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Donnerstag, 10.05.2018

Zwei Meistertitel für Lichtenberg

Einen großen Erfolg konnten die Sportler vom TSV 1886 verbuchen. Drei von ihnen fahren zur Mitteldeutschen Meisterschaft im Juni.

Das erfolgreiche Lichtenberger Team zeigt sich stolz nach den Landesmeisterschaften in Riesa.
Das erfolgreiche Lichtenberger Team zeigt sich stolz nach den Landesmeisterschaften in Riesa.

© Verein

Lichtenberg. Riesa war in diesem Jahr Gastgeber der Landesmeisterschaften. Vom TSV 1886 Lichtenberg hatten sich gleich fünf Judoka dafür qualifiziert. Sie wollten im Wettstreit mit den besten sächsischen Judoka zeigen, dass auch ein kleiner Verein ein Wörtchen mitreden kann. Auch vom PSV Kamenz, vom JSV Rammenau und der SG Weixdorf waren Sportler in Riesa erfolgreich am Start. Bei den Jungs hatten sich mit Tim Engelhorn, Robin Erben und Moritz Lindner drei Lichtenberger Judoka die Startberechtigung erkämpft. Tim und Robin, die beide zu den jüngsten Teilnehmern in ihrer Gewichtsklasse zählten, konnten nicht in die Medaillenvergabe eingreifen. Doch beide zeigten großen kämpferischen Einsatz.

Moritz Lindner dagegen hatte schon früher einige Erfahrungen gesammelt. Der Vorjahresfünfte wollte in diesem Jahr auf alle Fälle in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Hoch konzentriert und souverän ging Moritz in den Vorkämpfen zu Werke. Dabei konnte er die beiden späteren Bronzemedaillengewinner schon vor Ende der regulären Kampfzeit bezwingen. Somit stand er im Finale und hatte Silber schon sicher. Hier kämpfte er dann taktisch klug und brachte seinen Gegner immer wieder in brenzlige Situationen. Je länger das Duell dauerte, desto sicherer wirkte Moritz und desto nervöser wurde sein Gegenüber, bis dieser kurz vor Ende der Kampfzeit eine verbotene Aktion beging, die zu seiner Disqualifikation führte. Somit wurde Moritz Sachsenmeister in der Gewichtsklasse bis 55 kg.

Gleichzeitig gab er aber den beiden Lichtenberger Mädchen eine mächtige Vorgabe auf den Weg. Anna Theresia Gräfe und Marie Klotsche gingen beide in der Klasse bis 63 kg an den Start. Für Anna Theresia begann das Turnier mit einer knappen Niederlage. Mit großem Kampfgeist wahrte sie sich aber in der Hoffnungsrunde ihre Chance, vielleicht doch um Bronze kämpfen zu können. Gräfe erreichte das kleine Finale um Platz drei und zeigte, dass die Niederlage zum Anfang ein Ausrutscher war. Schon nach knapp einer Minute konnte Anna Theresia ihre Kontrahentin mit einem Fußwurf auf den Rücken befördern und sich die Bronzemedaille sichern.

Marie Klotsche zeigte von Anfang an, dass sie nicht vorhatte, Moritz Lindner die Ehre des einzigen Landesmeistertitels für Lichtenberg zu überlassen. Überlegen und gewohnt ruhig gestaltete sie ihre Vorrundenkämpfe und zog verdient in das Finale ihrer Gewichtsklasse ein. Dort stand sie einer körperlich weit überlegenen Gegnerin gegenüber. Doch Marie und ihr Trainer hatten sich einen taktischen Weg überlegt, der diese Überlegenheit ausschalten sollte. Marie setzte den Plan perfekt um und konnte nach zwei Minuten einen Wurf erfolgreich ansetzen, der zu einem vollen Punkt führte und damit den Kampf vorzeitig beendete. Nach Silber im letzten Jahr war Marie damit Landesmeisterin 2018.

Für die Medaillengewinner gibt es nun keine Pause. Alle drei Lichtenberger konnten sich für die Mitteldeutschen Meisterschaften qualifizieren und vertreten den TSV 1886 am 9. Juni im thüringischen Schmölln. Auch drei Sportler vom PSV Kamenz konnten in Riesa Medaillen holen. Saskia Hummitzsch (-44 kg) gewann Silber, Luca Weiß (-40 kg) und Batukhan Yusupov (-55 kg) erkämpften sich Bronze. Ida Sladek vom JSV Rammenau holte sich den Meistertitel in der Klasse bis 36 kg, während ihre Vereinskollegen Aaron Tänzer und Paul Eisold (beide -43 kg) Silber und Bronze gewannen. Vizemeisterin wurde Anna Hickmann von der SG Weixdorf in der Klasse bis 52 kg. Auch diese Medaillengewinner haben sich für die Mitteldeutschen Meisterschaften qualifiziert. (um/ck)