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Freitag, 13.10.2017

Weniger Straftaten im letzten Jahr

Trotzdem fühlen sich mehr Leute unsicher. Die Polizei lädt zur Infoveranstaltung ein.

Von Nina Schirmer

© Symbolbild/dpa

Radebeul. 2016 ist die Zahl der Straftaten, die in Radebeul begangen wurden, im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Wie Hanjo Protze, Leiter des Polizeireviers Meißen, informiert, wurden 2016 in der Stadt 1 713 Straftaten registriert. Das seien 110 weniger als im Jahr 2015 und entspräche einem Rückgang der Kriminalität von sechs Prozent. Bei Diebstählen verzeichnete die Polizei einen Rückgang um 9,3 Prozent, bei Körperverletzungen von 21,1 Prozent und die Betrugsstraftaten gingen um 17,1 Prozent zurück. Bereits seit 2014 gingen die Straftaten, die der Polizei bekannt wurden, kontinuierlich zurück.

Dementgegen weiche jedoch das Sicherheitsempfinden der Menschen teilweise von den nackten Zahlen ab, so Protze. Die Menschen fühlen sich zum Teil unsicherer in der Stadt. Das müsse bei der Beurteilung der polizeilichen Lage mit berücksichtigt werden.

Die Polizei lädt die Radebeuler Bürger ein, sich am Freitag, dem 3. November, auf dem Wochenmarkt in der Hauptstraße am Infomobil der Polizei beraten zu lassen. Am Abend soll es außerdem eine Informationsveranstaltung zum Einbruchsschutz im Kulturbahnhof geben.

Insgesamt stelle sich Radebeul heute, auch im landes- und bundesweiten Vergleich, als sicher und lebenswert dar, erklärt Protze und zieht Vergleiche zu anderen Städten. Um die Kriminalitätsbelastung verschiedener Orte zu vergleichen, nutze die Polizei die sogenannte Häufigkeitszahl auf 100 000 Einwohner. In Radebeul gab es demnach rechnerisch 5 030 bekannt gewordene Straftaten auf 100 000 Einwohner im Jahr 2016. In Riesa waren es im selben Zeitraum 8 383, in Meißen 8 580 und in Dresden 10 283 Fälle.