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Freitag, 10.02.2017

Zuschauer können mittanzen

In wenigen Tagen startet in der Lößnitzhalle ein indianisches Tanzfest. Zu Ehren von Karl May.

In selbst angefertigten Powwow-Outfits: Die Hobbyindianerinnen (v.l.) Elke Hepach, Eva Halang, Erika Eckert und Schakira Ostara werben vor der Villa Bärenfett im Karl-May-Museum in Radebeul für das Tanzfest zu Ehren des 175. Geburtstages von Karl May.
In selbst angefertigten Powwow-Outfits: Die Hobbyindianerinnen (v.l.) Elke Hepach, Eva Halang, Erika Eckert und Schakira Ostara werben vor der Villa Bärenfett im Karl-May-Museum in Radebeul für das Tanzfest zu Ehren des 175. Geburtstages von Karl May.

© Norbert Millauer

Radebeul. Das Ostdeutsche Winterpowwow wurde als Szenetreff und Tanzveranstaltung von Indianerfreunden aus Deutschland ins Leben gerufen und lockt jedes Jahr Ende Februar zahlreiche Besucher aus ganz Europa an. Darüber informiert Anne Barnitzke vom Karl-May-Museum. Denn das diesjährige Tanzfest, das 28. Winterpowwow, findet in Radebeul statt. Vorbild sind die Tanzwettbewerbe der indigenen Menschen Nordamerikas, die dazu beitragen, ihre Kultur und Traditionen zu bewahren.

Ausrichter in Radebeul sind die Freunde der Crow-Agency e.V. aus Grimma und Westernbedarf Halang aus Freiberg. Wie die Veranstalter auf ihrer Internetseite erklären, geht das Wort „Powwow“ vermutlich zurück auf „powáw“, einen Begriff aus der östlichen Algonkin-Sprache der Narrangansett, einem Indianerstamm aus der Region des östlichen Waldlandes. Er beziehe sich ursprünglich auf eine Heilungszeremonie beziehungsweise auf den Medizinmann, der sie durchführt, heißt es weiter. „Powwow“ bezeichne heute ein eher säkulares Fest, bei dem es neben Gesang und Tanz auch Rodeos, Hand Games, Give Aways – Verschenkfeste – und Ehrungszeremonien geben kann.

Das 28. Winterpowwow wird zu Ehren des 175. Geburtstages von Karl May veranstaltet: am Sonnabend, dem 18. Februar, in der Lößnitzhalle auf der Steinbachstraße 13 in Radebeul, in der Zeit von 14 bis etwa 21 Uhr.

Die Gäste erleben verschiedene Wettbewerbe in insgesamt 18 Kategorien mit Tänzern aller Altersgruppen. Die Zuschauer können auch selbst mitmachen. Bei den Tänzen für alle, den sogenannten „Intertribals“. Dafür sollten sie unbedingt Turnschuhe mitbringen.

Begleitet werden die Tänzer zum Fest von Trommelgruppen, die moderne indigene Powwow-Lieder singen. An mehreren Informations- und Verkaufsständen können die Besucher sich rund um indianische Themen informieren und Souvenirs erwerben. (SZ)

28. Winterpowwow, 18. Februar, Lößnitzhalle, Steinbachstraße 13, Radebeul, 14 bis etwa 21 Uhr. Grand Entry 14 Uhr, Einlass ab 11 Uhr. Mehr Informationen gibt es unter www.dargestellte-geschichte.de oder direkt bei Familie Halang telefonisch unter 03731 213580 oder info@halang.de.

Tickets: Erwachsene: 8 Euro; Kinder/Jugendliche (8 bis 18 Jahre) 5 Euro, Vorverkauf direkt bei Familie Halang oder im Karl-May-Museum Radebeul