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Donnerstag, 12.10.2017

Zeitplan für den Umzug

Ein Umzug kann aus den unterschiedlichsten Gründen erfolgen - für Teenager geht es in die ferne Stadt, in der Ausbildung oder Studium realisiert werden sollen, später im Leben ziehen Paare in eine gemeinsame Wohnung, mit Kindern wird eine größere Wohnung nötig oder es wird ein Haus gebaut. Zudem können im Laufe des gesamten Lebens, auch im Alter, viele Gründe und Ereignisse dafür sorgen, dass jemand den Wohnort wechselt. In diesem Ratgeber geben wir Ihnen ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg, die vor Stress schützen und den Umzug leichter machen.

Bildautor: Stefan Schweihofer
Bildautor: Stefan Schweihofer

4 Monate vor dem Umzug: Planen und Organisieren

Etwa vier Monate vor dem Umzug sollten Sie mit ersten Planungen beginnen - vor allem, weil in vielen Mietverträgen eine Kündigungsfrist von drei Monaten festgeschrieben ist. Auch Versorgerverträge, der Telefonanschluss, Internet und Abonnements müssen nun bedacht werden. Um sich einen guten Preis zu sichern, sollten Sie auch jetzt schon einen Transporter anfragen oder Umzugsunternehmen beauftragen. Vergleichen Sie dabei Preise - lohnt es sich eher, einen Transporter in Dresden zu mieten, ein Umzugsunternehmen aus Leipzig zu beauftragen oder beim Wohnortwechsel nach Bayern z.B. gleich eine Umzugsfirma aus München zu wählen? Ist das geklärt, sollten Sie auch schon den Sonderurlaub planen und anfangen, für die neue Kaution zu sparen.

3 Monate vor dem Umzug: Alte Sachen, neue Sachen

Sollten Sie es nicht schon vorher getan haben, so ist jetzt die Zeit gekommen, verschiedene Verträge zu kündigen oder zu ändern. Vor allem Abonnements Ihrer Tageszeitung und Magazine sollten Sie zum richtigen Zeitpunkt umbestellen. Auch sollten Sie sich über Strom-, Gas-, Wärme- und weitere Anbieter informieren. Zudem können Sie bereits Ausschau nach Sonderangeboten für den neuen Telefon- und Internetanschluss halten. Alles erledigt? Dann machen Sie lieber noch eine Checkliste, vor allem mit Sachen, die Sie mitnehmen, verschenken, verkaufen oder wegwerfen wollen. Denn gerade wenn die alte Wohnung länger bewohnt wurde, hat sich vieles angesammelt, das man eigentlich nicht braucht, aber an dem man irgendwie trotzdem hängt.

2 Monate vor dem Umzug: Umzugsplan, Helfer und Fachleute

In acht Wochen wollen Sie in die neue Wohnung oder das neue Haus ziehen. Deshalb ist es nun höchste Zeit, Helfer zu verpflichten bzw. einen definitiven Plan mit dem Umzugsunternehmen auszumachen. Zudem sollten Sie Fachleute, die auch viel um die Ohren haben und Termine vorplanen müssen, anfragen: Maler, Elektriker, Installateure, Bodenleger - je nachdem, was in der alten und neuen Wohnung zu bewerkstelligen ist. Überdies sollten Sie genau wissen, welche Möbel Sie mitnehmen, welche Sie neukaufen müssen, was Sie zurücklassen und was mitnehmen. Übrigens: Ziehen Sie weiter weg und sind noch in einem lokalen Verein engagiert, denken Sie auch hier an die Kündigung bzw. den Austritt.

1,5 Monate vor dem Umzug: Finanzen und Planfestigung

Wie weiter oben schon beschrieben, sind finanzielle Angelegenheiten bei einem Wohnungswechsel immer mit zu beachten. Bleiben Sie beispielsweise bei dem gleichen Arbeitgeber, dann ist im Arbeitsvertrag die neue Adresse einzutragen. Auch wenn Sie den Telefonanbieter / den Mobilfunkvertrag behalten, muss der Vertrag natürlich geändert werden. Überdies sind Einzugsermächtigungen zu ändern oder zu erstellen - für die alte Miete, die neue Miete, etc. Beziehen Sie Zahlungen oder haben Sie regelmäßige Abgaben, sind ebenfalls entsprechend die Vertragsdaten zu ändern. Bestätigen Sie zudem eineinhalb Monate vor dem Umzug die Termine mit Freunden, Umzugsfirmen, Handwerkern und so weiter.

5 bis 4 Wochen vor dem Umzug: Ausräumen, Verkaufen, Einlagern

Gehört zu Ihrer aktuellen Wohnung ein Kellerabteil oder eines auf dem Dachboden? Dann sollten Sie nun spätestens damit anfangen, diese Räumlichkeiten auszumisten. Wenn Sie schon einmal dabei sind, nehmen Sie sich auch gleich Schränke, Stauflächen und Oberflächen der Wohnung vor. Was soll auf den Sperrmüll, was soll auf dem nächsten Flohmarkt oder bei eBay landen und was können Sie an Freunde verschenken? Gibt es vielleicht größere Dinge, die Sie weder mitnehmen noch veräußern wollen? Dann organisieren Sie eine Lagerfläche oder fragen Sie Freunde nach einer Möglichkeit, die Dinge unterzustellen.

1 Monat vor dem Umzug: Post und Packmaterial

Sie kennen bereits Ihre neue Adresse und wissen, dass Sie in einem Monat dauerhaft dort anzutreffen sind - besorgen Sie also bei der Post einen entsprechenden Nachsendeantrag, damit alle Sendungen richtig ankommen. Kaufen oder leihen Sie sich nun auch Ihre Kartons, notwendiges Verpackungsmaterial und, wenn nötig, Transporthilfsmittel. Klären Sie zudem mit dem aktuellen Vermieter die Nebenkostenabrechnung, sodass Sie dafür vorplanen können und sie bald erledigt ist.

3 Wochen vor dem Umzug: Letzte Formalitäten

Zirka drei Wochen vor dem Umzug sollten Sie spätestens, wenn nötig, den Parkplatz für den Umzugstransporter bestellen. Auch ist mit dem Vermieter und / oder dem Nachmieter der Termin für die Wohnungsübergabe sowie die Abstandszahlungen zu klären - am besten schriftlich. Suchen Sie Ihre Kopie des Übergabeprotokolls heraus, um eventuelle Streitigkeiten bei der Übergabe zu vermeiden. Kümmern Sie sich außerdem um die Ablesungen der Zählerstände bzw. um entsprechende Termine.

2 bis 1 Wochen vor dem Umzug: Hier und dort

Es mag erst einmal komisch klingen, aber fangen Sie nun an, Ihre Vorräte zu verbrauchen. Denn Sie wollen sicher nicht neben allen Möbeln, Sachen und Geräten auch noch eine Kiste mit Nahrungsmitteln umziehen lassen. Gehen Sie zudem die Checkliste durch - ist der Parkplatz für den Umzugswagen bestellt, ist der Nachsendeantrag abgeschickt, haben Sie am neuen Wohnort bereits eine gute Orientierung und Adressen wichtiger Einrichtungen herausgesucht? Außerdem nun wichtig: Haben Sie das nötige Werkzeug für den Einzug in die neue Wohnung oder müssen Sie noch etwas kaufen bzw. leihen?

Umziehen und Einrichten: Daran ist zu denken

Während des Umzugs ist an vieles zu denken. Können Sie im Stress nicht für Essen, Trinken und Snacks für die Umzugshelfer sorgen, dann verpflichten Sie einen der Helfer für diese Aufgabe. Ist alles ideal geplant, so sollte der Wohnungswechsel nun gut laufen. Anschließend sollten Sie Ihre Dokumente wie Personalausweis, Führerschein, etc. aktualisieren lassen. Melden Sie sich zudem im Rathaus oder Bürgerbüro an oder um. Bauen Sie Möbel auf, schrauben Sie Regale an und so weiter. Wenn Sie fertig sind, geben Sie geliehene Materialien und das Werkzeug zurück. Denken Sie nun auch an die kommende Steuererklärung - einige Rechnungen des Umzugs können Sie vielleicht absetzen.

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