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Donnerstag, 07.09.2017

Zwangspausen bei Dynamo

Trainer Uwe Neuhaus muss bei der SG Dynamo Dresden aktuell auf einige Spieler verzichten - und Erich Berko auf seinen Führerschein.

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Erich Berko zu Besuch in der VW-Manufaktur. Autos darf er derzeit aber nicht fahren.
Erich Berko zu Besuch in der VW-Manufaktur. Autos darf er derzeit aber nicht fahren.

© robert michael

Dresden. Etwas übersichtlich ist derzeit das Training bei Dynamo Dresden. Lediglich 17 Feldspieler erschienen am Mittwoch zur Einheit im Großen Garten. Entschuldigt gefehlt hat das neue Sturmduo Eero Markkanen und Peniel Mlapa, die beiden waren in den vergangenen Tagen mit den Nationalteams von Finnland und Togo unterwegs.

Last-Minute-Neuzugang Mlapa spielte bei den Testpartien gegen Niger und Malawi jeweils in der zweiten Halbzeit. Am Donnerstag wird der 26-Jährige seine erste Trainingseinheit bei Dynamo bestreiten. Womöglich steht er beim Heimspiel am Freitag gegen Zweitliga-Schlusslicht Greuther Fürth bereits im Kader.

Bei Sören Gonther ist das wohl ausgeschlossen. Der Innenverteidiger hatte sich vor drei Wochen gegen Sandhausen eine Außenbanddehnung im Knie zugezogen. „Wir hatten erst gedacht, dass es nicht ganz so schlimm ist“, erklärte Trainer Uwe Neuhaus kürzlich, doch nun scheint sich die Reha länger hinzuziehen als erwartet.

Neben dem langzeitverletzten Pascal Testroet (Kreuzbandriss) fehlen derzeit auch Manuel Konrad (Rückenschmerzen) und Erich Berko. Der feierte am Mittwoch seinen 23. Geburtstag und laboriert an einer Schulterprellung. Das ist aber nicht sein einziges Problem.

Ende April war Berko bei einer Kontrolle mit überhöhten Blutalkoholwerten erwischt worden. Bereits Ende Juni erhielt er vom Amtsgericht Dresden einen Strafbefehl wegen Trunkenheit im Verkehr. Demnach muss er für sieben Monate seinen Führerschein abgeben, und er erhielt eine Geldstrafe. Laut Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, muss er 35 Tagessätze zahlen. Wie hoch die sind, wurde nicht mitgeteilt, da man sonst Rückschlüsse auf das Gehalt des Dynamo-Profis ziehen könnte. Der Tagessatz beträgt drei Prozent des monatlichen Nettoeinkommens. Aus der Höhe der Strafe lässt sich jedoch ablesen, wieviel Alkohol Berko im Blut hatte. Es dürften nicht viel mehr als 1,1 Promille gewesen sein.

Dynamo hatte kurz nach Bekanntwerden der Polizeikontrolle mitgeteilt, dass sich der Vorfall „im Privatleben“ des Spielers ereignet habe. „Unsere Spieler sind junge Menschen, aber als Profi haben sie eine Vorbildfunktion und müssen auch außerhalb des Spielfeldes dieser besonderen Rolle gerecht werden“, erklärte Sportdirektor Ralf Minge damals. Berko hat das Urteil akzeptiert, es ist rechtskräftig. Ende Januar darf er sich wieder hinters Steuer setzen. Fit ist er sehr viel eher. (SZ/dk/lex/cdh)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 10 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. S. Thiele

    Man sollte ihm sagen, beim fahren mit der Straßenbahn das Ticket nicht vergessen zu entwerten, er ist ja kein gebürtiger Dresdner... ;-)

  2. @S.Thiele (1)

    Wieso? Er kommt doch nicht aus Hamburg.

  3. Mal ne Anmerkung

    Wurde auch so ausführlich über die "Alkoholfahrt" des Herrn CDU Landtagsabgeordneten und stellv. Innenminister Herrn Hartmann berichtet? Wie wurde DER eigentlich abgestraft? Oder ist das etwas anderes als ein Fußballprofi? @1 S.Thiele .Richtig ,und da einige "Kontrolleure" auch teils "eigenartige Klamotten" anhaben , besondere Vorsicht weil dunkle Hautfarbe!Könnte als Flüchtling "eingestuft" werden , denn den Erich erkennt nun bestimmt nicht jeder Kontrolleur als Fußballprofi unserer SGD!

  4. Alex

    Also, ich würde jemandem, der eine Vorbildfunktion zu erfüllen hat und dann besoffen Auto fährt, den Führerschein lebenslänglich abnehmen. Er hat mit seiner Geisterfahrt andere Menschen in Lebensgefahr gebracht. Das ist unentschuldbar!

  5. @Alex

    Wenn, dann müssen Sie jedem, der alkoholisiert Auto fährt, den Führerschein lebenslang abnehmen. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Oder wieso soll jemand härter als andere bestraft werden, nur weil Sie in der Person ein Vorbild sehen? Ansonsten sind 7 Monate Fahrverbot auch eine spürbare Zeit. Vielleicht hilft es ja

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