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Was uns dieses Jahr bewegt hat - Teil 2

Wenn’s länger dauert

Rund 45 Millionen Euro verbaut die Deutsche Bahn am Zittauer Bahnhof. Dafür soll er unter anderem an ein elektronisches Stellwerk angeschlossen werden, weitere neue Technik und Fahrstühle an den Bahnsteigen bekommen. Zudem baut die Bahn nicht mehr benötigte Gebäude und Technik zurück. Nach den Arbeiten soll der Bahnhof ein sogenannter Nullknoten sein, an dem der gesamte öffentliche Nahverkehr der Region ausgerichtet wird, an dem sich alle Busse und Züge in einem kleinen Zeitfenster treffen. Während der Bauarbeiten war der Bahnhof drei Monate vom Eisenbahnnetz abgeschnitten – was mit massiven Einschränkungen für Reisende, die Zugbetreiber Länderbahn und Odeg einherging. Im November sollte der Schienenersatzverkehr in alle vier Himmelsrichtungen wieder beendet sein. Aber die Deutsche Bahn war nicht pünktlich. Sie verlängerte die Bauzeit bis Weihnachten. Der Bahnhof ist seitdem zwar nicht mehr komplett abgekoppelt, Einschränkungen gibt es aber weiterhin – denn auch den Termin hielt sie nicht. Nun soll es der 10. Februar sein. Allerdings ist abzusehen, dass dann mindestens eine Brücke noch nicht fertig ist. Für deren Neubau wieder Sperrungen nötig werden. (SZ/tm)
Wenn’s länger dauert Rund 45 Millionen Euro verbaut die Deutsche Bahn am Zittauer Bahnhof. Dafür soll er unter anderem an ein elektronisches Stellwerk angeschlossen werden, weitere neue Technik und Fahrstühle an den Bahnsteigen bekommen. Zudem baut die Bahn nicht mehr benötigte Gebäude und Technik zurück. Nach den Arbeiten soll der Bahnhof ein sogenannter Nullknoten sein, an dem der gesamte öffentliche Nahverkehr der Region ausgerichtet wird, an dem sich alle Busse und Züge in einem kleinen Zeitfenster treffen. Während der Bauarbeiten war der Bahnhof drei Monate vom Eisenbahnnetz abgeschnitten – was mit massiven Einschränkungen für Reisende, die Zugbetreiber Länderbahn und Odeg einherging. Im November sollte der Schienenersatzverkehr in alle vier Himmelsrichtungen wieder beendet sein. Aber die Deutsche Bahn war nicht pünktlich. Sie verlängerte die Bauzeit bis Weihnachten. Der Bahnhof ist seitdem zwar nicht mehr komplett abgekoppelt, Einschränkungen gibt es aber weiterhin – denn auch den Termin hielt sie nicht. Nun soll es der 10. Februar sein. Allerdings ist abzusehen, dass dann mindestens eine Brücke noch nicht fertig ist. Für deren Neubau wieder Sperrungen nötig werden. (SZ/tm)

@ Rafael Sampedro

Zoff um Modelleisenbahnausstellung

Eine Welle der Solidarität haben die Modelleisenbahner des Zittauer Modelleisenbahnclubs erlebt, nachdem das Ordnungsamt des Landkreises die Durchführung der traditionellen Modelleisenbahnausstellung am Volkstrauertag, Buß- und Bettag sowie am Totensonntag in Zittau untersagen wollte. Das Amt vertrat die Auffassung, die Modellbahnausstellung sei eine Veranstaltung und Vergnügung, die dem ernsten Charakter dieser Tage zuwiderlaufe. 19 Jahre lang störte sich niemand an den Terminen der Modelleisenbahner. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr ging der Amtsschimmel durch. Nach einem SZ-Artikel, der über das Verbot, drohende Einnahmeausfälle des Vereins und ratlose Modellbauer berichtete, kam es zu Protesten in den sozialen Netzwerken. Dem Landtagsabgeordneten Stephan Meyer (CDU) gelang es jedoch schon einen Tag nach Bekanntwerden des Problems beim sächsischen Innenminister eine Aufhebung des Verbots zu erwirken. Die Modelleisenbahner freuten sich über die Aufhebung des Verbots und über zahlreiche Besucher in der Ausstellung. Weniger Glück hatten die Olbersdorfer. Die Durchführung des vorwinterlichen Handwerkermarktes, der früher auch am Volkstrauertag öffnen konnte, untersagte das Landratsamt erneut wegen des ernsten Charakters des Gedenktages. (mh)
Zoff um Modelleisenbahnausstellung Eine Welle der Solidarität haben die Modelleisenbahner des Zittauer Modelleisenbahnclubs erlebt, nachdem das Ordnungsamt des Landkreises die Durchführung der traditionellen Modelleisenbahnausstellung am Volkstrauertag, Buß- und Bettag sowie am Totensonntag in Zittau untersagen wollte. Das Amt vertrat die Auffassung, die Modellbahnausstellung sei eine Veranstaltung und Vergnügung, die dem ernsten Charakter dieser Tage zuwiderlaufe. 19 Jahre lang störte sich niemand an den Terminen der Modelleisenbahner. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr ging der Amtsschimmel durch. Nach einem SZ-Artikel, der über das Verbot, drohende Einnahmeausfälle des Vereins und ratlose Modellbauer berichtete, kam es zu Protesten in den sozialen Netzwerken. Dem Landtagsabgeordneten Stephan Meyer (CDU) gelang es jedoch schon einen Tag nach Bekanntwerden des Problems beim sächsischen Innenminister eine Aufhebung des Verbots zu erwirken. Die Modelleisenbahner freuten sich über die Aufhebung des Verbots und über zahlreiche Besucher in der Ausstellung. Weniger Glück hatten die Olbersdorfer. Die Durchführung des vorwinterlichen Handwerkermarktes, der früher auch am Volkstrauertag öffnen konnte, untersagte das Landratsamt erneut wegen des ernsten Charakters des Gedenktages. (mh)

@ Rafael Sampedro

Familiendrama in Eckartsberg

Zu einem Familiendrama ist es am 3. August in Eckartsberg gekommen. Ein 23-Jähriger soll seine Mutter angegriffen haben, die daraufhin die Polizei alarmierte. Als diese am Ort des Geschehens eintraf, wurden die Beamten ebenfalls von dem jungen Mann mit einem langen Fleischermesser attackiert. Einer der Beamten schoss deshalb und traf den 23-Jährigen tödlich. Laut Sachsens Innenministerium haben Polizisten seit 2013 zwar mehrfach ihre Schusswaffe gegen Personen eingesetzt, dabei sei es aber nie zu einem Todesfall gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelte gegen den betroffenen Polizeibeamten, ob sein Schusswaffeneinsatz durch Notwehr gerechtfertigt war. Anfang November hatte die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen abgeschlossen und war zu einem klaren Ergebnis gekommen: Der Beamte handelte aus Notwehr. Dass der 23-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs unter Drogen stand, bestätigte sich nicht. Nach dem Familiendrama war darüber spekuliert worden. Anlass dafür sind Videos im Internet gewesen, die den junge Eckartsberger beim Drogenkonsum zeigen. (SZ/jl)
Familiendrama in Eckartsberg Zu einem Familiendrama ist es am 3. August in Eckartsberg gekommen. Ein 23-Jähriger soll seine Mutter angegriffen haben, die daraufhin die Polizei alarmierte. Als diese am Ort des Geschehens eintraf, wurden die Beamten ebenfalls von dem jungen Mann mit einem langen Fleischermesser attackiert. Einer der Beamten schoss deshalb und traf den 23-Jährigen tödlich. Laut Sachsens Innenministerium haben Polizisten seit 2013 zwar mehrfach ihre Schusswaffe gegen Personen eingesetzt, dabei sei es aber nie zu einem Todesfall gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelte gegen den betroffenen Polizeibeamten, ob sein Schusswaffeneinsatz durch Notwehr gerechtfertigt war. Anfang November hatte die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen abgeschlossen und war zu einem klaren Ergebnis gekommen: Der Beamte handelte aus Notwehr. Dass der 23-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs unter Drogen stand, bestätigte sich nicht. Nach dem Familiendrama war darüber spekuliert worden. Anlass dafür sind Videos im Internet gewesen, die den junge Eckartsberger beim Drogenkonsum zeigen. (SZ/jl)

@ Danilo Dittrich

Kirche mit Epitaphienschatz

Für rund zwei Millionen Euro ist die Franziskanerklosterkirche St. Peter und Paul zum Museum umgebaut worden. Im Kirchenschiff und Chor zeigen die Zittauer Museen seit dem Sommer den einmaligen Epitaphienschatz. Mit dem Umbau ist ein neuer Touristenmagnet geschaffen worden, der über das Reformationsjubiläum und die im Januar zu Ende gehende Ausstellung „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“ hinaus wirkt. Epitaphien sind aufwendig verzierte Grabtafeln für einen Verstorbenen. In diesen Tagen konnte Museumsdirektor Peter Knüvener den 10 000. Besucher in der Ausstellung begrüßen. (mh)
Kirche mit Epitaphienschatz Für rund zwei Millionen Euro ist die Franziskanerklosterkirche St. Peter und Paul zum Museum umgebaut worden. Im Kirchenschiff und Chor zeigen die Zittauer Museen seit dem Sommer den einmaligen Epitaphienschatz. Mit dem Umbau ist ein neuer Touristenmagnet geschaffen worden, der über das Reformationsjubiläum und die im Januar zu Ende gehende Ausstellung „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“ hinaus wirkt. Epitaphien sind aufwendig verzierte Grabtafeln für einen Verstorbenen. In diesen Tagen konnte Museumsdirektor Peter Knüvener den 10 000. Besucher in der Ausstellung begrüßen. (mh)

@ Matthias Weber

Landarzt wollte seine Zulassung verbrennen

Dr. med. Günter Krause kündigt im Oktober an, in Dresden vor der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen seine Kassenarztzulassung zu verbrennen. Der Hainewalder Landarzt meint, dass die Bedingungen für ländliche Allgemeinmediziner nicht mehr tragbar sind. Viele seiner Berufskollegen sehen das genauso. Auch sie fühlen sich bevormundet, reglementiert, bestraft und gegängelt. Krause befürchtet, dass die medizinische Versorgung durch Landärzte zusammenbricht. „Wir verschwenden unsere Zeit für die Bürokratie und streiten uns ständig mit der Kassenärztlichen Vereinigung“, meint er. Zur Behandlung seiner Patienten verfügt er über ein Budget. Das schreibt vor, wie viel er verschreiben und was die Behandlung kosten darf. Er verbrennt seine Zulassung dann aber nicht, weil er von der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Sozialministerium zu Gesprächen eingeladen wurde. Und die sollen weitergeführt werden. (SZ/hg)
Landarzt wollte seine Zulassung verbrennen Dr. med. Günter Krause kündigt im Oktober an, in Dresden vor der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen seine Kassenarztzulassung zu verbrennen. Der Hainewalder Landarzt meint, dass die Bedingungen für ländliche Allgemeinmediziner nicht mehr tragbar sind. Viele seiner Berufskollegen sehen das genauso. Auch sie fühlen sich bevormundet, reglementiert, bestraft und gegängelt. Krause befürchtet, dass die medizinische Versorgung durch Landärzte zusammenbricht. „Wir verschwenden unsere Zeit für die Bürokratie und streiten uns ständig mit der Kassenärztlichen Vereinigung“, meint er. Zur Behandlung seiner Patienten verfügt er über ein Budget. Das schreibt vor, wie viel er verschreiben und was die Behandlung kosten darf. Er verbrennt seine Zulassung dann aber nicht, weil er von der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Sozialministerium zu Gesprächen eingeladen wurde. Und die sollen weitergeführt werden. (SZ/hg)

@ Matthias Weber

Urlauben im Eisenbahnwaggon

Seit jeher lockt die Zittauer Schmalspurbahn Eisenbahnfans aus aller Welt ins Zittauer Gebirge. Seit diesem Jahr gibt es noch einen weiteren Grund, sich auf den Weg zu Deutschlands östlichster Schmalspurbahn zu machen. Zum Festival „Historik Mobil“ im August hat die Schmalspurbahngesellschaft Soeg erstmals zwei Ferienwaggons präsentiert. Die beiden Waggons stehen künftig in der Sommersaison am Oybiner Bahnhof für Urlauber bereit. Die Wagen besitzen Übernachtungsmöglichkeiten für zwei Personen, der Standard entspricht einer gehobenen Ferienwohnung mit Küche und gemütlicher Sitzecke, Duschbad, TV und WLAN. Von der kleinen Terrasse aus können die Urlauber das Betriebsgeschehen der dampfbetriebenen Schmalspurbahn aus der Nähe beobachten. Direkt am Fuße des Berges Oybin mit seiner Burg- und Klosteranlage ist der Bahnhof laut Soeg idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Zittauer Gebirge. (SZ/se)
Urlauben im Eisenbahnwaggon Seit jeher lockt die Zittauer Schmalspurbahn Eisenbahnfans aus aller Welt ins Zittauer Gebirge. Seit diesem Jahr gibt es noch einen weiteren Grund, sich auf den Weg zu Deutschlands östlichster Schmalspurbahn zu machen. Zum Festival „Historik Mobil“ im August hat die Schmalspurbahngesellschaft Soeg erstmals zwei Ferienwaggons präsentiert. Die beiden Waggons stehen künftig in der Sommersaison am Oybiner Bahnhof für Urlauber bereit. Die Wagen besitzen Übernachtungsmöglichkeiten für zwei Personen, der Standard entspricht einer gehobenen Ferienwohnung mit Küche und gemütlicher Sitzecke, Duschbad, TV und WLAN. Von der kleinen Terrasse aus können die Urlauber das Betriebsgeschehen der dampfbetriebenen Schmalspurbahn aus der Nähe beobachten. Direkt am Fuße des Berges Oybin mit seiner Burg- und Klosteranlage ist der Bahnhof laut Soeg idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Zittauer Gebirge. (SZ/se)

@ privat