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Mittwoch, 03.01.2018

Wechsel auf katholischen Pfarrstellen

Steffen Börner geht nach Löbau, dafür kommt Pater Johannes Müller nach Kamenz. Er ist ein Zisterziensermönch und suchte die Nähe zu St. Marienstern.

Von Frank Oehl

Die römisch-katholische Kirche mit Pfarrei St. Maria Magdalena im Kamenzer Spittel zählt derzeit 1891 Gemeindeglieder. Sie ist damit die größte in der Verantwortungsgemeinschaft mit St. Benno Bischofswerda und St. Laurentius Radeberg.
Die römisch-katholische Kirche mit Pfarrei St. Maria Magdalena im Kamenzer Spittel zählt derzeit 1891 Gemeindeglieder. Sie ist damit die größte in der Verantwortungsgemeinschaft mit St. Benno Bischofswerda und St. Laurentius Radeberg.

© Matthias Schumann

Kamenz. Das Bistum Dresden-Meißen der römisch-katholischen Kirche wartet mit Wechseln auf mehreren Pfarrstellen in der Region auf. Wie die Pressestelle auf SZ-Nachfrage bestätigt, wird der jetzige Leiter der Pfarrei St. Maria Magdalena zum 1. Mai 2018 die Leitung der Pfarrei in Löbau übernehmen. Steffen Börner (57) war erst vor 28 Monaten als Nachfolger von Dr. Michael Kleiner von Mittweida nach Kamenz gekommen. Für ihn übernimmt der ehemalige Abt des kürzlich aufgehobenen Zisterzienserklosters Himmerod in der Eifel, Pater Dr. Johannes Müller (53), seine neue Aufgabe in der Pfarrseelsorge der Pfarrei Kamenz. „Pater Johannes Müller besitzt aus der Diözese Trier umfangreiche Seelsorge- und Leitungserfahrung“, heißt es aus Dresden. Erst am 1. Oktober 2014 war Pater Johannes Müller vom Konvent zum 56. Abt von Himmerod gewählt worden. Dies galt damals als Hoffnungszeichen in schwierigen Zeiten. Allerdings war es offenbar nicht gelungen, die finanziellen Probleme des fast 900-jährigen Eifel-Klosters zu beheben, so dass die Auflösung der Abtei Himmerod mit zuletzt nur noch fünf Mönchen beschlossen werden musste. „Der Niedergang des Ordenslebens ist eindeutig“, wurde der scheidende Abt vor einigen Wochen zitiert. Die Zisterzienser gelten als besonders strenger Orden, was wirtschaftliche Fragen betrifft. Pater Müller wird nun in der von ihm erbetenen räumlicher Nähe zur Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern wirken, was für ihn wichtige spirituelle Kontinuität bedeutet. Der aus Ostwestfalen stammende Kirchenmann studierte bis 1990 in Paderborn. 1992 erhielt er die Priesterweihe und trat 1993 in den Orden ein. Ende der 1990er Jahre studierte er in Rom. Danach folgten verschiedene ordensinterne Aufgaben sowie Tätigkeiten in der Krankenhausseelsorge.

Personelle Veränderungen stehen auch in den zur Verantwortungsgemeinschaft gehörenden Pfarreien St. Benno Bischofswerda und St. Laurentius Radeberg an. Pfarrer Stephan Löwe (52) aus Bischofswerda wird auf Bitte des Bischofs am 17. Juni mit dem Tag der Neugründung der Pfarrei St. Benno Meißen dort als neuer Pfarrer eingeführt. Die Leitung der Verantwortungsgemeinschaft Bischofswerda, Kamenz und Radeberg wird Pater Johannes Müller übernehmen, ebenso die Pfarradministraturen für Kamenz und in Radeberg, wo Pfarrer Christoph Eichler (53) weiterhin als Seelsorger vor Ort bleibt. Nach Bischofswerda wird ab Mai Pfarrer Dariusz Frydrych (42) als Nachfolger kommen. Bis zum 30. April übernimmt er zunächst Vertretungsdienste in Ostritz, Zittau und Löbau. In den drei Pfarreien Kamenz, Bischofswerda und Radeberg werden mehr als 4500 Katholiken betreut, fast 1900 davon in Kamenz.

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