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Mittwoch, 03.01.2018

Wenn sich der Müll neben dem Container stapelt

Unbekannte haben wieder Stellplätze vermüllt. Das wird eigentlich schnell weggeräumt. Derzeit aber nicht.

Am Edeka-Markt an der Rosa-Luxemburg-Straße  haben Unbekannte ihren Müll abgeladen.
Am Edeka-Markt an der Rosa-Luxemburg-Straße haben Unbekannte ihren Müll abgeladen.

© Jens Hoyer

Döbeln. Ordnungsamtschef Jürgen Müller kann sich leicht in Rage reden, wenn es um die illegale Vermüllung der Stadt geht. „Sich einen dunklen Platz zu suchen, um seinen Müll abzukippen, ist wahrscheinlich teurer, als ihn gleich ordentlich zu entsorgen“, meint er. In den vergangenen Tagen hatten Unbekannte wieder Sperrmüll und Müllsäcke am Containerstandort am Edeka-Markt abgeladen. Und auch neben den Containern am Penny-Markt Schillerstraße wurde eine alte Matratze abgeworfen. Eigentlich wird so etwas schnell weggeräumt. Aber die Stadt hatte Ende vergangenen Jahres einige hilfreiche Hände eingebüßt, weil Ein-Euro-Jobs ausgelaufen waren. Es sollen aber in Kürze neue Mitarbeiter ihre Tätigkeit beginnen, sagte Müller. Die Hilfskräfte sammeln nicht nur Papier und Zigarettenkippen von den Straßen auf, sondern fahren regelmäßig die Containerstellplätze an, um diese zu kontrollieren und aufzuräumen.

Die Situation an den Containerplätzen hat sich nach Einschätzung von Müller aber schon deutlich verbessert, seit die Papier- und Elektroschrottcontainer abgeschafft wurden. Noch besser funktioniert die Verlegung der Behälter unter die Erde. „An der Sparkasse ist das sehr gut geworden. Dort hatten wir große Probleme. Auch an der Wappenhenschstraße und am Wettinplatz ist seitdem Ruhe.“, sagte Müller

Neben den Containerstellplätzen gibt es in der Stadt noch ein paar Schwerpunkte, wo Leute mit Vorliebe ihren Müll abkippen. Einer ist der Bereich Krematorium und Butterbüchse. Ab und zu gelingt es, einen auf frischer Tat zu ertappen. Wenn es Zeugen gibt, die auch noch ein Nummernschild angeben können, ist ein Busgeld fällig. „Das kann sich je nach Menge zwischen 50 und 300 Euro bewegen“, sagte Müller.

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