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Dienstag, 21.03.2017

Raus ins Freie

Beschneiden, umtopfen, düngen – jetzt müssen die Gewächse für das Jahr fit gemacht werden.

Von Wolfgang Friebel

Kübelpflanzen können jetzt wieder langsam an das „Leben im Freien“ gewöhnt werden.
Kübelpflanzen können jetzt wieder langsam an das „Leben im Freien“ gewöhnt werden.

© CMA/dpa/gms

Das Wetter lässt es langsam zu, dass man die eine oder andere Kübelpflanze an eine geschützte Stelle im Freien bringen kann. Dafür muss natürlich zunächst der Wetterbericht verfolgt und bei Gefahr entsprechend reagiert werden. Wer ein Gewächshaus hat, ist im Vorteil.

Die Pflanzen müssen gründlich geputzt werden. Alles Abgestorbene wird entweder abgerissen oder mit einer Schere entfernt. Auch im Winterquartier gewachsene Triebe sollten jetzt zurückgeschnitten werden. Generell schneidet man die Pflanzen lieber etwas kräftiger zurück. Jetzt ist der Zeitpunkt noch günstig, um den Pflanzen die entsprechende Form zu geben. Die Arbeiten sind bei den Pflanzenarten immer etwas unterschiedlich – je nachdem, ob die Pflanzen verholzend wachsen oder immer wieder aus der Basis neu austreiben.

Bei der Frühjahrspflege achtet man auf Schädlingsbefall. Jetzt, im Anfangsstadium, ist eine Bekämpfung leichter möglich und sollte unbedingt erfolgen. Mit steigenden Temperaturen werden auch die Schädlinge aktiver. An den Neutrieben sind die Schädigungen besonders sichtbar.

Auch das Umtopfen kann jetzt erledigt werden, man kann es aber auch noch hinausschieben. Allerdings lassen sich Pflanzen mit langen Trieben später schwieriger bearbeiten. Wenn also notwendig, nimmt man den Ballen aus dem Topf und putzt die Erde so gut wie möglich ab. Beschädigte Wurzeln werden mit einer Schere glatt abgeschnitten, wenn nötig können sie gekürzt werden. In dem neuen Topf, der je nach Ausgangsgröße drei bis fünf Zentimeter größer sein sollte, kommt zuunterst eine Dränageschicht. Verwendet wird eine gute Kübelpflanzenerde, die fest um den Ballen herum angedrückt wird. Die Pflanze sollte etwa genauso hoch wie vorher im Topf stehen, ein guter Gießrand erleichtert das Wässern. Mit einem Langzeitdünger hat man den größten Teil des Sommers abgedeckt, aber der sollte erst verabreicht werden, wenn das Wachsen beginnt. Wenn die Pflanze so groß ist, dass man keinen größeren Topf mehr bewältigen kann, können aus dem Ballen mit einem scharfen Messer kleine Keile ausgeschnitten werden. In diese füllt man die neue Erde und kann die Pflanze so wieder versorgen. Anfangs gießt man verhalten. Mit größerer Blattmasse und steigenden Temperaturen erhöht man die Wassergaben.

Gartenexperte Wolfgang Friebel war Gartenmeister in Pillnitz. Haben auch Sie eine Frage an ihn? Schreiben Sie an die Sächsische Zeitung, Nutzwerk, 01055 Dresden oder eine Mail an expertentipp@redaktion-nutzwerk.de

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