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Montag, 18.12.2017

Was PENTA zur Arbeitsplatzergonomie

in Sachsen beitragen kann

Bildrechte: Flickr ohne Titel Marcin Wichary CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Bildrechte: Flickr ohne Titel Marcin Wichary CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Der Freistaat Sachsen treibt die Entwicklung einer „Industrie 4.0“ voran. Diese soll den Menschen keineswegs ersetzen, sondern seine Arbeit nachhaltig vereinfachen. Sachsen soll Digitalstandort werden - so lautet das Anliegen vieler Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Politik, denn das Engagement für neue und innovative Technologien ist ausschlaggebend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Bundeslandes in Deutschland und Europa. Im Sinne dieses Vorhabens geschah auch die Unterzeichnung des Förderprogramms PENTA am 30. November durch den Staatssekretär im sächsischen Wirtschaftsministerium, Hartmut Mangold.

Mitfinanzierung eines EU-Technologieprogramms

Die sogenannte „paneuropäische Partnerschaft in Mikro- und Nanotechnologien und -applikationen“ wird auf Landesebene in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschungsinitiative EUREKA verwirklicht, für die sich Sachsen seit längerer Zeit einsetzt. Mit jeweils 3,5 Millionen Euro pro Jahr wollen Landesregierung und Bund strategisch bedeutsame Nanotech-Projekte von Unternehmen und Forschungsinstituten aus dem Freistaat bezuschussen, um die Entwicklung marktrelevanter Technologien und Systeme für die Industrie 4.0 voranzutreiben. Branchenspezifische Komponenten der Industrie 4.0 sind beispielsweise das automatisierte Fahren oder die intelligente Medizintechnik.

„Sachsen 4.0“ wird ergonomischer

Infolge der rapiden technologischen Entwicklung ist der Trend hin zur Digitalisierung entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette zu beobachten. Mehr Produktions- und Vertriebseffizienz sowie eine erhebliche Ressourcen- und Kostenersparnis bedeuten Umsatzsteigerungen für Unternehmen. Argwöhnisch beäugt wird jedoch, ob in einem hypothetischen „Sachsen 4.0“ noch Platz für menschliche Arbeitskräfte ist. Diese Sorge ist jedoch unbegründet, denn der menschliche Verstand hat jeder künstlichen Intelligenz einiges voraus, und auch in Zukunft verlangen manuelle Arbeitsschritte nach der Fingerfertigkeit menschlichen Personals. Vor allem für Schwerarbeiter könnten sich die Arbeitsbedingungen sogar immens verbessern: Ein essenzieller Aspekt der „vierten industriellen Revolution“ ist nämlich die Optimierung der Ergonomie am Arbeitsplatz.

Die Pioniere der digitalen Industrierevolution

Sowohl in großen Logistikzentren als auch in kleinen Betrieben sind mechanische, elektronische und digitale Hilfsmittel zur Schonung der Mitarbeiter inzwischen Standard. Die stufenlos verstellbaren Scheren-Hubwagen von Staplerhersteller Jungheinrich beispielsweise ermöglichen das Arbeiten in optimaler, rückenentlastender Höhe; Online-Versandhändler Amazon greift seinen Kommissioniern mit vollautomatischen Transportrobotern unter die Arme; und Großkonzern Google ist mit seiner Datenbrille „Google Glass Enterprise Edition“ inzwischen auf den Markt zurückgekehrt. Ihr liegt das Prinzip „Pick-by-Vision“ zugrunde: Die hochentwickelten Brillengläser projizieren wichtige Daten direkt ins Sichtfeld, weisen den Weg zum aktuellen Einsatzort, scannen Strichcodes mittels der eingebauten Kamera oder kommunizieren in Echtzeit mit dem Lagerverwaltungssystem. Damit verringert sich nicht nur die Fehleranfälligkeit bei der Warenabfertigung, die Angestellten können sich zudem ganz auf eine ergonomische Arbeitsweise konzentrieren.

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