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Dienstag, 21.03.2017

Vorsicht beim Matratzen-Kauf

Mit einer neuen Masche umgehen Händler das Rückgaberecht der Kunden.

Von Birgit Ulbricht

Abgemacht! Verträge haben meist mehrere Seiten und zig Klauseln - da wünscht sich mancher den guten alten Handschlag zurück.
Abgemacht! Verträge haben meist mehrere Seiten und zig Klauseln - da wünscht sich mancher den guten alten Handschlag zurück.

© Symbolbild/dpa

Großenhain. Vorsichtig sollten die Bürger in der Großenhainer Region sein, wenn sie Termine mit Firmen machen, die zu Hause Waren anbieten. Ein einfaches „Nein, heute klappt es nicht, kommen Sie morgen!“ am Telefon, kann ausreichen, um aus einem Haustürgeschäft juristisch eine „Sonderanfertigung mit Termin“ zu machen. Mit Konsequenzen.

Wenn es dem Vertreter gelingt, seine Waren als Sonderanfertigung zu verkaufen, ist keine Rückgabe möglich. Vertickt werden derzeit vor allem Matratzen zwischen 4000 und 6000 Euro, aber auch TV-Sessel.

Zugang zu den Kundendaten haben die Firmen offenbar über ältere Kirby-Kundendaten. Über diese Produkte wird auch telefonisch der Zugang zu den Kunden gesucht.

Wer vorhat, sich solche Einrichtungsgegenstände anzuschaffen, sollte sich einschlägig im Fachhandel beraten lassen und vor allem Preisvergleiche anstellen. Auch eine Rückfrage innerhalb der Familie kann vor Betrügern schützen. Keinesfalls sollten Verträge vor Ort unterschrieben werden. Im Kleingedruckten findet sich der Hinweis, dass ein Rücktritt vom Geschäft nicht möglich ist.