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Freitag, 29.12.2017

Weißwassers OB im Aufsichtsrat

Torsten Pötzsch (Klartext) ist in der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH in den Aufsichtsrat gewählt worden. Die Institution kämpft für den Strukturwandel.

Von Christian Köhler

Torsten Pötszch, Oberbürgermeister von Weißwasser, ist in den Aufsichtsrat der Lausitz GmbH gewählt worden.
Torsten Pötszch, Oberbürgermeister von Weißwasser, ist in den Aufsichtsrat der Lausitz GmbH gewählt worden.

© Joachim Rehle

Weißwasser. Die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) will künftig die brandenburgischen und sächsischen Interessen im Zuge des bevorstehenden Strukturwandels vertreten. Sie will Stimme der gesamten Region sein. Die WRL vertritt dabei sechs Gesellschafter: Die Landkreise Görlitz, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und die Stadt Cottbus. Der Landkreis Bautzen hatte eine Mitgliedschaft abgelehnt. Dennoch wolle man die Schlagkraft der sechs Mitglieder nutzen, um bei der Umgestaltung der Lausitz mitzuwirken, die sich im Zuge der Energiewende anbahnt. Dabei wolle man der Regionalpartner des Bundes sein, der seinerseits mehrere Millionen Euro an Fördermitteln für den Strukturwandel in Aussicht gestellt hat.

Die Freien Wähler im Landkreis Görlitz teilen nun mit, dass Weißwassers Oberbürgermeister und Kreisrat Torsten Pötzsch zum Aufsichtsrat der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH gewählt worden ist. Er ist „mit der Materie des Strukturwandels bestens vertraut. Mit ihm besetzt unsere Fraktion Freie Wähler im Landkreis Görlitz nun einen wichtigen Posten der regionalen Wirtschaftspolitik“, sagt Steffen Golembiewski.

Von den aktuellen Sondierungsgesprächen in Berlin zwischen CDU und SPD im Rahmen der Regierungsbildung fordert die WRL, einen „verlässlichen und sozialverträglichen Ausstiegspfad bei der Kohleverstromung.“ Für den Landkreis Görlitz, so teilte Landrat Bernd Lange (CDU) jüngst mit, hätte dieser Ausstieg aus der Kohleenergie gravierende Folgen. Deshalb müsse der Bund stärker in die Verantwortung gehen: Die WRL fordert unter anderem eine Sonderwirtschaftszone, alternative Konzepte zur Kohleverstromung zu entwickeln, eine bessere Verkehrsanbindung an die Ballungszentren Berlin, Dresden und Leipzig sowie Unterstützung bei der Vermarktung bestehender Industriestandorte wie etwa das Kraftwerk Boxberg.