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Donnerstag, 20.04.2017

Wieder fit für Fürth

Es geht um nichts mehr für Dynamo? Von wegen, meint Trainer Uwe Neuhaus. Schon die Partie in Fürth am Freitagabend hat mitentscheidende Bedeutung.

Von Tino Meyer

Am Freitag heißt es wieder „kämpfen und siegen“ für Dynamo Dresden.
Am Freitag heißt es wieder „kämpfen und siegen“ für Dynamo Dresden.

© Robert Michael

Fünf Spieltage vor dem Saisonende geht es für Dynamo Dresden - eigentlich um nichts mehr. Der Traum vom Aufstieg ist allerspätestens seit dem 1:1 am vergangenen Sonntag gegen Düsseldorf ausgeträumt und selbst der fünfte Platz zumindest scheinbar nahezu zementiert. Also kommt vor der Partie am Freitagabend bei der SpVgg Greuther Fürth eine Frucht ins Spiel, die es so gar nicht gibt. Und die Trainer Uwe Neuhaus auch gar nicht akzeptiert. Von der goldenen Ananas will er jedenfalls rein gar nichts wissen. „Nein“, sagt er entschieden und erklärt, um was es ihm und seiner Mannschaft noch geht. „Dass wir unser Saisonziel, das wir uns gesetzt haben - nämlich Platz fünf zu verteidigen -, auch erreichen.“

Dem Gastspiel bei den Franken kommt dafür schon mitentscheidende Bedeutung zu. Die Fürther sind Tabellensechster - mit sechs Punkten Rückstand auf Dynamo. Neuhaus‘ Ansage ist entsprechend unmissverständlich: „Wir wollen den Abstand mindestens gleich halten, wenn nicht gar erhöhen.“

Die Nachwirkungen von der Last-Minute-Niederlage in Braunschweig verbunden mit der kraft-, saft- und ideenlosen Vorstellung beim Unentschieden gegen Düsseldorf sind inzwischen überwunden. Und auch vom Magen-Darm-Virus, der die halbe Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes flachlegte, hat sich Dynamo erholt. Die Frage nach der Motivation stellt sich für Neuhaus ohnehin nicht. „Das sind Profisportler, das ist ihre Motivation“, sagt er - wohl wissend, dass es sich dabei immer auch um Menschen handelt, wie Neuhaus anmerkt. „Auch die Spieler unterliegen äußeren Einflüssen, ob das private Sorgen sind oder andere Dinge. Doch es gibt keinen Grund, am Charakter der Mannschaft zu zweifeln. Und das wollen wir in den noch verbleibenden fünf Spielen zeigen“, sagt der Cheftrainer.

Personell ist die Lage weitgehend unverändert. Bis auf Kapitän Marco Hartmann, der an den Folgen eines Bauchmuskelfaserrisses laboriert, sowie dem ebenfalls wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel fehlenden Angreifers Pascal Testroet stehen dem Trainer alle Spieler zu Verfügung. Er hat also die Qual der Wahl, betont aber, auch weiterhin die besten elf einzusetzen und nicht etwa zu experimentieren. Das verbiete die sportliche Fairness. Und eine goldene Ananas gibt´s schließlich auch nicht dafür.

Dynamos mögliche Aufstellung: Schwäbe - Kreuzer, Modica, Ballas, Heise - Konrad - Gogia, Lambertz, Aosman, Stefaniak - Kutschke.

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