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Dienstag, 21.03.2017

Vorbereitungen für Radweg oder Eigenheime?

Auf dem Gelände um den Bahnhof wurden vor einiger Zeit Bäume gefällt. Doch bis gebaut wird, dauert es noch.

Von Sylvia Jentzsch

Auf dem Areal um den Bahnhof wurden vor einiger Zeit Bäume gefällt und Gestrüpp entfernt.
Auf dem Areal um den Bahnhof wurden vor einiger Zeit Bäume gefällt und Gestrüpp entfernt.

© Dietmar Thomas

Hartha. Endlich hat sich etwas auf dem Areal um den Bahnhof getan. Die Gehölze, die sich nach dem Abbau der Gleise angesiedelt hatten, wurden geschnitten. Nun fragen sich die Bürger, ob diese Arbeiten im Zusammenhang mit dem Radwegebau oder dem Eigenheimbau stehen. Doch wer erwartet hat, dass bald etwas passiert, der irrt. „Wir wollten Ordnung rund um den Bahnhof schaffen“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer.

Der Ausbau des ersten Abschnitts des Radweges von Waldheim nach Rochlitz sollte nach bisherigen Aussagen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in diesem Jahr starten. „Wenn alle Vorbereitungen reibungslos verlaufen, könnte es Ende 2017 mit dem ersten Bauabschnitt losgehen“, so Isabel Siebert, Sprecherin des Lasuv im Dezember. Dabei handle es sich um den 8,3 Kilometer langen Abschnitt zwischen Waldheim und Geringswalde.

„Wir arbeiten weiter an den Voraussetzungen für das Baurecht“, teilte sie am Montag auf Anfrage des Döbelner Anzeigers mit. Das Vorhaben „S 32, Waldheim – Gebersbach, Anbau eines gemeinsamen Geh- und Radweges“, sei Bestandteil des diesjährigen Bauprogramms. „Ob wir es tatsächlich noch dieses Jahr mit einem Baubeginn schaffen, können wir verlässlich erst im Spätsommer sagen“, so Siebert.

Doch auch zum Wohngebiet „Am alten Bahnhof“ sollen Entscheidungen fallen. Die Stadt beabsichtigt, auf der Fläche des ehemaligen Bahnhofes ein Wohngebiet zu entwickeln. Die Fläche ist knapp 20 000 Quadratmeter groß. Um die bürokratischen Voraussetzungen zu schaffen, dass das Wohngebiet „Am alten Bahnhof“ entstehen kann, soll ein Bebauungsplan der Innenentwicklung aufgestellt werden. Die Stadträte stimmten im Oktober der Aufstellung eines solchen Planes zu. Damit haben die Räte ihren Willen bekundet, dass auf dem Areal künftig Eigenheime stehen können. Die Planungen haben begonnen. Sie bedürfen ebenfalls der Zustimmung der Räte. Eigentlich sollte über das Vorhaben zur Ratssitzung im März informiert werden. Doch dieser Tagesordnungspunkt fehlt auf der Einladung.

Bisher gab es Baugrunduntersuchungen und eine Wertermittlung des Geländes. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für die Entscheidung der Stadträte sein. Entweder behält die Stadt das Gelände und setzt einen Erschließungsträger ein, oder die Kommune verkauft das Areal und der Investor kümmert sich um alles. Ansonsten wird mit dem Erschließungsträger ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen. Ist alles fertig, und die Grundstücke können veräußert werden, sind sowohl die Stadt als Grundstückseigentümer als auch der Erschließungsträger an den Einnahmen beteiligt. Bereits im November vergangenen Jahres wurde die ehemalige Bahnhofsgaststätte, im Volksmund auch Pünktchen genannt, abgerissen.

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