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Donnerstag, 14.09.2017

Wenn der Mond die Sonne verdeckt

Der Verein der Sternwarte startet mit zwei neuen Vorträgen in die Saison. Bei einem geht es um ein seltenes Naturschauspiel.

Von Cathrin Reichelt

An einem Modell demonstriert Hans-Dieter Köhler vom Verein der Bruno H. Bürgel Sternwarte Hartha, wie eine Sonnenfinsternis zustande kommt.
An einem Modell demonstriert Hans-Dieter Köhler vom Verein der Bruno H. Bürgel Sternwarte Hartha, wie eine Sonnenfinsternis zustande kommt.

© Dietmar Thomas

Hartha. Grundsätzlich behalte der Verein der Sternwarte für die kommende Saison bei, was sich in den vergangenen Jahren bewährt hat, sagt Vereinsmitglied Hans-Dieter Köhler. Von Oktober bis März wird jeden Freitag ein Vortrag angeboten, dem sich ein Beobachtungsabend anschließt, wenn es das Wetter zulässt. An jedem letzten Freitag im Monat gibt es einen Kindervortrag. Alle Vorträge wurden während des Sommers überarbeitet. „Und es gibt zwei neue Themen für Erwachsene“, so Köhler.

Das erste beschäftigt sich mit der Sonnenfinsternis. Auslöser, dieses Thema in einem Vortrag aufzuarbeiten, war eine USA-Reise des Vereinsvorsitzenden Thomas Berthold. Den Reisetermin hatte er so gelegt, dass er in den USA eine totale Sonnenfinsternis beobachten konnte. Dabei erscheinen mitten am Tag plötzlich Sterne am Himmel. Auch der Diamantringeffekt, der mit bloßem Auge zu sehen ist, hat den Vereinschef fasziniert. Nach seiner Rückkehr habe Berthold seine Erlebnisse so plastisch geschildert, dass sich andere Vereinsmitglieder von seinem Enthusiasmus anstecken ließen und einen Vortrag über die Entstehung der Sonnenfinsternis und die die Abläufe im Weltraum zusammengestellt haben. Denn die totale Sonnenfinsternis ist eine große Seltenheit. In Deutschland ist sie erst in mehr als 120 Jahren wieder zu erleben.

Weil bei wolkenverhangenem Himmel der Beobachtungsabend bisher ausfallen musste, ist der zweite neue Vortrag entstanden. „Er besteht zum großen Teil aus Bildern“, sagt Köhler. Die Motive haben Vereinsmitglieder in den Wintermonaten vom Areal der Sternwarte aus aufgenommen. Dabei seien faszinierende Aufnahmen entstanden. Noch sei der Vortrag nicht sehr lang. Er werde aber ständig mit neuen Bildern erweitert. Zum einen ist er als Solovortrag geplant. „Zum anderen halten wir uns die Option offen, ihn an einen anderen Vortrag anzuhängen, wenn keine Beobachtung des Himmels möglich ist“, meint Hans-Dieter Köhler.

Er und die anderen 23 Vereinsmitglieder hoffen auf eine große Resonanz bei den Vorträgen. Im vergangenen Jahr haben sie dazu knapp 1 000 Gäste begrüßt. In diesem Jahr ist diese Zahl auch schon fast erreicht, denn über den Sommer gab es in der Sternwarte zahlreiche Sonderveranstaltungen, unter anderem mit Schulklassen aus Hartha und Waldheim. Außerdem haben die Vereinsmitglieder die vergangenen Monate für Instandhaltungen in und um die Sternwarte genutzt. So wurden zum Beispiel der Sichtzaun erweitert, die Teleskope gereinigt, die Räume in Ordnung gebracht und eine neue Heizung eingebaut.

Erster Vortrag der Saison 2017/18 in der Sternwarte: 6. Oktober, 19 Uhr, Wintersternbilder über Hartha

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