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Mittwoch, 15.03.2017

Dresden fliegt ins All

Ein an der TU Dresden entwickelter Satellit ist bereit für eine ISS-Mission. Er wird sechzehnmal pro Tag die Sonne aufgehen sehen und besondere Messungen machen.

Tino Schmiel führt eine letzte Inspektion am Nano-Satellit SOMP2 durch, bevor er an die NASA übergeben wird.
Tino Schmiel führt eine letzte Inspektion am Nano-Satellit SOMP2 durch, bevor er an die NASA übergeben wird.

© Tino Schmiel

Dresden. Ab 22. März heißt es Daumen drücken für einen erfolgreichen Start der amerikanischen ATLAS-V-Rakete von Cape Canaveral in Florida.

Mit an Bord sind dann mehrere Experimente des Institutes für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden. Sie begeben sich gemeinsam mit der Rakete auf ihren Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Von dort aus wird der Nano-Satellit SOMP2 in etwa einem Monat in seine finale Umlaufbahn entlassen. Er wird die Erde so schnell umrunden, dass er sechzehnmal am Tag einen Sonnenaufgang sieht.

Der Satellit soll unter anderem Partikel im Weltraum messen und neue Nanomaterialien testen. Er wurde von Studenten, Doktoranden und Wissenschaftlern der TU Dresden entwickelt. Die beteiligten Wissenschaftler können die ersten Signale kaum erwarten. „Es bleibt sehr spannend - gerade auch für die Studenten, die Tag und Nacht am Bau und Test des Satelliten mitwirkten. Das Risiko ist hoch - immerhin ist es ein Ausbildungsprojekt“, sagt Professor Martin Tajmar, Direktor des Institutes für Luft- und Raumfahrttechnik.

Der Dresdner Satellit wurde von der NASA getestet. Dies sei die härteste Prüfung, die ein Raumfahrtingenieur bestehen müsse, erklärte Tino Schmiel, der an der TU an Kleinsatelliten und sogenannten Spin-off Technologien forscht. „Unsere Studenten haben mit SOMP2 die Freigabe für einen Start zu einem bemannten System - der Raumstation - erhalten. Mehr geht nicht“, so Schmiel. (nf)

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