• Einstellungen
Dienstag, 09.01.2018

2018 wird Rekordjahr für die Ariane

Der europäische Raketenbetreiber Arianespace will in diesem Jahr so viele Trägerraketen ins All schicken wie noch nie.

Eine Trägerrakete vom Typ Ariane 5 startet am 17. November 2016 in Kourou in Französisch-Guyana.
Eine Trägerrakete vom Typ Ariane 5 startet am 17. November 2016 in Kourou in Französisch-Guyana.

© Martin Arianespace CnesCsg/ARIANESPACE/dpa

Paris. Es seien bis zu 14 Starts geplant, sagte Unternehmenschef Stéphane Israël am Dienstag in Paris. Das wäre ein neuer Rekord - bislang liegt die Bestmarke von Arianespace bei 12 Starts in einem Jahr. Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen mit 11 Raketen der Modelle Ariane 5, Vega und Sojus insgesamt 20 Satelliten in den Orbit.

Allerdings zog das amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX bei der Zahl der Starts im vergangenen Jahr an Arianespace vorbei. Die Firma von Tesla-Chef Elon Musk schickte 18 Raketen ins All. SpaceX und andere neue Anbieter haben den Wettbewerb auf dem Markt für den Transport ins All in den vergangenen Jahren erhöht. Europa entwickelt deshalb das Nachfolgermodell Ariane 6, das Fracht billiger befördern soll. Die zum Großteil staatlich finanzierte Weiterentwicklung soll 2020 erstmals abheben.

Arianespace machte 2017 einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, Ergebniszahlen liegen laut Israël noch nicht vor. Der Auftragsbestand hatte Anfang dieses Jahres einen Wert von rund 5 Milliarden Euro - etwas weniger als ein Jahr zuvor (5,2 Milliarden Euro).

Für die Zeit bis zur völligen Umstellung auf die neue Trägerrakete kündigten Arianespace und Mutterkonzern ArianeGroup am Dienstag die Herstellung von zehn weiteren Ariane-5-Raketen an, die in den Jahren 2020 bis 2022 eingesetzt werden sollen. Der Auftrag habe einen Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Euro für die europäische Raumfahrtindustrie. Arianespace startet seine Raketen vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Der Raketenbauer ArianeGroup ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Luftfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerkherstellers Safran. (dpa)

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.