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Donnerstag, 04.01.2018

Weniger Feinstaub auf Dresdens Straßen

Besonders am Südhang sind die Anwohner besorgt. Die dortige Messstation zeigt an, wie groß die Belastung ist. Nun gab es eine Überraschung.

Von Annechristin Bonß

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Jahreswechsel in Dresden: Auch die Knallerei von Silvester verursacht schlechte Luft.
Jahreswechsel in Dresden: Auch die Knallerei von Silvester verursacht schlechte Luft.

© kairospress

Wenn im Dresdner Süden über den neuen städtischen Park diskutiert wird, denken die Menschen immer auch an die Luftqualität. Die Freiflächen am Hang gelten als Frischluftschneise. Von hieraus strömt kalte, saubere Luft in das Tal und sorgt für Abkühlung. Aber nur, wenn die Grundstücke und Felder auch unbebaut bleiben. Jeder Neubau mehr gefährdet die Schneisen, so die Bedenken der Anwohner.

Welche Gefahr durch Feinstaub tatsächlich besteht, das wird an der Bergstraße gemessen. Dort befindet sich eine der drei Messstationen in Dresden. Gemessen wird, wie viel Mikrogramm Feinstaub in einem Kubikmeter Luft enthalten sind. Erlaubt sind maximal 50 Mikrogramm je Kubikmeter. Über das Jahr verteilt darf der Grenzwert nur an 35 Tagen überschritten werden. 2017 haben die drei Dresdner Stationen die Maximalgrenze nicht erreicht. An der Bergstraße hat es 19 Tage gegeben, an denen über 50 Mikrogramm gemessen wurden. An der Winckelmannstraße waren es 16 Tage und am Bahnhof Neustadt, dem Messpunkt Nord, 18 Tage.

Dabei ist oft schon der erste Tag des Jahres als ein solcher Überschreitungstag verbraucht. Die Knallerei von Silvester verursacht die schlechte Luft. Deutschlandweit werden in der ersten Nacht des Jahres fast 5 000 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das entspricht etwa 15 Prozent der jährlich von Kraftfahrzeugen ausgestoßenen Menge der winzigen Partikel. Bei den Dresdner Stationen blieb die Luft in diesem Jahr sauber. Die Station an der Bergstraße zeigte für den 1. Januar eine Belastung von elf Mikrogramm je Kubikmeter Luft an. An der Winckelmannstraße waren es 13, am Bahnhof Neustadt 19 Mikrogramm. Verglichen mit den Werten von vor einem Jahr bedeutet das eine geringere Belastung am Neujahrstag. Damals hatten alle drei Stationen mehr als die erlaubte Maximalmenge an Feinstaub angezeigt. (mit SZ/fsc)


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Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

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  1. Überraschung

    Was für eine Überraschung. Da sind wir aber baff. Die Messstationen zeigen bei unterschiedlicher Wetterlage unterschiedliche Messergebnisse an. Überraschung! Hatten wir Silvester 2017/Neujahr 2018 vielleicht mehr Wind als in den Vorjahren? Aber das darf natürlich nicht der Grund sein. Denn wenn man das konsequent weiterdenkt, dann müsste mal grundsätzlich über Standort, Messzeitraum und Vergleichbarkeit der Ergebnisse nachgedacht werden. Davor hat aber mancher Lobbyist, Besserwisser und Vorschriftenhansel angst.

  2. Dieter

    5000 Tonnen Feinstaub allein durch Feuerwerke zu Silvester sind für die Machthaber keine Gefahr für die Gesundheit. Aber dafür das Bleigießen, an dem bekanntlich jedes Jahr unzählige Menschen sterben. Endlich wird dieser Killer verboten. Könnte es sein, dass die Gefahr für Gesundheit durch den bei Dieselfahrzeugen mit Recht verteufelten Feinstaub zu Silvester rapide sinkt, weil der Staat am Verkauf des Feuerwerkzeugs viele Millionen Mehrwertsteuer einnehmen kann?

  3. Tropoja

    16/17 Inversionswetterlage, 17/18 mäßiger Süd-West Wind den ganzen Tag/Nacht. Dann ist es logisch das die Messstation Bergstraße den geringsten Wert der Stadt hat. Ganz einfach erklärbar.

  4. Wui

    Ach Dieter, was für ein erbärmlicher Kommentar. Glaubst du echt, der Staat lässt sich für weniger als 30 Millionen Dukaten bereits prostituieren?

  5. LP

    Vielleicht hinterfragen endlich mal die RRG-Umweltfuzzis ihre Hysterie bzg. der Luftverschmutzung! Schon vor Jahren, als es noch um Partikel ging (heute plötzlich NOX!), gab es mal eine Studie, woher der ganze Müll kommt. Woher kommt das CO2, die Partikel und nun das COx! Erstaunlich dabei, welcher Anteil dabei der Pkw-Verkehr zu verantworten hatte! Nebenbei bemerkt, die RRGen sollten mal hinterfragen, welche Auswirkungen ihre Verkehrsverhinderungspolitik hat. Hier in B zB stehen ganze Pkw-Kolonnen sinnlos im Stau und pusten natürlich nur lupenreinen Sauerstoff in die Luft! Selbst die Start-Stop-systeme schalten sich fix ab, wenn der Akku-Stand drastisch runtergeht!

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