• Einstellungen

Was uns bewegt hat

Retter packen Umzugskisten

Im Juni sind die Rettungskräfte in Löbau umgezogen in die neue Rettungswache zwischen Äußerer Bautzner Straße und B 6. Anfang Juni wurde der Neubau nach rund 15 Monaten Bauzeit feierlich eingeweiht. Dort ist jetzt Platz für acht Fahrzeuge, einen Sozialbereich und einen Schulungsraum. Die Wache wird vom ASB betrieben. Die Rettungskräfte, die hier arbeiten, versorgen das Gebiet von Löbau, Rosenbach, Lawalde, Großschweidnitz und der Gemeinde Kottmar. Rund zwei Millionen kostete der Neubau. Seine Vorteile: Erstens viel mehr Platz, zweites ist alles ebenerdig und deshalb leicht zu erreichen, und drittens gibt es hier, nahe der B 178, keine unnötigen Verzögerungen beim Ausrücken. Die konnten am früheren Standort an der Georgewitzer Straße entstehen, wenn Berufsverkehr herrschte. (SZ)
Retter packen Umzugskisten Im Juni sind die Rettungskräfte in Löbau umgezogen in die neue Rettungswache zwischen Äußerer Bautzner Straße und B 6. Anfang Juni wurde der Neubau nach rund 15 Monaten Bauzeit feierlich eingeweiht. Dort ist jetzt Platz für acht Fahrzeuge, einen Sozialbereich und einen Schulungsraum. Die Wache wird vom ASB betrieben. Die Rettungskräfte, die hier arbeiten, versorgen das Gebiet von Löbau, Rosenbach, Lawalde, Großschweidnitz und der Gemeinde Kottmar. Rund zwei Millionen kostete der Neubau. Seine Vorteile: Erstens viel mehr Platz, zweites ist alles ebenerdig und deshalb leicht zu erreichen, und drittens gibt es hier, nahe der B 178, keine unnötigen Verzögerungen beim Ausrücken. Die konnten am früheren Standort an der Georgewitzer Straße entstehen, wenn Berufsverkehr herrschte. (SZ)

@ Rafael Sampedro

Filmreife Verfolgungsjagden

Unfälle sind immer traurig, manchmal auch tragisch. Dieses Jahr gab es auch manche Extremfälle auf den Straßen im Südkreis, Zum Beispiel im März: Ohne Führerschein mit Tempo 100 raste ein deutscher BMW-Fahrer durch Herrnhut und ignorierte die Haltesignale der Polizei. Bei Großhennersdorf konnte er gestoppt werden. Weiter im Süden, im Dreiländereck, sind solche Vorfälle für die Polizei nichts Neues mehr. Ebenfalls im März endete zum Beispiel die Flucht eines Deutschen in einem tschechischen Straßengraben. Drei Streifenwagen hatten den Mazda verfolgt, dessen bekiffter Fahrer ohne Führerschein mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs war. Und auf polnischen Eisenbahngleisen endete die Flucht eines Polen, der mit einem geklauten Transporter unterwegs war. Ebenfalls aufsehenerregend: Im Juni beseitigten zwei junge Männer auf rabiate Weise einen offenbar unbeliebten Blitzer an der B 6 in Plotzen. Mithilfe von einem Abschleppseil und ihres Ford Transit rissen sie den Blitzer aus der Verankerung. Die alarmierte Polizei stoppte die beiden Männer am Löbauer Ortseingang. Mittlerweile ist der Blitzer übrigens ersetzt. Tragisch endete vergangene Woche eine Verfolgungsjagd, die in Tschechien begonnen hatte. Der 21-jährige Fahrer war dort aufs Gaspedal seines Opel getreten, als eine Polizeistreife ihn kontrollieren wollte. Der Mann raste ohne Führerschein und mit Alkohol im Blut bei Neugersdorf über die Grenze, gefolgt von der Polizei. Schließlich krachte der Opel frontal mit einem Honda zusammen. Dessen Fahrer, seine 17-jährige Beifahrerin und der 21-jährige Flüchtende wurden teils schwer verletzt.
Filmreife Verfolgungsjagden Unfälle sind immer traurig, manchmal auch tragisch. Dieses Jahr gab es auch manche Extremfälle auf den Straßen im Südkreis, Zum Beispiel im März: Ohne Führerschein mit Tempo 100 raste ein deutscher BMW-Fahrer durch Herrnhut und ignorierte die Haltesignale der Polizei. Bei Großhennersdorf konnte er gestoppt werden. Weiter im Süden, im Dreiländereck, sind solche Vorfälle für die Polizei nichts Neues mehr. Ebenfalls im März endete zum Beispiel die Flucht eines Deutschen in einem tschechischen Straßengraben. Drei Streifenwagen hatten den Mazda verfolgt, dessen bekiffter Fahrer ohne Führerschein mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs war. Und auf polnischen Eisenbahngleisen endete die Flucht eines Polen, der mit einem geklauten Transporter unterwegs war. Ebenfalls aufsehenerregend: Im Juni beseitigten zwei junge Männer auf rabiate Weise einen offenbar unbeliebten Blitzer an der B 6 in Plotzen. Mithilfe von einem Abschleppseil und ihres Ford Transit rissen sie den Blitzer aus der Verankerung. Die alarmierte Polizei stoppte die beiden Männer am Löbauer Ortseingang. Mittlerweile ist der Blitzer übrigens ersetzt. Tragisch endete vergangene Woche eine Verfolgungsjagd, die in Tschechien begonnen hatte. Der 21-jährige Fahrer war dort aufs Gaspedal seines Opel getreten, als eine Polizeistreife ihn kontrollieren wollte. Der Mann raste ohne Führerschein und mit Alkohol im Blut bei Neugersdorf über die Grenze, gefolgt von der Polizei. Schließlich krachte der Opel frontal mit einem Honda zusammen. Dessen Fahrer, seine 17-jährige Beifahrerin und der 21-jährige Flüchtende wurden teils schwer verletzt.

@ Matthias Weber

Viren-Alarm

Krankheiten bestimmten die Schlagzeilen zu Beginn des Jahres 2017. So zählt die Grippe-Saison des Erregers H3N2 zu den dramatischsten seit 2001. Im Landkreis erlagen 13 Menschen der Erkrankung, offiziell bestätigt waren 1 271 Grippefälle. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, vermutet der Kreisamtsarzt Christoph Ziesch.
Mit Grippe bei ihren Tieren hatten auch die Vogelhalter zu kämpfen: von November 2016 bis März/April galt Stallpflicht mit weitreichenden Folgen für die Zucht. Wegen H5N8 wurden mehrere Sperr- und Beobachtungsgebiete ausgerufen. Erst im Mai machte die Frühlingssonne dem Drama ein Ende. Das gilt allerdings nicht für die Kaninchenhalter, die seit Mai um ihre Bestände fürchten: Die Chinaseuche rafft auch aktuell noch Tiere ganz plötzlich hinweg und ist schwer zu bekämpfen. (SZ/abl)
Viren-Alarm Krankheiten bestimmten die Schlagzeilen zu Beginn des Jahres 2017. So zählt die Grippe-Saison des Erregers H3N2 zu den dramatischsten seit 2001. Im Landkreis erlagen 13 Menschen der Erkrankung, offiziell bestätigt waren 1 271 Grippefälle. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, vermutet der Kreisamtsarzt Christoph Ziesch. Mit Grippe bei ihren Tieren hatten auch die Vogelhalter zu kämpfen: von November 2016 bis März/April galt Stallpflicht mit weitreichenden Folgen für die Zucht. Wegen H5N8 wurden mehrere Sperr- und Beobachtungsgebiete ausgerufen. Erst im Mai machte die Frühlingssonne dem Drama ein Ende. Das gilt allerdings nicht für die Kaninchenhalter, die seit Mai um ihre Bestände fürchten: Die Chinaseuche rafft auch aktuell noch Tiere ganz plötzlich hinweg und ist schwer zu bekämpfen. (SZ/abl)

@ dpa

Tschüß, Landratsamt!

Vor einem reichlichen Jahr mussten Polizei und Feuerwehr zur Löbauer Außenstelle des Landratsamtes ausrücken: Bombenalarm, zum Glück aber ein Fehlalarm. Die echte Bombe platzte dann Anfang dieses Jahres, als das Landratsamt ankündigte, seine Behörden in Görlitz zusammenzufassen. Für die Zentralisierung und rund 24 Millionen Euro soll in Görlitz das Areal zwischen der oberen Berliner Straße und Salomonstraße saniert werden. Das bedeutet aber auch: Rund 170 Arbeitsplätze würden von der Löbauer Außenstelle, dem Umweltamt und dem Vermessungsamt, abgezogen. „Die Verlegung werde ich so nicht akzeptieren“, versuchte Löbaus OB Dietmar Buchholz sich zu wehren. Ende offen. Einen Kreistagsbeschluss zur Vergrößerung des Landratsamtes in Görlitz gibt es zwar, losgehen soll es aber erst ab 2019. (SZ/sdn)
Tschüß, Landratsamt! Vor einem reichlichen Jahr mussten Polizei und Feuerwehr zur Löbauer Außenstelle des Landratsamtes ausrücken: Bombenalarm, zum Glück aber ein Fehlalarm. Die echte Bombe platzte dann Anfang dieses Jahres, als das Landratsamt ankündigte, seine Behörden in Görlitz zusammenzufassen. Für die Zentralisierung und rund 24 Millionen Euro soll in Görlitz das Areal zwischen der oberen Berliner Straße und Salomonstraße saniert werden. Das bedeutet aber auch: Rund 170 Arbeitsplätze würden von der Löbauer Außenstelle, dem Umweltamt und dem Vermessungsamt, abgezogen. „Die Verlegung werde ich so nicht akzeptieren“, versuchte Löbaus OB Dietmar Buchholz sich zu wehren. Ende offen. Einen Kreistagsbeschluss zur Vergrößerung des Landratsamtes in Görlitz gibt es zwar, losgehen soll es aber erst ab 2019. (SZ/sdn)

@ Rafael Sampedro

Wo geht’s hier lang?

2017 war Jahr Nummer 2 mit dem Kreiselbau in Löbaus Stadtzentrum. Das heißt auch: 2017 war Jahr Nummer 2 mit einer Menge Umleitungen. Gebaut werden zwei Kreisverkehr, einer am Promenadenring und einer am Neumarkt. Mehrfach wurden die Umleitungen auch verändert und an den Baufortschritt angepasst. Im August dieses Jahres ist zum Beispiel der erste Kreisel am Promenadenring, fertig.gestellt worden. Mehrere Umleitungen oder veränderte Verkehrsführungen wurden aufgehoben. Dafür kamen dann neue Regeln, neue gelbe Umleitungsschilder und auch so manche neue Ampel dazu, als der Bau des Kreisverkehres am Neumarkt begann. Einen Vorteil haben die Umleitungen: Man sieht die Stadt einfach mal aus einer anderen Perspektive. Allerdings bedeuteten die Umstellen für viele Autofahrer auch großen Stress. Die Umgewöhnung war für viele nicht leicht. Eine Weile müssen die Löbauer, Pendler und Gäste aber noch damit leben. So lange es ging, wurde am Neumarkt gearbeitet, als der erste Schnee vor einigen Tagen fiel, ging die Baustelle in Winterschlaf. Im März soll es, wenn der Frost wieder weg ist, weitergehen – bis Oktober 2018. (SZ/sdn)
Wo geht’s hier lang? 2017 war Jahr Nummer 2 mit dem Kreiselbau in Löbaus Stadtzentrum. Das heißt auch: 2017 war Jahr Nummer 2 mit einer Menge Umleitungen. Gebaut werden zwei Kreisverkehr, einer am Promenadenring und einer am Neumarkt. Mehrfach wurden die Umleitungen auch verändert und an den Baufortschritt angepasst. Im August dieses Jahres ist zum Beispiel der erste Kreisel am Promenadenring, fertig.gestellt worden. Mehrere Umleitungen oder veränderte Verkehrsführungen wurden aufgehoben. Dafür kamen dann neue Regeln, neue gelbe Umleitungsschilder und auch so manche neue Ampel dazu, als der Bau des Kreisverkehres am Neumarkt begann. Einen Vorteil haben die Umleitungen: Man sieht die Stadt einfach mal aus einer anderen Perspektive. Allerdings bedeuteten die Umstellen für viele Autofahrer auch großen Stress. Die Umgewöhnung war für viele nicht leicht. Eine Weile müssen die Löbauer, Pendler und Gäste aber noch damit leben. So lange es ging, wurde am Neumarkt gearbeitet, als der erste Schnee vor einigen Tagen fiel, ging die Baustelle in Winterschlaf. Im März soll es, wenn der Frost wieder weg ist, weitergehen – bis Oktober 2018. (SZ/sdn)

@ Thomas Eichler

Rettung für Jugendstilvilla

Im April hat die Geschichte angefangen. Plötzlich stand ein Bauzaun vor der Villa, Dehsaer Straße 2. Dazu gab’s eine Ampel und eine Pressemitteilung vom Landratsamt Görlitz: Die Villa bröckelt derart, dass sie eine Notsicherung braucht. Ein erster Schritt seitens der Bauaufsicht war, die Straße vor dem Gebäude halbseitig zu sperren, sicherheitshalber. Von außen sieht man, dass viele Scheiben zerborsten sind, der Putz wirkt marode. Was man nicht gleich sieht: Durch das Dach regnet es rein und zuletzt war eine Decke im ersten Stock eingestürzt. Dabei war die Villa im Jugendstil doch einst etwas ganz Besonderes. 1893 entstand der erste Teil, Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude erweitert. Architekt war der Löbauer Baumeister Richard Müller. Um nun einen neuen Besitzer für die Villa zu finden, ging die Bauaufsicht sogar ungewöhnliche Wege, hängte beispielsweise ein Schild mit der eigenen Telefonnummer an die Ampel – und sprach selber mögliche Interessenten an. Einer schließlich hatte Mitleid mit der traurigen Ruine, konnte sich vorstellen, etwas aus der alten Jugendstil-Dame zu machen: Wolfram Zylla. Er hat Freude daran, alte, besondere Gebäude zu erhalten. Genau das macht er gerade auch mit dem Löbauer Bahnhof. Im September hat er die Dehsaer Straße 2 gekauft. (SZ/sdn)
Rettung für Jugendstilvilla Im April hat die Geschichte angefangen. Plötzlich stand ein Bauzaun vor der Villa, Dehsaer Straße 2. Dazu gab’s eine Ampel und eine Pressemitteilung vom Landratsamt Görlitz: Die Villa bröckelt derart, dass sie eine Notsicherung braucht. Ein erster Schritt seitens der Bauaufsicht war, die Straße vor dem Gebäude halbseitig zu sperren, sicherheitshalber. Von außen sieht man, dass viele Scheiben zerborsten sind, der Putz wirkt marode. Was man nicht gleich sieht: Durch das Dach regnet es rein und zuletzt war eine Decke im ersten Stock eingestürzt. Dabei war die Villa im Jugendstil doch einst etwas ganz Besonderes. 1893 entstand der erste Teil, Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude erweitert. Architekt war der Löbauer Baumeister Richard Müller. Um nun einen neuen Besitzer für die Villa zu finden, ging die Bauaufsicht sogar ungewöhnliche Wege, hängte beispielsweise ein Schild mit der eigenen Telefonnummer an die Ampel – und sprach selber mögliche Interessenten an. Einer schließlich hatte Mitleid mit der traurigen Ruine, konnte sich vorstellen, etwas aus der alten Jugendstil-Dame zu machen: Wolfram Zylla. Er hat Freude daran, alte, besondere Gebäude zu erhalten. Genau das macht er gerade auch mit dem Löbauer Bahnhof. Im September hat er die Dehsaer Straße 2 gekauft. (SZ/sdn)

@ Markus van Appeldorn