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Mittwoch, 03.01.2018

Zittau mit höchster Feinstaubbelastung

Nirgendwo in Sachsen ist der Grenzwert so häufig überschritten worden. Warum, ist nicht restlos geklärt. Die Behörden haben aber einen Verdacht.

Symbolbild
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© dpa

Nirgendwo in Sachsen ist der Grenzwert für Feinstaub 2017 so häufig überschritten worden wie in Zittau. An 26 Tagen registrierte das Bundesumweltamt eigenen Angaben zufolge an der Messstation in Zittau-Ost 50 oder mehr Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Mit 22 und 21 Tagen folgen Leipzig und Görlitz. Im deutschlandweiten Vergleich kommt Zittau auf Platz 7 und liegt auf Augenhöhe mit dem Stachus in München. Die höchste Belastung wurde mit 45 Tagen in der Stuttgarter Innenstadt gemessen.

Woher die hohe Belastung in Zittau stammt, ist in den zurückliegenden Jahren untersucht, aber nicht restlos geklärt worden. Die Behörden gehen davon aus, dass der Feinstaub mit dem Wind aus Osteuropa, aber nicht unbedingt aus der Grube Turów herangeweht wird.

Ab 35 Tagen im Jahr mit einer Überschreitung des Grenzwertes sollen die Behörden Gegenmaßnahmen ergreifen. Dieser Wert ist in Zittau nur 2010 überschritten worden. (SZ/tm)

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