• Einstellungen
Sonntag, 13.05.2018

Zwei Bischofswerdaer vorn dabei

Beim dritten Saisonrennen in der Supersport-300-Klasse wird Luca Grünwald Vierter. Jan-Ole Jähnig fährt auf Platz sechs.

Von Christian Kluge

Das rasante Duo vom Freudenberg Racing Team Bischofswerda auf der Rennstrecke im italienischen Imola. Jan-Ole Jähnig (vorn) belegte am Sonntag Rang sechs, während Teamkollege Luca Grünwald (hinten) Vierter wurde.
Das rasante Duo vom Freudenberg Racing Team Bischofswerda auf der Rennstrecke im italienischen Imola. Jan-Ole Jähnig (vorn) belegte am Sonntag Rang sechs, während Teamkollege Luca Grünwald (hinten) Vierter wurde.

© Mara Paulicek

Motorrad-Weltmeisterschaft. Carsten Freudenberg, der Teamchef des gleichnamigen Rennteams aus Bischofswerda, konnte sich auch im italienischen Imola erneut über Klasseleistungen seiner Piloten freuen. „Wir fahren das erste Jahr eine komplette WM-Saison und sind so weit vorn dabei“, sagte Freudenberg am Sonntag nach dem Zieleinlauf in Imola. „Luca Grünwald hätte auch nach der Gesamtführung greifen können, aber wir wollten einen Sturz kurz vor Schluss vermeiden und in die Punkte kommen.“ Denn Stürze gab es massig, obwohl in Imola perfektes Rennwetter mit viel Sonne herrschte. So erwischte es auch den bisherigen WM-Spitzenreiter Scott Deroue aus den Niederlanden eine Runde vor Schluss.

Damit steht nach drei von acht Rennen eine Frau auf Platz eins der Gesamtwertung: Ana Carrasco, die schnelle Kawasaki-Pilotion aus Spanien, führt mit drei Punkten vor Freudenberg-Fahrer Luca Grünwald, der in Italien Vierter wurde knapp vor seinem Teamkollegen Jan-Ole Jähnig auf Rang sechs. „Ana hat schon Erfahrungen in der MotoGP gemacht, ist sehr leicht und hat ein etwas leistungsstärkeres Motorrad als wir“, erklärte Carsten Freudenberg, dessen Piloten auf KTM-Rennern mit 379 ccm Hubraum unterwegs sind.

Die Kawasaki Ninja der Spanierin hat dagegen 400 ccm. Beachtlich, was Carrasco damit in Imola zeigte – denn im Ziel hatte sie fast 14 Sekunden Vorsprung auf ihren Landsmann Borja Sanchez auf Platz zwei. Dabei profitierte sie aber auch vom hinter ihr stattfindenden Sturzfestival, bei dem sich die Konkurrenz selbst das Leben schwer machte. Nur 26 Piloten erreichten das Ziel, zwölf schieden vorzeitig aus – darunter leider auch Maximilian Kappler, Freudenberg-Pilot Nummer drei.

„Ihm ist schon in der dritten Runde ein anderer Fahrer von hinten ins Motorrad gefahren. Da hatte er sich schon bis auf Platz zwölf verbessert“, berichtete der Bischofswerdaer Teamchef vom Pech seines 20-jährigen Piloten, der zuvor in Spanien und im niederländischen Assen schon zwei Mal in die Punkteränge gefahren war.

Am Dienstag nach Pfingsten reist der Bischofswerdaer WM-Tross schon zum nächsten Rennen. Das findet am 27.  Mai im englischen Donington Park statt, bevor es am 10. Juni in Brünn um Punkte geht. Vielleicht kann Luca Grünwald dann in Tschechien als Spitzenreiter an den Start gehen – denn drei Punkte Rückstand auf Ana Carrasco sind wirklich nicht viel!