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Montag, 13.11.2017

10 000 Babys auf Diabetes getestet

In 21 sächsischen Kliniken können Eltern überprüfen lassen, ob ihr Kind gefährdet ist.

Auch Babys haben Diabetes.
Auch Babys haben Diabetes.

© 123rf.com

Mehr als 10 000 sächsische Neugeborene sind seit August 2016 auf das Risiko getestet worden, im Lauf ihres Lebens an Diabetes Typ 1 zu erkranken. Bei knapp einem Prozent der Babys sind die Diabetes-Gene im Blut nachgewiesen worden. Allerdings heißt das nicht, dass die Krankheit bei ihnen tatsächlich ausbrechen wird. Eltern und Kinder haben aber die Chance, sich in Ruhe mit ihr auseinanderzusetzen und die Therapie gut zu planen.

Die Untersuchung ist Teil der europaweit einmaligen Frederik-Studie, die von der Technischen Universität Dresden und dem Helmholtz-Zentrum München entwickelt worden ist. Teilnehmende Krankenhäuser bieten sie kostenfrei im Rahmen des Neugeborenen-Screenings an. Neben dem Dresdner Uniklinikum, in dem die Studie gestartet wurde, nehmen inzwischen 20 weitere Kliniken in Sachsen den Test vor, darunter das Städtische Klinikum in Chemnitz und das Helios Klinikum Plauen. „Die Akzeptanz unter den Eltern ist enorm“, sagt Angela Hommel von der TU Dresden. Die Pilotstudie ist so erfolgreich, dass sie auch auf Bayern und Niedersachsen ausgeweitet worden ist. Polen, Schweden und Großbritannien werden folgen.

Die Autoimmunkrankheit ist die häufigste Stoffwechselkrankheit im Kindes- und Jugendalter. 250 sächsische Kinder erkranken jedes Jahr daran. (rnw/ sp)

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