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Montag, 16.04.2018

Leichter radeln lernen

Kinder beginnen am besten mit dem Laufrad oder dem Dreirad. Brauchen sie Stützräder?

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Ab geht die Post.
Ab geht die Post.

© dpa-tmn

Das Balancieren steht im Mittelpunkt, wenn Kinder das Radfahren lernen. Am besten gelingt das mit einem Laufrad. „Beim Laufradfahren wird das Gleichgewicht dynamisch erreicht, jede Bewegung erfordert einen entsprechenden Ausgleich“, erklärt Thomas Geisler vom Pressedienst Fahrrad. Das Kind erlernt Gleichgewichtsgefühl und Koordination spielerisch.

Stützräder am Hinterrad dagegen seien ein Relikt aus der Vergangenheit und sogar kontraproduktiv. „Das Radfahren wird wieder verlernt, weil sich das Kind auf die Stützräder verlässt. Werden die Stützen entfernt, muss es wieder von Neuem das Balancieren lernen“, warnt Geisler. Anfangs könnten Kinder zwar stürzen. Polster am Laufrad, Sicherheitsgriffe und ein Helm milderten aber die Folgen. Das Treten der Pedale kann Kinder später zunächst überfordern, wenn sie auf ein richtiges Fahrrad umsteigen. Um die Tretbewegung einzuüben und die Umstellung vorzubereiten, könnte parallel zum Laufrad auch ein Dreirad helfen. Ab etwa drei Jahren seien Kinder reif fürs Kinderfahrrad.

Geisler warnt vor zu viel Ehrgeiz: „Das Kind soll mit Spaß an das Fahrradfahren herangeführt werden.“ Sinnvoll sei ein kleiner Hindernis-Parcours zur Gleichgewichtsschulung. (dpa)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. PS

    Statt Laufrad geht auch ein großer Roller. Mit sieben bekam ich ein Fahrrad. Dem voraus ging ein Meinungsstreit mit meinen Eltern: Ich war mir sicher - die Balance zu halten habe ich schon mit dem Luftroller gelernt. Also werde ich mit dem Fahrrad keine Probleme haben. So war es dann auch.

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