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Freitag, 11.08.2017

Sachsens Banken im großen Gebührenvergleich

Bei den Kosten für Konto, Dispo und Kreditkarte gibt es große Unterschiede. Zwei Sparkassen schneiden am besten ab.

Von Andreas Rentsch

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Überweisung am SB-Terminal: Die Ostsächsische Sparkasse Dresden berechnet Kunden, die das günstigste Filialkonto nutzen, hier pro Stück 29 Cent.
Überweisung am SB-Terminal: Die Ostsächsische Sparkasse Dresden berechnet Kunden, die das günstigste Filialkonto nutzen, hier pro Stück 29 Cent.

© robert michael

Dresden. Sachsens Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken berechnen sehr unterschiedliche Gebühren. Das hat ein Vergleich des Finanzportals Biallo im Auftrag der Sächsischen Zeitung ergeben. Dazu wurden die Jahrespauschale für das jeweils günstigste Filialkonto und vier weitere Leistungen abgefragt.

Im Ergebnis schneidet die Sparkasse Leipzig mit jährlichen Gesamtkosten von knapp 90 Euro am besten ab. Auf Rang zwei folgt die Ostsächsische Sparkasse Dresden mit rund 92 Euro. Die Kreissparkasse Döbeln kommt dagegen auf Gebühren von 178,85 Euro pro Jahr – fast doppelt so viel. Solche Preisunterschiede seien der Tatsache geschuldet, dass „jede Sparkasse ihre geschäftspolitischen Entscheidungen selbstständig trifft“, sagt die Sprecherin des Ostdeutschen Sparkassenverbands.

So variieren die erhobenen Kreditkartengebühren zwischen 20 und 55 Euro pro Jahr. Geldkarten sind teilweise gebührenfrei, können aber auch bis zu 9,90 Euro kosten. Bei den Dispozinsen liegen zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert fast fünf Prozentpunkte.

Hohen Kosten durch einen Wechsel zur regionalen Konkurrenz zu entgehen, funktioniert nur bedingt. So spart der Wechsel von der örtlichen Sparkasse zur Volksbank – oder umgekehrt – bei den untersuchten Konten oft nur einen niedrigen zweistelligen Euro-Betrag. Für Kunden, die kein Onlinekonto führen wollen, bliebe dann noch der Gang zu einer überregionalen Bank. Als günstige Alternative erscheint hier vor allem die Postbank. Andere Banken sind – zumindest bei ihren günstigsten Filialkonten – sogar teurer als viele regionale Institute.

Mehr Transparenz und Vergleichbarkeit bei Bankgebühren soll ab 2018 einkehren. „Bisher fehlen dafür aber noch Vorgaben von der Europäischen Bankenaufsicht“, sagt Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Immerhin wird den Konsumenten bereits der Kontowechsel erleichtert. „Seit Herbst 2016 sind Geldinstitute verpflichtet, neuen Kunden beim Giro-Umzug praktisch die ganze Arbeit abzunehmen“, sagt Finanzexperte Horst Biallo.

Bankgebühren im Vergleich
Die Günstigsten Kosten pro Jahr
Sparkasse Leipzig 89,91 €
Ostsächs. Sparkasse Dresden 92,28 €
Sparkasse Oberlaus.-Niederschl. 93,99 €
Die Teuersten
Volksbank Mittweida 169,02 €
Erzgebirgssparkasse 173,70 €
Kreissparkasse Döbeln 178,85 €

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 9 Kommentare

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  1. Joachim Herrmann

    Ja, Freunde- mal fragen- warum das Alles so ist? Der Chef der EZB- wohl ein Italiener hat ja bestimmende Zinsen auf Null, bzw, auf Minus gesetzt. Warum wohl- mal bei den europäischen Südstaaten nachfragen. Dann, wie viel Billionen hecheln ohne Zeitbegrenzung um den Globus? Und, wie viel "Kohle" wird ständig durch irgendwelchen Mist/ Unfug verbrannt? Wie viel Reichtum schmatzt sich an der Armut fett? Wo verbergen die Reichen (und Andere) ihren "schwer erarbeiteten" Reichtum? Wer entscheidet über die Steigerungen (mal die Aufsichtsräte und die Kreistage- bei Sparkassen) fragen?! Wo fließen Gewinne hin? Auch Sponsoring ist mit Ursache und Wirkung bewertbar! Was erhält (nicht verdient) ein Vorstand- manchmal gibt es deren Mehrere?! SPK- OL/ NS- zwei Vorstände zu je 437000€ Jahreseinkommen! Von Bad- Bank und anderem "Gemütlichsein" und von den "Schwarzen Nullen" nicht zu sprechen. Also Freunde, auf zu den Banken, denn die wollen stets nur unser Bestes- ja was wohl- Unsere Kohle!!!

  2. Berg

    Also, ich blieb Postbankkunde (bin das seit der Studentenzeit), denn zwei Renten erfüllen locker die Mindestgutschrift im Monat. Wieviel Filialen unterhalten denn diese anderen Banken? Und: wer weiß, dass diese nicht morgen schon ebenfalls Gebühren einführen MÜSSEN. Die Nullzinspolitik der EZB, Herr Draghi, zeigt, wie ein Bankwesen ohne Zinsen funktionieren muss. Umdenken ist angesagt.

  3. kaktus

    Den Vergleich kann ich nicht nachvollziehen, sicher die Ostsächsische Sparkasse ist mit Platz 2 attraktiv, doch weiß ich nicht wie man mit 1,90 € Monatspauschale, beleghafte Buchungsgebühr, Kreditkarte usw. auf 92,28 € jährlich kommt. Ist auch egal, die Banken und Sparkassen sind in letzter Zeit sehr erfinderisch mit den Gebührenmodellen und in dem Dschungel sich zurechtzufinden, ist abenteuerlich. Ursache dafür eindeutig die Nullzinspolitik der EZB, übrigens bekommt man bei der OSD 0,001 % Zinsen auf Festgeld. Und sollte man bei seiner Hausbank nicht zufrieden sein, man kann ja wechseln zur nächsten Bank, die mit gebührenfreiem Konto lockt und später doch irgendwelche Gebühren erfindet.

  4. Zwön

    @ R.H. DKB = Sponsoring national bedeutsamer Spitzensport OSSKD = Förderung regionaler Breitensport etc. Weil Jedermensch Verantwortung für Verantwortung für das Wohlergehen aller trägt.

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