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Montag, 09.10.2017

US-Forscher bekommt Nobelpreis

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht an Richard H. Thaler. Er wurde für seine Beiträge zur Verhaltensökonomik ausgezeichnet.

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US-Ökonom Richard H. Thaler
US-Ökonom Richard H. Thaler

© dpa

Stockholm. Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht an den US-Forscher Richard H. Thaler. Das gab die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm bekannt.

Thaler lehrt derzeit in Chicago. Er wurde für seine Beiträge zur Verhaltensökonomik ausgezeichnet, wie die Jury erläuterte. Dabei geht es etwa um psychologische Faktoren, die hinter wirtschaftlichen Entscheidungen stehen.

Im vergangenen Jahr hatten der US-Amerikaner Oliver Hart und der Finne Bengt Holmström den Nobelpreis für Forschungen zu Vertrags-Konstruktionen erhalten. Ökonomen aus den Vereinigten Staaten dominieren die Auszeichnung seit der ersten Verleihung 1969. Nur ein Deutscher wurde bisher geehrt: der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten im Jahr 1994.

Die mit umgerechnet rund 940 000 Euro (neun Millionen schwedischen Kronen) dotierte Auszeichnung geht nicht auf das Testament des Erfinders Alfred Nobel zurück. Sie gilt daher nicht als klassischer Nobelpreis. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis 1968 nachträglich.

Verliehen wird der Wirtschafts-Preis trotzdem gemeinsam mit den traditionellen Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden am 10. Dezember - dem Todestag des Preisstifters. (dpa)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Wolfgang Barthel

    Gratulation zum Nobelpreis. Endlich hat ein Mann den Preis bekommen, der in seiner Arbeit aufzeigt, wie leicht Menschen zu beeinflussen sind. Der Home öconomicus ist also doch nur eine Einbildung "moderner" Ökonomen. Viel mehr spielen Manipulationen, Bauchgefühle und der Spiel- und Wetttrieb die wesentliche Rolle in der Ökonomie. Allerdings war das eigentlich schon lange bekannt. Ansonsten wären z. B. die Entwicklungen an den Börsen kaum erklärbar.

  2. smoky

    Na, dann hoffen wir mal, das er und manch andere in dieser Richtung munter weiter forschen und Erkenntnisse gewinnen, die dann möglichst viele beherzigen oder wenigstens auch nur ein wenig akzeptieren...

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