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Montag, 20.03.2017

Generation kurzsichtig

Daddeln, posten, simsen – das geht auf die Augen. Jeder vierte Jugendliche ist kurzsichtig.

Ständiges Sehen in Nahdistanz macht kinder kurzsichtig.
Ständiges Sehen in Nahdistanz macht kinder kurzsichtig.

© dpa

Teenager sitzen oft drinnen vor Smartphone, Tablet und Spielkonsole, statt sich an der frischen Luft zu bewegen. Studien zeigen, dass das Starren auf Monitore aus kurzen Distanzen sowie fehlendes Tageslicht zu Kurzsichtigkeit führen können. Forscher sprechen schon von der „Generation kurzsichtig“. In China sind fast 90 Prozent der Jugendlichen betroffen. In Deutschland ist bereits jeder Dritte unter 20 ein Brillenträger. Rund 80 Prozent der Betroffenen sind kurzsichtig.

Kurzsichtige sehen in der Ferne undeutlich und verschwommen, weil sie das Auge nicht mehr richtig scharf stellen können. Der Augapfel wird – begünstigt durch kurze Sehabstände – zu lang. Beschwerden, die durch eine Brille oder Kontaktlinsen problemlos ausgeglichen werden können.

Bis zum 30. Lebensjahr ist das Wachstum des Auges noch nicht abgeschlossen. Pausen und Bewegung im Freien können also noch zu einer gesunden Entwicklung beitragen, so das Kuratorium Gutes Sehen. Deshalb sollte die Zeit vor Geräten mit weniger als 30 Zentimeter Leseabstand auf zwei Stunden pro Tag begrenzt sein. Jeden Tag sollte man sich im Freien aufhalten, auch bei schlechtem Wetter, und den Blick in die Ferne richten. (rnw)

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