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Samstag, 30.12.2017

Vorsicht beim Heide-Spaziergang

Nach dem Sturm Ende Oktober lauern an einigen Stellen noch immer bedrohliche Gefahren.

Heiko Müller warnt vor Heidespaziergängen im Ullersdorfer Bereich.
Heiko Müller warnt vor Heidespaziergängen im Ullersdorfer Bereich.

© SZ-Archiv

Radeberg. Der Neujahrsspaziergang in der Heide gehört für viele Radeberger zum verlängerten Silvester-Wochenende dazu. Das ist aber diesmal vor allem im Bereich Ullersdorf nicht ganz ungefährlich, macht Heiko Müller deutlich. Der zuständige Forst-Chef für die Dresdner Heide hat gemeinsam mit seinen Kollegen noch immer mit den Auswirkungen des schlimmen Sturms Herwart vom 29. Oktober zu kämpfen. Eigentlich war das Ziel, den Großteil der Schäden bis zum Jahreswechsel aus dem Wald zu räumen. Aber das Wetter machte einen dicken, grauen Strich durch diese Rechnung.

„Der Sturm hat uns bis zu 8 000 Kubikmeter Schadholz beschert“, macht der Forstchef die Dimension deutlich. Zum Vergleich: Planmäßig werden in der Heide jährlich rund 30 000 Festmeter eingeschlagen. Etwa 2 500 Festmeter der Schäden sind bisher aufgearbeitet. „Aber die Wetterbedingungen sind in diesem Jahr eine echte Herausforderung“, ärgert sich Heiko Müller. „Keine Woche ohne Regen, teilweise Dauerregen und das seit Monaten, der Boden ist vollgesogen und weich.“ Deshalb muss die schwere Technik nun erst mal pausieren. So wird zum Beispiel das Sturmholz entlang der Prießnitz und in den Waldflächen am Stausee noch einige Wochen liegen, sagt der Forstchef. Und warnt: „Waldbesucher werden dringend gebeten, diese Flächen nicht zu betreten, in den letzten Tagen sind bei Windböen noch eine Menge Bäume umgefallen, deren Wurzelwerk schon abgerissen war!“ (SZ/JF)