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Donnerstag, 07.12.2017

Reflektoren gegen Wildunfälle

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Die Zahl der Wildunfälle ist nach wie vor hoch.
Die Zahl der Wildunfälle ist nach wie vor hoch.

© Symbolbild: dpa

Hannover. Können spezielle Reflektoren Wildunfälle verhindern? Rund 200 Experten wollen am Donnerstag in Hannover über das Thema diskutieren. Auf der Fachtagung von Deutschem Jagdverband (DJV) und ADAC wird es um die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren gehen. Diese sind an Leitpfosten am Straßenrand angebracht, reflektieren das Scheinwerferlicht - und sollen Tiere davon abhalten, auf die Fahrbahn zu laufen.

Die Zahl der Wildunfälle bleibe hoch, hieß es vorab von DJV und ADAC, die Sachschäden nähmen sogar zu. Aktuelle Zahlen sollen am Donnerstag veröffentlicht werden. Rehe seien weiter die Tiere, die mit Abstand am häufigsten angefahren werden, sagte DJV-Sprecher Torsten Reinwald. Die Dunkelziffer bei Wildunfällen sei hoch. So würden Kollisionen etwa mit Hase, Fuchs und Dachs nur selten gemeldet, weil es meist keinen größeren Schaden am Auto gebe.

Ein neues Projekt soll die Straßen für Mensch und Tier sicherer machen. „Seit dem vergangenen Frühjahr können Verkehrsteilnehmer über das Tierfundkataster erstmals bundesweit Wildunfälle ortsgenau eintragen - auch per App“, sagte Reinwald. Bereits mehr als 40 000 Daten lägen unter www.tierfund-kataster.de vor.

„Der beste Schutz gegen Wildunfälle ist eine angepasste Geschwindigkeit“, betonte Reinwald. „Nach wie vor ist überhöhte Geschwindigkeit Unfallursache Nummer Eins. Das schließt auch Wildunfälle ein.“ Rein jagdlich sei das Problem nicht zu lösen, sagte er. „Solange es entlang einer Straße irgendwo einen reich gedeckten Tisch gibt, werden Rehe diesen regelmäßig besuchen.“ Deshalb sollten Straßenplaner für das Begleitgrün verstärkt auf Saatgutmischungen zurückgreifen, die Gräser und Kräuter mit vielen Bitterstoffen enthalten. „Das schmeckt dem Reh nicht“, so Reinwald. (dpa)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Autofahrer

    Jedes Jahr die selben Diskussionen über dieses Thema.-Sachschäden nähmen sogar zu-natürlich ,die Autos werden ja immer Teurer!Wieviel Zeit und Geld wurde schon für diese Blauen Reflektoren am Strassenrand ausgegeben?Und hats was gebracht? Warscheinlich scheitert es auch an der Umsetzung dieser Massnahme-Gräser und Kräuter mit vielen Bitterstoffen enthalten. „Das schmeckt dem Reh nicht“, so Reinwald. Vllt. erziehlen die 200 Experten diesmal in Hannover eine solide Lösung.Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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