• Einstellungen
Freitag, 29.12.2017

Wo bleibt der Abfallkalender?

Das neue Jahr naht. Doch einige Heidenauer wissen noch nicht, wann der Müll abgeholt wird. Der Verband ist wenig hilfreich.

Von Heike Sabel

Bild 1 von 2

© Symbolbild/dpa

© John-Frisch, Gundula

Heidenau. Weihnachten ist vorbei, der Müll türmt sich. Umsichtige Hausmeister kümmern sich da rechtzeitig. Das wollte auch Herr Wilmes. Dafür brauchen er und die Bewohner Abfallkalender. Und damit begann der Ärger. Die gesamte Haeckelstraße in Heidenau scheint vergessen worden zu sein. Auch von der Ernst-Thälmann-Straße gab es Fehlmeldungen.

Schon am Donnerstag vor Weihnachten hat Herr Wilmes deshalb beim Abfallzweckverband Oberelbe angerufen. Dort sei ihm gesagt worden, die betroffenen Mieter hätten sich einzeln zu melden. Da es sich aber um viele Ältere handelt, die wohl nicht wüssten, wo sie anrufen sollen, wollte der Hausmeister ihnen helfen. Damit kam er aber nicht weiter. Nun nahen Silvester und das neue Jahr, und der Hausmeister und die Betroffenen sind ratlos.

Bereits im November wurden die Termine für die Verteilung der Kalender bekannt gegeben, unter anderem in Zeitungen, Amtsblättern und im Internet, sagt Peter Müller vom Abfallzweckverband. Die Verteilung erfolgte dann vom 9. bis 14. Dezember durch ein beauftragtes Unternehmen. Wer keinen Abfallkalender erhalten hat, konnte sich ab dem 15. Dezember in der Geschäftsstelle des Verbandes melden und damit noch einen Kalender ordern.

Alle eingehenden Meldungen über fehlende Kalender werden tabellarisch erfasst. So hat zum Beispiel ein Bewohner der Ernst-Thälmann-Straße 12 am 21. Dezember das Fehlen gemeldet. Das mit der Verteilung beauftragte Unternehmen sei verpflichtet, innerhalb von drei Arbeitstagen nachzuliefern. Im Revier von Hausmeister Wilmes sind die Kalender bis zum 28. Dezember noch nicht angekommen.

Dass es nicht gleich klappte, hat aus Sicht des Abfallzweckverbandes verschiedene Ursachen, die man nicht immer beeinflussen könne. Müller nennt fehlende Namen an Briefkästen, unzugängliche Briefkästen oder gar keine, Probleme mit den Hausnummern. Bei 270 000 Kalendern, die verteilt werden müssen, liege die Fehlerquote bei etwa einem Prozent. Das versteht Wilmes, nur das mit den Briefkästen und Hausnummern nicht. Da achte er schon drauf. Und wenn ein Briefkasten nicht in Ordnung wäre, gut, aber nicht gleich alle in einem Haus. Ihm ist diese Begründung etwas zu einfach, zumal andere Post ja auch ankommt.

Internet ist keine Hilfe



Und auf die Frage nach den ersten Entsorgungsterminen im neuen Jahr verweist der Abfallzweckverband wieder auf das Internet. Damit kommt wohl Wilmes klar, nicht aber die älteren Leute, für die er sich kümmern wollte. Restabfall wird in Heidenau das erste Mal im neuen Jahr am 6. Januar abgeholt, die erste Gelbe-Sack-Runde wird am 11. Januar gefahren, und die Papiertonnen sind am 25. Januar dran. Die Weihnachtsbäume werden übrigens am 22. Januar geholt, auf dem Dorfplatz Gommern, dem Neubauernweg 18, auf der Nordstraße 52/54 und auf der Waldstraße.

Hausmeister Wilmes und seine Bewohner werden die nächsten Tage besonders gespannt in die Briefkästen gucken.

Desktopversion des Artikels