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Freitag, 12.01.2018

Wichtige Entscheidungen stehen an

2018 wird im Osterzgebirge ein nicht unbedeutendes Jahr. Warum, das hat die SZ einmal zusammengefasst.

Ob am Dippser Busbahnhof (v.l. oben im Uhrzeigersinn), in Hartmannsdorf-Reichenau mit Blick auf die Gemeindefusion, in Altenberg im Tourismus, im Kulturhaus Pretzschendorf oder in Glashütte mit den Stadtbadplänen – es werden 2018 einige Weichen gestellt.
Ob am Dippser Busbahnhof (v.l. oben im Uhrzeigersinn), in Hartmannsdorf-Reichenau mit Blick auf die Gemeindefusion, in Altenberg im Tourismus, im Kulturhaus Pretzschendorf oder in Glashütte mit den Stadtbadplänen – es werden 2018 einige Weichen gestellt.

© Montage: SZ

Dippoldiswalde. Auch dieses Jahr wird sich im Osterzgebirge wieder einiges bewegen. Die Glashütter warten darauf, was mit dem Stadtbad wird, das beim Hochwasser vor über vier Jahren zerstört wurde. Hartmannsdorf-Reichenau hofft auf Klarheit, was die Fusion mit der Nachbarstadt Frauenstein betrifft. In Dippoldiswalde steht ein prominentes Bauwerk im Fokus. Und Altenberg könnte mit dem Tourismus Schlagzeilen machen. (SZ)

„Baustellen“ 2018

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Neues Konzept fürs Kulturhaus

Ob Adventskonzert, Faschingsball oder Treffpunkt, das geschichtsträchtige Kulturhaus in Pretzschendorf wird heute noch gerne von den Vereinen genutzt. Auch Bürgerversammlungen der Gemeinde Klingenberg, der das Gebäude gehört, finden im Kulturhaus statt. Das alte Gemäuer, das aus dem Jahr 1907 stammt, ist aber in die Jahre gekommen und müsste dringend saniert werden. Geld, das die Gemeinde nur dann in die Hand nehmen will, wenn eine künftige Nutzung nachhaltig gesichert ist. Gemeinsam mit den Vereinen wurde deshalb beschlossen, ein Konzept zu beauftragen. Das soll zum einen das Gebäude baulich bewerten und zum anderen verdeutlichen, wie das Haus bewirtschaftet und sinnvoll genutzt werden kann. Für das etwa 20000 Euro teure Konzept hat die Gemeinde Mittel beim Förderprogramm Leader beantragt. (SZ/aeh)

Dipps braucht mehr Kitaplätze

Die Stadt muss einen Weg finden, wie sie die Kinder betreut. Nach aktuellen Zahlen fehlen im Sommer dieses Jahres 45 Kitaplätze. Derzeit läuft eine Untersuchung von verschiedenen Varianten, wie die Stadt die benötigten neuen Plätze schaffen kann. Bis spätestens Ende Juni sollen die Ergebnisse dem Stadtrat vorgelegt werden, damit der seine Entscheidung treffen und Dippoldiswalde seinen Plan dem Landkreis vorstellen kann. Bei dem hat Dippoldiswalde bereits Fördermittel für ein Kita-Projekt beantragt. Fünf Varianten sind bisher im Gespräch. Die erste wäre der komplette Neubau einer Kita, die zweite der Umbau von einem ehemaligen Berufsschulgebäude in Dipps, die dritte der Ausbau der Kita in Paulsdorf, die vierte die Erweiterung der Kita in Schmiedeberg und die fünfte die Erweiterung der Kita „Glückskäfer“ am Firstenweg. (SZ/fh)

Stadtbad auf dem Prüfstand

Seit 2013 beschäftigt sich Glashütte mit dem Stadtbad und einem möglichen Neubau. Denn das alte Freibad wurde nach den starken Regenfällen und dem anschließenden Hochwasser im Juni 2013 zerstört. Die Glashütter Verwaltung möchte, dass der Stadtrat bis zum Frühjahr entscheidet, ob und wo ein neues Bad entstehen soll. Denn die Zeit drängt, weil Glashütte mit Fördermitteln aus dem Programm zur Hochwasserschadensbeseitigung rechnen kann. Allerdings stehen die Mittel nicht unbegrenzt lange zur Verfügung. Strittig ist, wo das Bad – zuletzt war ein Naturbad im Gespräch – gebaut werden soll. Mehrere Bürger sprachen sich für den Bau in der Kernstadt aus. Das beauftragte Planungsbüro aus Bamberg hält ein Grundstück oberhalb der früheren Oberschlottwitzer Ausflugsgaststätte Klein-Tirol für den geeignetsten Standort. (SZ/mb)

Gerichtsbeschluss zur Gemeindefusion mit Frauenstein

Hartmannsdorf-Reichenau möchte sich mit der benachbarten Stadt Frauenstein zusammenschließen. Das ist soweit nichts Neues, denn die Gemeinde kämpft dafür schon seit mehr als vier Jahren. Doch eine endgültige Entscheidung ist bis heute nicht gefallen. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat nach mehr als einem Jahr noch nicht mal darüber entschieden, ob die Berufung zugelassen wird. Wann es so weit sein wird, steht derzeit nicht fest, da noch über eine Vielzahl von Verfahren mit höherer Dringlichkeit entschieden werden müsse, so eine Gerichtssprecherin kürzlich. Das Verwaltungsgericht Chemnitz hatte die Fusion zuvor abgelehnt, für die aber 66 Prozent gestimmt hatten. (SZ/aeh)

Bau der neuen Ortsdurchfahrt in Johnsbach

Die Johnsbacher Ortsdurchfahrt gehört zu den schlechtesten Kreisstraßen im Osterzgebirge. Das sieht man auch beim Landratsamt in Pirna so. Deshalb wurde vor einigen Jahren damit begonnen, den Neubau zu planen. Bereits 2016 sollten erste Arbeiten beginnen. Doch es tat sich nichts. Deshalb luden die Johnsbacher den zuständigen Beigeordneten des Landrates, Heiko Weigel, nach Johnsbach ein. Der kam und erklärte die Schwierigkeiten. Unter anderem ist das Landratsamt auf Fördermittel angewiesen, die der Freistaat ausreicht. Diese sollten, so hofft man im Kreis, demnächst bewilligt werden. Tritt das ein, könnte der Kreis im Frühjahr mit dem ersten Abschnitt beginnen. (SZ/mb)

Rennradstrecke fürs Osterzgebirge

Nachdem der Tourismusverband Erzgebirge schon 2017 eine attraktive Radstrecke ins Osterzgebirge bringen wollte, soll es nun dieses Jahr unbedingt klappen. Nach dem deutschlandweit einmaligen und überaus erfolgreichen Beispiel der Mountainbikestrecke „Stoneman Miriquidi“ von und nach Oberwiesenthal ist eine Straßenvariante geplant. Die „Stoneman Miriquidi Road“ wird über 283 Kilometer und mehr als 4800 Höhenmeter führen und Oberwiesenthal mit Altenberg auf deutscher und tschechischer Seite verbinden. Nach Angaben des Tourismusverbandes soll die Rennradstrecke zum Start der Aktiv-Saison, also im Frühjahr, eröffnet werden. Es ist eines der wichtigsten Tourismus-Projekte in diesem Jahr, sagt Doreen Burgold vom Tourismusverband. Hoteliers und Gastronomen im Osterzgebirge erhoffen sich davon einen Schub. (SZ/ks)

Abschied vom Dippser Parkdeck

Mitten in Dippoldiswalde steht eine Investruine. Rot ragt das Stahlgerüst des früheren Parkdecks über dem Busbahnhof in den Himmel. Seine Funktion hat es verloren, weil im Frühjahr 2016 das Parkdeck aus Sicherheitsgründen abgerissen wurde. Wie es nun weitergeht, müssen die Dippser Stadtväter entscheiden. Sie wissen, wie viel Geld sie haben. Der Schadensersatzprozess endete letztes Jahr mit einem Vergleich. Die Stadt hat 900000 Euro Schadensersatz bekommen. Von dieser Summe gehen noch Kosten ab, wie die für den Abriss. Das Geld reicht dann nicht mehr für den Wiederaufbau des Parkdecks, aber es sollte eine Neugestaltung des Busbahnhofs ermöglichen. Wie sich Dippoldiswalde diese vorstellt, darüber muss 2018 eine Entscheidung fallen. Denn der jetzige Zustand entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen. (SZ/fh)

Finanzierung fürs Leistungssportzentrum

In diesem Frühjahr soll sichtbar der Bau des Leistungszentrums für den Nachwuchs- und Spitzensport am Gymnasium in Altenberg beginnen. Doch noch fehlen dafür ein paar Millionen. Nachdem der Landkreis als Bauherr bei der ersten großen Ausschreibung der Rohbauarbeiten feststellen musste, dass die Baupreise explodierten, wurden alle anderen Gewerke entsprechend den veränderten Bedingungen hochgerechnet. Herauskam, dass das Sportzentrum voraussichtlich knapp vier Millionen mehr und damit insgesamt über zwölf Millionen Euro kosten wird. Der Kreistag stellte sich trotzdem hinter das Projekt und sagte noch eine Million Euro zu. Der Freistaat sicherte ebenfalls zusätzliche finanzielle Unterstützung zu, hofft aber auch, dass der Bund mitzieht und auch noch mehr Geld zur Verfügung stellt. Dazu gibt es noch keine Aussage. (SZ/ks)