• Einstellungen
Dienstag, 02.02.2016

Zweite Webcam geplant

Die Probleme des Livestreams von der Webcam am Obermarkt sind behoben. Der Betreiber plant eine weitere Kamera.

Von Natasha G. Allner

Mirko Fischer (l.) betreibt die Webcam. Ronny Skuppin, Inhaber der Döbelner Textilreinigungsfirma in der Staupitzstraße, empfängt die Bilder via Funkrichtantenne und speist sie ins Internet ein
Mirko Fischer (l.) betreibt die Webcam. Ronny Skuppin, Inhaber der Döbelner Textilreinigungsfirma in der Staupitzstraße, empfängt die Bilder via Funkrichtantenne und speist sie ins Internet ein

© Dietmar Thomas

Döbeln. Seit Montag überträgt die Webcam vom Obermarkt wieder störungsfrei. In den vergangenen Wochen war dagegen nur ein einzelnes Standbild zu sehen. „Seit Januar gibt es immer wieder technische Probleme bei der Übertragung der Bilder, die die Webcam ins Internet liefert“, erklärt auf Nachfrage Thomas Mettcher. Laut Döbelns Stadtsprecher sagte der Betreiber zu, das Problem kurzfristig zu lösen. Gestern war Mirko Fischer aus Colditz deswegen extra vor Ort: „Die Funkstrecke umfasst zwei Antennen. Eine war immer mal wieder ausgefallen. Zudem schicken wir die Bilder statt vom Ratskeller seit Kurzem von der Textilreinigung an der Staupitzstraße aus ins Internet. Vieles mussten wir neu bauen, nachdem der bisherige Betreiber des Ratskellers aufgehört hatte.“

Seit ungefähr fünf Jahren gibt es die Möglichkeit, über eine Webcam vom heimischen Computer aus den Obermarkt zu beobachten. Der Colditzer Dachdecker hatte als Motiv das Rathaus einfangen wollen, aber rundum keine Erlaubnis zur Installation der Kamera bekommen. Erst die Stadtverwaltung gab für das Vorhaben Fischers grünes Licht und „gestattete die Anbringung am Rathaus und eine Verlinkung zur städtischen Homepage“, so Thomas Mettcher weiter. In einer Fledermausgaube am Rathausdach des Westflügels ist die Kamera angebracht. Diese sandte per Funk Bilder in den Ratskeller, welche von dort per DSL ins Netz eingespeist wurden. Die Entfernung zum Obermarkt und die Auflösung der Bilder verhinderten, dass Personen oder Nummernschilder zu erkennen sind.

Die einzelnen Standbilder wurden einmal pro Minute aktualisiert. Ein Zeitraffer über 24 Stunden oder über 30 Tage war möglich. Finanziert werde das Projekt aus Anzeigen auf einer Internetseite, die Mirko Fischer eingerichtet hat. Die Einnahmen decken die Kosten, betont der Dachdecker. Angefangen habe er sein Hobby mit zwei Kameras auf dem Schloss seiner Heimatstadt. Es folgten unter anderem welche in Grimma und Penig. Standorte in Leisnig und Hartha werden gesucht. In Döbeln habe es von der ersten Idee bis zur Umsetzung ein Jahr gedauert. Mit Stand vom
1. Februar gab es 27958 Zugriffe auf den Livestream der Döbelner Kamera. Ziel sei es, zeitnah eine zweite Kamera direkt auf dem Rathausturm mit Blick in Richtung Mulde und Leipziger Berg zu realisieren. Dafür sucht Fischer noch Unterstützer.

www.sachsen-webcam.de/webcam-doebeln oder www.doebeln.net/webcam.

Desktopversion des Artikels