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Donnerstag, 14.09.2017

Zittau macht Ernst mit Kulturhauptstadt

Der Stadtrat soll entscheiden, ob die Bewerbung auf den Weg gebracht wird.

Von Thomas Mielke

Der Stadtrat soll entscheiden, ob die Bewerbung auf den Weg gebracht wird.
Der Stadtrat soll entscheiden, ob die Bewerbung auf den Weg gebracht wird.

© Matthias Weber

Aus der Idee könnte Realität werden: Ab heute beraten die Ausschüsse des Stadtrates nichtöffentlich, ob sich Zittau tatsächlich in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den umliegenden Gemeinden dies- und jenseits der Grenze um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ bewerben sollte. Das letzte Wort hat der Stadtrat. „Dieses nächstmögliche Jahr für deutsche Titelaspiranten erscheint besonders aussichtsreich für unsere Stadt und Region“, so Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) auf Anfrage. „Die von Landrat Bernd Lange vorgeschlagene konzeptionelle Idee entspricht sehr deutlich Zielen und Potenzialen, die wir gemeinsam verfolgen und entwickeln wollen.“ In Görlitz seien heute positive Folgen des damaligen Bewerbungsverfahrens klar erkennbar. Oberbürgermeister und Landrat werben dafür, trotz begründeter Skepsis die Chancen einer Zittauer Bewerbung abzuwägen.

Die Kulturhauptstadt Europas ist ein Titel, der jährlich von der Europäischen Union an mindestens zwei Städte vergeben wird. Deutschland darf 2025 wieder eine stellen. Nach Medienberichten haben bisher Chemnitz, Dresden, Halle, Hannover, Hildesheim, Kassel, Koblenz, Magdeburg und Nürnberg Interesse gezeigt. Bisher hatten Berlin, Weimar und Essen den Titel inne. Essen setzte sich gegen Görlitz durch. Ministerpräsident Tillich (CDU) hat Zittaus OB ermutigt, die Idee zu verfolgen, als dieser sie zur Eröffnung der Epitaphienschau am 30. Juli erstmals öffentlich äußerte.

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