter, zum Beispiel von Autos. Auf Textilien hält es bis zu einer Woche – oder bis zum nächsten Waschen. Kosten: je nach Hersteller und Füllmenge zwischen 10 und 30 Euro.

Schuhclips: Können mit einem Handgriff an die Schuhe angeklemmt werden. In der Kunststoffverkleidung sind LEDs integriert. Sie sitzen so fest, dass sie auch Jogger beim Laufen verwenden können. Kosten: um die 10 Euro je Paar. (szo)

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. ph

    Noch besser als Warnwesten sind Neonhüllen für Rucksack oder Ranzen. Kosten auch zwischen 5 und 20 Euro.

  2. Felix

    Ich kann ja verstehen, dass man gesehen werden möchte - nur: Wie sinnvoll ist eine Hochrüstung von Fahrradfahrern und Fußgängern mit immer mehr leuchtenden, blinkenden, reflektierenden, ... Sachen? Irgendwann erreicht man dann das genaue Gegenteil damit, weil Autofahrer mit so viel Licht schlichtweg überfordert sind. Und für die, die aus welchem Grund auch immer gerade keine zusätzlichen reflektierenden und leuchtenden Sachen anhaben, wird es dann noch gefährlicher-die werden gar nicht mehr gesehen. Und wozu das Ganze? Damit Autofahrer noch mehr Rasen können und weniger aufmerksam sein müssen? Ich lehne diese Beleuchtungshochrüstung ab. Helle Kleidung und die vorgeschriebene Beleuchtung für's Fahrrad muss reichen-alles andere ist Schwachsinn und greift vor allem an der völlig falschen Seite(nicht Fußgänger und Radfahrer müssen immer mehr aufrüsten,sondern Autofahrer müssen vorsichtiger fahren und um die Autofahrer auch etwas in Schutz zu nehmen:Verkehrswege müssen sicher geplant sein).

  3. Was nutzt...

    Was nutzt die Beleuchtung, wenn der Radler dort/dann fährt, wo keiner mit ihm rechnet? Beispielsweise bei roter Ampel oder trotz Radweg auf der Straße?

  4. Hinweis

    Gerade im Dunkeln sollten Radfahrer sich auch bewusst sein, dass sie schlecht gesehen werden, und auch mal zurückstecken. Ein "Er hatte Vorfahrt" auf dem Grabstein nützt nämlich nichts.

  5. sven

    Als Radfahrer der jeden Tag mit dem Rad unterwegs ist, kann ich es nur unterstützen, die gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtung am Rad zu installieren und auch einzuschalten. Auch eine reflektierende Bekleidung halt ich für sinnvoll. Und ja für alle Verkehrsteilnehmer gilt § 1 der StVO.

Alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zum Artikel

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Verbleibende Zeichen: 1000
Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein