• Einstellungen

Was uns dieses Jahr bewegt hat - Teil 2

Wiederentdeckter Panzer

Löbaus T 34 darf heimkehren. Der alte Panzer thronte jahrelang auf einem Sockel vor dem Haus der Armee, heute die Disko „City-Center“. Jetzt zeugen nur noch ein paar Reste der roten Ziegel von ihrer Bedeutung als Sockel für das militärische Gefährt, das als sogenanntes Sockeldenkmal auf den Armeestandort Löbau verwies. Natürlich war das Kampfgerät entmilitarisiert. Alles war so umgebaut worden, dass es nicht mehr funktionsbereit war. 1991 verschwand der Panzer aus Löbau. Er sollte verschrottet werden. Durch eine Verwechslung entging der Löbauer Panzer jedoch dem Schneidbrenner. Danilo Baumgarten vom Löbauer Garnisonsverein hatte den Panzer wiederentdeckt. Er stand im Hof des Dresdener Militärhistorischen Museums. Baumgarten identifizierte das Exponat anhand seiner Turmnummer als den Löbauer T 34. Der Mann möchte den Panzer nun als Denkmal zurück nach Löbau holen. Auch der Löbauer Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos) spricht sich für die Rückkehr des Panzers aus. Das Museum würde das ehemalige Denkmal als Dauerleihgabe an den Verein übergeben. Jetzt sucht der Verein einen Standort für den T 34. Der alte Platz ist jetzt ein Privatgrundstück. (SZ)
Wiederentdeckter Panzer Löbaus T 34 darf heimkehren. Der alte Panzer thronte jahrelang auf einem Sockel vor dem Haus der Armee, heute die Disko „City-Center“. Jetzt zeugen nur noch ein paar Reste der roten Ziegel von ihrer Bedeutung als Sockel für das militärische Gefährt, das als sogenanntes Sockeldenkmal auf den Armeestandort Löbau verwies. Natürlich war das Kampfgerät entmilitarisiert. Alles war so umgebaut worden, dass es nicht mehr funktionsbereit war. 1991 verschwand der Panzer aus Löbau. Er sollte verschrottet werden. Durch eine Verwechslung entging der Löbauer Panzer jedoch dem Schneidbrenner. Danilo Baumgarten vom Löbauer Garnisonsverein hatte den Panzer wiederentdeckt. Er stand im Hof des Dresdener Militärhistorischen Museums. Baumgarten identifizierte das Exponat anhand seiner Turmnummer als den Löbauer T 34. Der Mann möchte den Panzer nun als Denkmal zurück nach Löbau holen. Auch der Löbauer Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos) spricht sich für die Rückkehr des Panzers aus. Das Museum würde das ehemalige Denkmal als Dauerleihgabe an den Verein übergeben. Jetzt sucht der Verein einen Standort für den T 34. Der alte Platz ist jetzt ein Privatgrundstück. (SZ)

@ Militärhistorisches Museum

Landarzt wollte seine Zulassung verbrennen

Dr. med. Günter Krause kündigte im Oktober an, in Dresden vor der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen seine Kassenarztzulassung zu verbrennen. Der Hainewalder Landarzt meint, dass die Bedingungen für ländliche Allgemeinmediziner nicht mehr tragbar sind. Viele seiner Berufskollegen sehen das genauso. Auch sie fühlen sich bevormundet, reglementiert, bestraft und gegängelt. Krause befürchtet, dass die medizinische Versorgung durch Landärzte zusammenbricht. „Wir verschwenden unsere Zeit für die Bürokratie und streiten uns ständig mit der Kassenärztlichen Vereinigung“, meint er. Zur Behandlung seiner Patienten verfügt er über ein Budget. Das schreibt vor, wie viel er verschreiben und was die Behandlung kosten darf. Er verbrennt seine Zulassung dann aber nicht, weil er von der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Sozialministerium zu Gesprächen eingeladen wurde. Und die sollen weitergeführt werden. Das Problem, das der Arzt mit seiner Aktion deutlich gemacht hat, bewegte dieses Jahr nicht nur die Menschen in der Hainewalder Region. Die Artikel, die in der SZ über Günter Krause und seine Zulassung erschienen gehörten auch im Löbauer SZ-Erscheinungsgebiet zu denen, die – zumindest online – am meisten gelesen wurden. (SZ/hg)
Landarzt wollte seine Zulassung verbrennen Dr. med. Günter Krause kündigte im Oktober an, in Dresden vor der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen seine Kassenarztzulassung zu verbrennen. Der Hainewalder Landarzt meint, dass die Bedingungen für ländliche Allgemeinmediziner nicht mehr tragbar sind. Viele seiner Berufskollegen sehen das genauso. Auch sie fühlen sich bevormundet, reglementiert, bestraft und gegängelt. Krause befürchtet, dass die medizinische Versorgung durch Landärzte zusammenbricht. „Wir verschwenden unsere Zeit für die Bürokratie und streiten uns ständig mit der Kassenärztlichen Vereinigung“, meint er. Zur Behandlung seiner Patienten verfügt er über ein Budget. Das schreibt vor, wie viel er verschreiben und was die Behandlung kosten darf. Er verbrennt seine Zulassung dann aber nicht, weil er von der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Sozialministerium zu Gesprächen eingeladen wurde. Und die sollen weitergeführt werden. Das Problem, das der Arzt mit seiner Aktion deutlich gemacht hat, bewegte dieses Jahr nicht nur die Menschen in der Hainewalder Region. Die Artikel, die in der SZ über Günter Krause und seine Zulassung erschienen gehörten auch im Löbauer SZ-Erscheinungsgebiet zu denen, die – zumindest online – am meisten gelesen wurden. (SZ/hg)

@ Matthias Weber

Was haben wir gefeiert dieses Jahr!

Und wie die Luchse mussten die SZ-Redakteure aufpassen, um keines der Feste zu übersehen! Denn dieses Jahr stand nicht nur der Tag der Sachsen in Löbau im Kalender. Viele Ortschaften feierten auch große Jubiläen. Berthelsdorf hatte zum 700-jähriges Jubiläum. Das Foto ist auf dem Festumzug am letzten Tag der Festwoche im August entstanden. Ebenfalls 700 Jahre ist Strahwalde geworden. Gefeiert wurde das mit einem Festwochenende im Juni und einer Ausstellung zur Ortsgeschichte in der alten Schule. Die Schau traf auf großen Zuspruch. Erst am gestrigen Freitag ging bei der SZ eine Mail von Mitorganisator Rainer Schmidt aus Strahwalde ein. Immer wieder, schreibt er, gebe es Anfragen, wie lange die Ausstellung noch geöffnet ist. Hier die Antwort: Es ist eine Dauerausstellung, die künftig einmal pro Monat sonnabends, 14 bis 16 Uhr, offen sein wird. Und noch eine 700-Jahre-Ortsgeschichte: So alt ist dieses Jahr auch Herwigsdorf geworden. Und weil die Zahl so schön passt, wurde auch in Herwigsdorf gleich ganze sieben Tage gefeiert. (SZ/sdn)
Was haben wir gefeiert dieses Jahr! Und wie die Luchse mussten die SZ-Redakteure aufpassen, um keines der Feste zu übersehen! Denn dieses Jahr stand nicht nur der Tag der Sachsen in Löbau im Kalender. Viele Ortschaften feierten auch große Jubiläen. Berthelsdorf hatte zum 700-jähriges Jubiläum. Das Foto ist auf dem Festumzug am letzten Tag der Festwoche im August entstanden. Ebenfalls 700 Jahre ist Strahwalde geworden. Gefeiert wurde das mit einem Festwochenende im Juni und einer Ausstellung zur Ortsgeschichte in der alten Schule. Die Schau traf auf großen Zuspruch. Erst am gestrigen Freitag ging bei der SZ eine Mail von Mitorganisator Rainer Schmidt aus Strahwalde ein. Immer wieder, schreibt er, gebe es Anfragen, wie lange die Ausstellung noch geöffnet ist. Hier die Antwort: Es ist eine Dauerausstellung, die künftig einmal pro Monat sonnabends, 14 bis 16 Uhr, offen sein wird. Und noch eine 700-Jahre-Ortsgeschichte: So alt ist dieses Jahr auch Herwigsdorf geworden. Und weil die Zahl so schön passt, wurde auch in Herwigsdorf gleich ganze sieben Tage gefeiert. (SZ/sdn)

@ Rafael Sampedro

Herrnhuts Bahnhof

Sechs Jahre hat es gedauert, bis aus der Ruine Herrnhuts kleine Einkaufsoase geworden ist. Der Herrnhuter Architekt Daniel Neuer hatte das Gebäude 2011 ersteigert und in diesem Jahr kräftig bauen lassen. Nun ist das Haus mit neuem Leben gefüllt: Blumen, Frischkost, einen Einrichtungsladen sowie ein Café gibt es jetzt hier. Die Geschäfte sind zum Teil aus der Innenstadt ins neue Domizil gezogen. Gleichzeitig hat die Stadt auch den Bahnhofsvorplatz dank einer Förderung sanieren können, sodass die Stadt nun nicht nur einen sicheren Bushalteplatz hat, sondern auch die Besucher würdig empfängt: mit Infowürfel und Einkaufsbahnhof eben. (SZ/abl)
Herrnhuts Bahnhof Sechs Jahre hat es gedauert, bis aus der Ruine Herrnhuts kleine Einkaufsoase geworden ist. Der Herrnhuter Architekt Daniel Neuer hatte das Gebäude 2011 ersteigert und in diesem Jahr kräftig bauen lassen. Nun ist das Haus mit neuem Leben gefüllt: Blumen, Frischkost, einen Einrichtungsladen sowie ein Café gibt es jetzt hier. Die Geschäfte sind zum Teil aus der Innenstadt ins neue Domizil gezogen. Gleichzeitig hat die Stadt auch den Bahnhofsvorplatz dank einer Förderung sanieren können, sodass die Stadt nun nicht nur einen sicheren Bushalteplatz hat, sondern auch die Besucher würdig empfängt: mit Infowürfel und Einkaufsbahnhof eben. (SZ/abl)

@ Matthias Weber

Dreister Diebstahl

Das war ein Aufreger am Berzdorfer See: Gerade erst montiert, wurden im September 18 nigelnagelneue LED-Lampen an der Blauen Lagune gestohlen. Erst rund drei Wochen zuvor wurden die Lampen, um die es geht, an der neuen Tauchritzer Straße angebracht. Die Masten ließen die Täter stehen, aber die teuren LED-Aufsätze nahmen sie mit. Verwunderlich war die Sache nicht nur, weil es um ganz neue Lampen geht, sondern auch, weil die Aufsätze rund 6 Meter hoch hingen. Um Zeugen der Tat zu finden – und damit vielleicht auch die gestohlenen Lampen selbst – beleuchtete sogar die MDR-Sendung Kripo Live gemeinsam mit der Polizei den Fall. Bis jetzt gibt es bei der Suche keinen Erfolg zu vermelden. Aber die 18 leeren Straßenmasten haben trotzdem Ersatzköpfe bekommen. Der Schönau-Berzdorfer Elektromeister Norman Möhle hat der Gemeinde die neuen LED-Aufsätze geschenkt. Ansonsten war das Jahr für Schönau-Berzdorf ein erfolgreiches. Das Großprojekt zur Erschließung der Blauen Lagune für den Tourismus ist größtenteils abgeschlossen. (SZ/sdn)
Dreister Diebstahl Das war ein Aufreger am Berzdorfer See: Gerade erst montiert, wurden im September 18 nigelnagelneue LED-Lampen an der Blauen Lagune gestohlen. Erst rund drei Wochen zuvor wurden die Lampen, um die es geht, an der neuen Tauchritzer Straße angebracht. Die Masten ließen die Täter stehen, aber die teuren LED-Aufsätze nahmen sie mit. Verwunderlich war die Sache nicht nur, weil es um ganz neue Lampen geht, sondern auch, weil die Aufsätze rund 6 Meter hoch hingen. Um Zeugen der Tat zu finden – und damit vielleicht auch die gestohlenen Lampen selbst – beleuchtete sogar die MDR-Sendung Kripo Live gemeinsam mit der Polizei den Fall. Bis jetzt gibt es bei der Suche keinen Erfolg zu vermelden. Aber die 18 leeren Straßenmasten haben trotzdem Ersatzköpfe bekommen. Der Schönau-Berzdorfer Elektromeister Norman Möhle hat der Gemeinde die neuen LED-Aufsätze geschenkt. Ansonsten war das Jahr für Schönau-Berzdorf ein erfolgreiches. Das Großprojekt zur Erschließung der Blauen Lagune für den Tourismus ist größtenteils abgeschlossen. (SZ/sdn)

@ Bernd Gärtner

Feuerzauber mit Sponsoren

In diesem Jahr drohte dem Einkaufsabend Feuerzauber in Neugersdorf das Aus: Die Gema hatte eine hohe Forderung angekündigt. Daraufhin sah der Veranstalter des Feuerzaubers, der Gewerbeverein Oberland, keine andere Möglichkeit, als die Bürger um Unterstützung bei der Finanzierung zu bitten. Mithilfe der SZ und der Volksbank Löbau-Zittau wurde ein Crowdfunding durchgeführt. Mehr als 200 Menschen haben auf ein spezielles Konto Geld eingezahlt. Etwa 6 000 Euro kamen zusammen. Jetzt hofft der Verein, dass die Summe reicht und für nächstes Jahr ein Startkapital übrig bleibt. Die Gema hat noch keine Rechnung gestellt. Der Verein hat einen Antrag zur Anwendung einer Angemessenheitsregel gestellt und hofft, eine geringe Summe zahlen zu müssen. Das größte Problem für den Verein sei jedoch, dass man mit niemandem bei der Gema persönlich reden könne, sagt Schatzmeister Matthias Richter. (SZ/gla)
Feuerzauber mit Sponsoren In diesem Jahr drohte dem Einkaufsabend Feuerzauber in Neugersdorf das Aus: Die Gema hatte eine hohe Forderung angekündigt. Daraufhin sah der Veranstalter des Feuerzaubers, der Gewerbeverein Oberland, keine andere Möglichkeit, als die Bürger um Unterstützung bei der Finanzierung zu bitten. Mithilfe der SZ und der Volksbank Löbau-Zittau wurde ein Crowdfunding durchgeführt. Mehr als 200 Menschen haben auf ein spezielles Konto Geld eingezahlt. Etwa 6 000 Euro kamen zusammen. Jetzt hofft der Verein, dass die Summe reicht und für nächstes Jahr ein Startkapital übrig bleibt. Die Gema hat noch keine Rechnung gestellt. Der Verein hat einen Antrag zur Anwendung einer Angemessenheitsregel gestellt und hofft, eine geringe Summe zahlen zu müssen. Das größte Problem für den Verein sei jedoch, dass man mit niemandem bei der Gema persönlich reden könne, sagt Schatzmeister Matthias Richter. (SZ/gla)

@ Rafael Sampedro