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Samstag, 30.12.2017 Jahresrückblick 2017

Was uns dieses Jahr bewegt hat

Ein Traditionsfest, das fast geplatzt wäre und eine Arztzulassung, die fast verbrannt wäre – Teil 2 beim Blick zurück auf 2017.

Von G. Lachnit und R. Altmann-Kühr

Was uns dieses Jahr bewegt hat - Teil 2

Bauarbeiter errichten eine neue Mauer an der Spree in Ebersbach. Die Arbeiten entlang der B m96 sorgten für viele Ampeln.
Bauarbeiter errichten eine neue Mauer an der Spree in Ebersbach. Die Arbeiten entlang der B m96 sorgten für viele Ampeln.

© Matthias Weber

Man könnte einen Dartpfeil blind auf eine Karte vom Südkreis werfen – die Wahrscheinlichkeit, dass man eine Baustelle trifft, ist nicht gering. 2017 wurde auf den Straßen viel gebaut, viel saniert. Dafür können Autos am Ende meistens auch wieder über schön glatten Asphalt rollen. Manchmal bedeuteten die vielen Baustellen, Ampeln und Umleitungen aber auch eine echte Geduldsprobe für Autofahrer.

Was uns dieses Jahr bewegt hat - Teil 2

So war es beispielsweise dieses Jahr des Öfteren auf der Bundesstraße 96 zwischen Ebersbach und Neusalza-Spremberg. Hier gab es gleich mehrere Baustellen. Anlass war, dass die Enso sich der Versorgung mit Breitband im Oberland angenommen hat und das Netz für das schnelle Internet ausbaut. Dabei befindet sich das Unternehmen jetzt auf der Zielgeraden, allerdings mussten dafür an vielen Stellen neue Kabel verlegt werden. Deshalb die zahlreichen Baustellen. Und die vielen Ampeln. Die meisten davon standen zwar nur für wenige Tage oder Wochen. Zeitweise war trotzdem ein regelrechtes Hopping von einer Ampel zur nächsten üblich, vor allem in Friedersdorf und Neusalza-Spremberg. Die Bauarbeiten auf der B 96 in Ebersbach haben derzeit Winterpause – bis im Frühjahr, wenn es das Wetter erlaubt, weitergebaut wird.

Nicht ganz unproblematisch lief ein weiteres Bauvorhaben an der B 96 einige Kilometer weiter in Richtung Zittau ab. Dort richtete das Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Sommer eine Baustelle mit Vollsperrung ein – ohne ausführliche Infos an Gemeinde und Anwohner. Das sorgte für einigen Unmut. Hinzu kam, dass die Umleitung für den örtlichen Verkehr von der dafür zuständigen Behörde beim Landkreis falsch ausgeschildert wurde. Autos sollten in der einen Richtung über den Grenzweg, in der anderen Richtung über die Käthe-Kollwitz-Straße in Walddorf fahren. Denn für ständigen Begegnungsverkehr sind die Straßen im Dorf recht schmal. Allerdings fehlten die entsprechenden Schilder, die die Strecke als Einbahnstraße ausweisen. Mehrfach standen sich verwunderte Autofahrer auf der schmalen Durchfahrt gegenüber. Das ist natürlich behoben worden.

Später war die Landkreisbehörde dann allerdings schneller: nämlich, als es darum ging, Raser an der Umleitungsstrecke dingfest zu machen. Hintergrund: In der gesamten Ortschaft Walddorf gilt Tempo 30. Das hatte die Gemeinde vor etlichen Jahren eingeführt, um den Verkehr auf den engen Ortsstraßen zu beruhigen und sicherer zu machen. Viele, die die Umleitungsstrecke nun während der Bauphase nutzten, hielten sich aber nicht daran. Das ärgerte die Anwohner erneut. Der Landkreis stellte ein paarmal Blitzer auf – mit Erfolg. Die Raser wurden tatsächlich weniger. Am Ende wurde alles entspannter als gedacht: Die Bauarbeiten wurden frühzeitig fertig und die Straße schon Ende Oktober wieder freigegeben. Allerdings stehen im Frühjahr 2018 wieder Bauarbeiten an – diesmal auf der Umleitungsstrecke in Walddorf. Die schmalen Ortsstraßen haben durch den verstärkten Verkehr stark gelitten.

Was uns im vergangenen Jahr außerdem bewegt hat, lesen Sie in unserer Bildergalerie.

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