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Donnerstag, 04.01.2018

Wasserverband will fast fünf Millionen investieren

Vorhaben im Umfang von 1,6 Millionen Euro werden von 2017 auf 2018 verschoben. Die Arbeit war zu viel für die Firmen.

Von Maria Fricke

Wolf-Thomas Hendrich (links), bis Ende 2017 Leiter der Oewa-Niederlassung Döbeln, und Geschäftsführer Stephan Baillieu haben Ende August den Hochbehälter Eichardt übergeben.
Wolf-Thomas Hendrich (links), bis Ende 2017 Leiter der Oewa-Niederlassung Döbeln, und Geschäftsführer Stephan Baillieu haben Ende August den Hochbehälter Eichardt übergeben.

© Dietmar Thomas/Archiv

Döbeln. Die Vertreter des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz haben sich auf den Investitionsplan für das kommende Jahr geeinigt. Vorgesehen ist, rund 4,9 Millionen Euro auszugeben, fast eine Million Euro weniger als für 2017 geplant. Im vergangenen Jahr ist unter anderem der Hochbehälter Eichardt übergeben worden. Der Neubau versorgt rund 20 000 Menschen in Großweitzschen, Bockelwitz, Hartha/Waldheim und Sornzig/Ablaß mit Trinkwasser. 1,6 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, etwas weniger als eingeplant. In diesem Frühjahr werde noch die Begrünung abgeschlossen, informierte Verbandsgeschäftsführer Stephan Baillieu.

Doch nicht alles, was 2017 gebaut werden sollte, wurde auch gemacht. „1,6 Millionen Euro sind noch offen“, sagte Baillieu. Grund für den Aufschub sei die Auftragslage der Firmen. „Die hatten so volle Bücher, dass wir einige Maßnahmen mit ins neue Jahr nehmen mussten.“

Investiert wird in diesem Jahr in verschiedene Bereiche. Den größten Posten mit rund 2,9 Millionen Euro machen dabei Trinkwassermaßnahmen aus, die parallel zu Baumaßnahmen von Straßenbaulastträgern, vor allem der Verbandsgemeinden, durchgeführt werden. Im Bereich Döbeln soll dies unter anderem in Keuern sowie an der Rosa-Luxemburg-Straße im Stadtgebiet geschehen. Rund 1,3 Millionen Euro fließen in Vorhaben, mit denen die Versorgungskonzeption sowie die Versorgungssicherheit im Trinkwasserbereich Döbeln-Oschatz erhöht werden sollen. Vorgesehen sind Investitionen in das Grundwassermessstellennetz in der Wasserfassung am Klitzschbach. Nach der Stilllegung des Hochbehälters in Großweitzschen sind zudem noch Arbeiten am Rohrleitungsnetz durchzuführen. Eine Kompaktanlage übernimmt stattdessen nun die Trinkwasserversorgung in dem Bereich. In Angriff genommen wird auch die Sanierung des Hochbehälters in Hartha. Für die Instandsetzung des Hochbehälters am Holländer in Döbeln werden, so Baillieu, 2018 die Planungen beginnen.

Etwa 700 000 Euro sind notwendig, um gemeinsam mit den Abwasserzweckverbänden in der Region Kanalbauarbeiten durchzuführen. Vorgesehen sind diese unter anderem in der Annenstraße in Hartha sowie in den Ortsteilen Gersdorf, Sitten bei Leisnig und Limmritz bei Döbeln.

Auch im vergangenen Jahr ist der Wasserverband in den drei Bereichen Trinkwasserkonzept, gemeinsame Aktivitäten im Straßenbau sowie mit den Abwasserzweckverbänden (AZV) tätig geworden. Das Wasserwerk Adamstollen bei Roßwein ist außer Betrieb genommen worden. Aus diesem Grund musste eine Trinkwasserleitung zwischen den Hochbehältern Klinge und der Goldenen Höhe erneuert werden. Mit Vorhaben der AZV verbunden worden sind Kanalbauarbeiten in Brösen, Otzdorf sowie Makritz. Auch einige störanfällige Trinkwasserleitungen wurden instandgesetzt, zum Beispiel in Gersdorf bei Hartha sowie am dortigen Schanzenbach und in der Oberranschützer Straße in Döbeln. Am Straßenbau beteiligt hat sich der Wasserverband sowohl bei der K 7547 in Kiebitz als auch an der Ludwig-Jahn-Straße und der B 175 in Döbeln. „An der Bundesstraße wurde ein großer Stauraum verlegt. Die Hauptmaßnahmen sind durch. Alles hat planmäßig geklappt“, zog Geschäftsführer Stephan Baillieu Bilanz.

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