• Einstellungen
Donnerstag, 20.04.2017

Wolfsbüro sieht keinen Abschuss-Grund

Auch nach dem letzten Wolfsriss in Obergurig setzt das Land zuerst auf Herdenschutz. Der Landrat bleibt bei seiner Forderung.

Das Wolfsbüro sieht keinen Grund für den Abschuss des Tieres.
Das Wolfsbüro sieht keinen Grund für den Abschuss des Tieres.

© dpa

Bautzen/Rietschen. Von einem Wolf geht keine potenzielle Gefahr für den Menschen aus. Das erklärt Vanessa Ludwig vom Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“. Sie reagiert damit auf die Forderung des Bautzener Landrats Michael Harig (CDU), Wölfe bei Bedarf auch abschießen zu können. Anlass dafür war der jüngste Wolfsangriff auf Schafe im Oberguriger Ortsteil Döbschütz, die in unmittelbarer Siedlungsnähe standen. Dass Wölfe bei der Nahrungssuche zuweilen auch durch Siedlungen laufe, gehöre zum normalen Verhalten, so Ludwig.

Die Wolfsmanager sehen deshalb keinen Grund für einen Abschuss gegeben. Auch deshalb nicht, weil die getöteten Schafe in ihrer Koppel nur ungenügend geschützt standen. Sie setzten weiterhin auf einen ausreichenden Herdenschutz. Tierhalter könnten sich dazu jederzeit kostenlos beraten lassen. Landrat Michael Harig bleibt indes bei seiner Forderung, den strengen Artenschutz zu lockern. (SZ/ju)