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Dienstag, 17.04.2018

Winterdienst wurde selten gebraucht

Die Stadt Freital zieht nach dem Winter Bilanz – und könnte dank milder Temperaturen nun jede Menge Geld übrig haben.

Von Tobias Winzer

Dieser Anblick war selten – im vergangenen Winter hat es relativ wenig geschneit, demzufolge der Winterdienst auch seltener als in den Vorjahren ausrücken musste.
Dieser Anblick war selten – im vergangenen Winter hat es relativ wenig geschneit, demzufolge der Winterdienst auch seltener als in den Vorjahren ausrücken musste.

© F. Baldauf

Freital. Erst sah es so aus, als würde der Winter gar nicht kommen, doch dann wollte er plötzlich gar nicht mehr gehen. Trotz der ungewöhnlich niedrigen Temperaturen im März war der vergangene Winter aber ein ziemlich milder. Das schlägt sich in den Zahlen des Winterdienstes nieder, welche die Stadt Freital nun veröffentlicht hat. Die Bilanz der Wintersaison 2017/18 falle deutlich moderater aus als die des Vorjahres, sagte Rathaussprecher Matthias Weigel. So seien rund 190 Tonnen Salz verbraucht worden, das entspreche eher einer kleinen Menge. 2016/2017 lag der Verbrauch noch bei etwa 335 Tonnen. Zwischen November 2017 und März 2018 musste bei insgesamt 32 Einsätzen flächendeckend und bei 65 Einsätzen stellenweise gestreut werden.

„Der Winterdienst wurde entsprechend der Wetterlage durchgeführt, das heißt vor allem bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und somit überfrierender Nässe oder Reifglätte“, so Weigel. An lediglich sieben Tagen kamen die Schneepflüge zum Einsatz. Es wurden zusätzlich zwei Nachteinsätze, ein Samstagseinsatz und ein Sonntagseinsatz, durchgeführt. Mit dem Einzug des Frühlings wird die Technik nun von den Fahrzeugen abgerüstet.

„Der Winterdienst wird gern in der Öffentlichkeit kritisiert. Aber für den Einsatz früh wie spät, bei Wind und Wetter, ist ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung angebracht. Ich denke, der Winterdienst hat insgesamt betrachtet sehr gut funktioniert in unserer Stadt“, so Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

Die wenigen Einsätze schlagen sich auch in den Kosten nieder. Allein für den Winterdienst vor städtischen Gebäuden und an Bushaltestellen mussten in der Saison 2016/2017 484 000 Euro ausgegeben werden. In dieser Saison waren es hingegen nur 132 000 Euro. Wie viel Geld insgesamt gespart wurde, kann die Stadt aber nicht sagen. Der Winterdienst sei nur ein Posten im Budget des Bauhofs. Da der Betrag immer aufs Jahr gerechnet sei, müsse man erst das Jahresende abwarten. Durch einen heftigen Wintereinbruch Ende 2018 könnte das jetzt gesparte Geld schnell aufgebraucht sein. Sollte doch Geld übrig bleiben, wandert es in den allgemeinen Haushalt und kann für andere Vorhaben verwendet werden.

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